Bruno Schwarze
deutscher Ingenieur und Ministerialbeamter
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Werdegang
Schwarze absolvierte ein technisches Studium in seiner Geburtsstadt Braunschweig und studierte Volkswirtschaft und Jura in Berlin.[3] In Braunschweig promovierte er zum Doktoringenieur mit der Dissertation „Härteuntersuchungen an Radreifenstoff nach dem Kohn-Brinellschen Kugeldruckverfahren“, die 1911 im Vieweg Verlag erschien.[4]
1918 veröffentlichte Schwarze ein Handbuch über das Lehrlingswesen der preußisch-hessischen Staatseisenbahnverwaltung, in das er seine Erfahrungen als ehemaliges Vorstandsmitglied des Werkstättenamtes Guben einfließen ließ. Später wurde er Geheimer Baurat und vortragender Rat im Reichsverkehrsministerium.[5] 1928 erschien ein weiteres Handbuch von ihm über die Personalausbildung bei der Deutschen Reichsbahn. Zu diesem Zeitpunkt war er Reichsbahndirektor und Mitglied der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft.[6] 1941 war er Ministerialdirigent im Reichsverkehrsministerium.
Nach dem Zweiten Weltkrieg amtierte Schwarze von 1946 bis 1950 als Präsident des Oberprüfungsamts für den Höheren Technischen Verwaltungsdienst für die britische Zone/das Vereinigte Wirtschaftsgebiet (OPA) in Bielefeld.[7] Er war auch Leiter der Studien-Konferenzen und der Studienkurse der Deutschen Bundesbahn.[1] Zudem war er Mitglied der Deutsch-Norwegischen Handelskammer und Herausgeber der Deutsch-Norwegischen Wirtschaftszeitschrift.[3] Er gehörte dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) mit der Mitgliedsnummer 02101 an.[1]
Schwarze war mit der Malerin Elsa Schwarze von Arnim, Tochter von Karl von Arnim-Züsedom, verheiratet.[8] Das Ehepaar lebte nach der Heirat 1934 zunächst in Berlin, während des Zweiten Weltkriegs in Norwegen, danach in Bielefeld und ab 1951 schließlich in Darmstadt,[9] wo Schwarze 1960 starb.
Ehrungen
- Ernennung zum Geheimrat
- Dr.-Ing. E. h.
- Ehrenbürger der Technischen Hochschule Danzig[1]
- Ehrenvorsitzender der Technisch-Wissenschaftlichen Lehrmittelzentrale (TWL)[1]
- 1952: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
Schriften (Auswahl)
- Das Lehrlingswesen der preußisch-hessischen Staatseisenbahnverwaltung unter Berücksichtigung der Lehrlingsverhältnisse in Handwerks- und Fabrikbetrieben. Springer, Berlin 1918.
- mit Richard Couvé: Die Personalausbildung bei der Deutschen Reichsbahn, ein Handbuch. Mit 92 Abbildungen, 23 Tafeln und den amtlichen Lehrplänen. Verlag der Verkehrswissenschaftlichen Lehrmittelgesellschaft bei der Deutschen Reichsbahn, Berlin 1928.
- Das Unterrichts- und Bildungswesen der Deutschen Reichsbahn – Eine Einführung zu der Dienstvorschrift 128 für das Unterrichtswesen. Verkehrswissenschaftliche Lehrmittelgesellschaft bei der Deutschen Reichsbahn, Berlin 1932.
- Reichsbahn und Wissenschaft – Ein Auskunftsbuch für Universitäten, Hochschulen und Behörden. Verkehrswissenschaftliche Lehrmittelgesellschaft bei der Deutschen Reichsbahn, Berlin 1933.
- Die Technik, ihre Problematik und Praxis – Eine Einführung für Nichttechniker, insbesondere für nichttechnische Studierende aller Fakultäten. E. Schmidt, Berlin/Bielefeld/Detmold 1949 (unter Mitwirkung von Curt Ibert).
Literatur
- Walter Vogel: Westdeutschland 1945 - 1950. Bd. 3, 1956
Weblinks
- Literatur von und über Bruno Schwarze im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Schwarze, Bruno Carl Wilhelm. Hessische Biografie. (Stand: 25. Juli 2025). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).