Bruno Jori

italienischer Dokumentarfilmer und Filmregisseur From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Bruno Jori wurde 1922 in Meran geboren und gilt als einer der wichtigsten Südtiroler Filmemachern.[3][4]

Jori begann nach dem Krieg Filme zu machen. Er sammelte erste Erfahrungen bei der eigenen Produktion von Kurzfilmen.[5]

Ab den 1950er Jahren entstand eine Freundschaft sowohl beruflich als auch privat mit den Filmemachern Karl Schedereit und Mario Deghenghi aus Meran. Gemeinsam führte das Trio eine Reihe von Filmprojekten durch.[6][7]

Bruno Jori wurde durch den Dokumentarfilm Bagnolo – Dorf zwischen schwarz und rot, der 1963 gedreht wurde und 1964 mehrfach ausgezeichnet wurde, international bekannt.[8][9][10] Der Filmkritiker Wilhelm Roth (1937–2023) würdigte ihn als den ersten langen deutschsprachigen Dokumentarfilm, „der einen neuen Ton ins Genre brachte […], ein Film aus dem Geiste des Cinema Direct, aber noch ohne dessen technische Möglichkeiten. […] Bruno Jori hat die vorhandene Technik perfektioniert und damit die neue Technik (fast) vorweg genommen“.[4]

Filmografie (Auswahl)

  • 1953: Von alten und neuen Dingen in Südtirol
  • 1953: Val Gardena
  • 1953: Leben am Fluss[11]
  • 1954: Nozze Fassane[12]
  • 1954: Die Etsch – La vita sul fiume
  • 1956: Türkei – einst und jetzt
  • 1957: L'angelica amica
  • 1957: Die Buchklinik
  • 1957: La verde età
  • 1958: Die siebente Puppe / Karl von Feilitzsch (Musik)[13]
  • 1959: Kleinstadttheater
  • 1959: Spina – die versunkene Stadt
  • 1960: Geisterstadt
  • 1961: Wilder Westen – Abseits vom Wege
  • 1962: Fremd in Deutschland – Paolo Gennari (WDR)
  • 1963–64: Bagnolo – Dorf zwischen schwarz und rot / Hans Posegga (Musik)[14]
  • 1966: Hoffnungsgruppe / Rainer Werner Fassbinder (Mitarbeiter)[15][16]
  • 1966–70: Mitgestaltung RAI Bozen
  • 1970: Südtiroler Künstler: Markus Vallazza / Elisabeth Baumgartner – Sendereihe (RAI)

Literatur

  • Irina Ladurner. Bruno Jori, Karl Schedereit, Mario Deghenghi : Südtiroler Filmgeschichte der 50er- und 60er-Jahre im Spiegel deutscher Dokumentarfilmgeschichte. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 2013, Universität Wien – Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät.
  • Hans Helmut Prinzler: Chronik des deutschen Films 1895-1994. J.B. Metzler / Springer-Verlag GmbH, Dezember 12, 2016, ISBN 978-3-476-01290-6, S. 244, 249.
  • Roberto Poppi: Dizionario del cinema italiano: Dal 1945 al 1959. Gremese Editore, Rome, Italien, 1. Februar 2007, ISBN 978-88-8440-450-3, S. 422.
  • Tad Bentley Hammer: International Film Prizes: An Encyclopedia. Garland Publishing, New York City, 1991. ISBN 0-8240-7099-2, S. 166.

Auszeichnungen

1964-65

  • BAGNOLO – DORF ZWISCHEN SCHWARZ UND ROT – Bruno Jori, BRD 1963/1964: IFFMH * Mannheimer Golddukaten * FIPRESCI-Preis der Internationalen Filmkritik * Preis und Volkshochschule Jury-Auszeichnung[17]
  • BAGNOLO – DORF ZWISCHEN ROT UND SCHWARZ (BRD 1964, R: Bruno Jori) – Leipziger Kurz- und Dokumentarfilmwoche 1964: Goldene Taube, Großer Preis
  • Kulturfilmprämie 1964 des Bundesinnenministeriums als Leistung von internationalem Rang
  • Deutscher Filmpreis 1965: Filmband in Silber; „Abendfüllender Kultur- und Dokumentarfilm“
  • Curt Oertel–Medaille (für Bagnolo) für den besten deutschen Dokumentarfilm, 1965 der Arbeitsgemeinschaft der Filmjournalisten e.V.

Ehrungen

Film über Bruno Jori

Einzelnachweise

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