Brunhild Weber
deutsche Biologin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Brunhild Weber (* 10. September 1922 in Kumreut; † 1. April 2010 in Herrsching) war eine deutsche Biologin, die in der Landfrauen-Bildungsarbeit tätig war.
Leben
Brunhild Weber wurde am 10. September 1922 in Kumreut geboren.[1] Sie studierte Landwirtschaft, Biologie und Bildhauerei und promovierte in Biologie. Eigentlich wollte sie an der Universität bleiben, doch sie erhielt das Angebot, die vom Bayerischen Bauernverband im Jahr 1950 neu gegründete Bäuerinnenschule zu leiten. Dieses Angebot nahm sie an. Sie entwickelte ein neues Ausbildungskonzept, angehende Landfrauen sollten auf einem Schulungshof mehrere Wochen leben und dabei nicht nur praktische Fähigkeiten erwerben, sondern auch viel über sich erfahren und über das Umfeld, in dem sie leben und arbeiten würden.[2]
Die Bäuerinnenschule wurde im Januar 1950 auf dem Hartschimmelhof in Pähl gegründet. Es war die zweite Bildungseinrichtung des Bauernverbandes. Die Arbeit der Einrichtung wurde durch Brunhild Weber entscheidend geprägt. Großer Zustrom machte 1957 einen Umzug an den Standort an der Rieder Straße nötig. Als 1976 die Schulen für Bäuerinnen und Bauern zusammengelegt wurde, leitete Brunhild Weber diese Bildungsstätte zunächst mit Gebhard Quinger und später allein.[3]
Weber kümmerte sich auch um ältere Bäuerinnen und schuf zunächst in Herrsching, später in Osterhofen für sie Erholungsmöglichkeiten. Als Referentin war sie im Bereich Persönlichkeitsbildung tätig und arbeitete über viele Jahre als Mitarbeiterin beim Landwirtschaftlichen Wochenblatt. Sie setzte sich für die Pflege alter Traditionen ein und auf ihre Initiative ging die Gründung des Volksmusik-Seminars des Landkreises im Haus der bayerischen Landwirtschaft zurück genauso wie das Marien- und Adventssingen des Freundeskreises Kloster Andechs.[4] Dem Gemeinderat von Herrsching gehörte sie von 1972 bis 1978 an.[1]
Brunhild Weber starb am 1. April 2010 in Herrsching.
Ehrungen
Der Bayerische Verdienstorden wurde ihr ebenso wie das Bundesverdienstkreuz verliehen. Die Stadt Herrsching zeichnete sie mit der Goldenen Bürgermedaille aus.[5]