Brunów (Lwówek Śląski)
Dorf in Polen
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Brunów (deutsch Braunau) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Lwówek Śląski im Powiat Lwówecki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.
| Brunów | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | |
| Powiat: | Lwówecki | |
| Gmina: | Lwówek Śląski | |
| Geographische Lage: | 51° 8′ N, 15° 35′ O | |
| Höhe: | 200 m n.p.m. | |
| Einwohner: | 140 (2011) | |
| Postleitzahl: | 59-600 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 75 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DLW | |
Orts- und Gutsgeschichte
Die Historie von Braunau ist eng mit der Entwicklung des aus einem gutsherrlichen Vorwerk entstandenen Rittergut verbunden. Zunächst in bürgerlicher Hand des Löwenberger Bürgermeisters erscheint der Besitz 1351 urkundlich. Über die besonders in Schlesien begüterten Freiherren von Zedlitz gelangte das Gut an Kaspar von Zeckhorn,[1] 1558 an Melchior von Lest-Holstein. Der erste konkrete Herrenhausbau wird der Familie von Promnitz zugeschrieben. Etwa 1740 sollen die Herren von Glaubitz daraus einen Barockbau gestaltet lassen haben. Besonders namhaft[2] waren Landrat Ludwig von Schweinitz (1746–1814) und sein Schwiegersohn, der spätere preuß. General d. Inf. Friedrich Freiherr Schuler von Senden (1753–1827). Dieser war mit der Erbin Theodere von Schweinitz (1773–1844) verheiratet und hatte schon 1784 in Wien eine Reichsadelstanderneuerung erhalten.[3] Im Jahr 1838 erwarb der nachfolgende Löwenberger Landrat Georges von Cottenet Schloss und Gut Braunau.[4]
Ab 1933 wurde im Anwesen eine NSDAP-Reichssportschule[5] eingerichtet, kurzzeitig unter Leitung des Offiziers Fritz-Detlof von Winterfeldt. Die briefadelige Familie von Cottenet wurde spätestens 1935 enteignet, wobei nähere Erkenntnisse zu den Hintergründen offen bleiben.
1945 flüchteten die meisten deutschen Staatsangehörigen, der Ort gelangte in polnische Verwaltung.[6]
Söhne und Töchter der Stadt
- Paul Scholz (1902–1995), Minister für Land- und Forstwirtschaft der DDR
Sehenswürdigkeiten
- Nordöstlich des Schlosses ist ein spätbarockes Gebäude, das 1789 für Christoph Ludwig von Schweinitz errichtet wurde.
- Zwischen Schloss und Gebäude steht ein achteckiger Pavillon aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
- Der Park wurde 1865 nach dem Entwurf des Gartenarchitekten Eduard Petzold gestaltet.
- Mausoleum der briefadeligen Familie von Cottenet.
- Gebäude der von Schweinitz
- Schlosspark
- Schlosspark
Literatur
- Stadt Braunau. 1550, In: Christ. Friedrich Emanuel Fischer, Carl Friedrich Stuckart (Hrsg.): Zeitgeschichte der Städte Schlesiens mit Abbildungen. C. F. Stuckart, Schweidnitz 1819, S. 84.
- Kreis Löwenberg. Braunau: Reihenfolge der Gutsherren bis 1885, In: Ewald Wernicke: Urkundliche Beiträge zur Geschichte der Adelsfamilien in den ehemals vereinigten Kreisen Bunzlau-Löwenberg. Julius Sittenfeld, Berlin 1886, S. 5.
- Schloss Braunau, In: Arne Franke (Hrsg.): Kleine Kulturgeschichte der schlesischen Schlösser. Band 1, Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn, Görlitz 2015, ISBN 978-3-87057-336-2, S. 318.
