Buchtenstau
Phänomen der Hydrologie und ein Begleiter des Windstaus
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Buchtenstau ist ein Phänomen der Hydrologie und ein Begleiter des Windstaus. Seine Auswirkungen sind stark von der Topographie des Standortes abhängig und meist nur lokal zu beobachten. Auslöser ist die durch Wind erzeugte Schubkraft auf der Wasseroberfläche, die in einer oberflächennahen Meeresströmung in Windrichtung resultiert. Wenn sich dabei große Wassermassen in Richtung Küste bewegen und in eine enge Küstenbucht einströmen entsteht mit der abnehmenden Wassertiefe eine Verstärkung der windstauenden Wirkung. Dies führt dann zu überdurchschnittlich hohen Wasserständen am betreffenden Küstenabschnitt.[1]
Der als Buchtenstau benannte Effekt kann in den Randbuchten der südwestlichen Ostsee bei Ostseesturmhochwasser gut beobachtet werden. Besonders betroffen sind die Lübecker- und Wismarer Bucht sowie die Pommersche Bucht mit dem Greifswalder Bodden, wo an den Pegeln Travemünde, Wismar und Greifswald-Wieck fast immer die höchsten Wasserstände gemessen werden.[2] Auswertungen zu diesem Phänomen zeigten für Greifswald bei einem Windstau von zwei Meter Höhe einen Buchtenstau von bis zu 50 Zentimeter.[3]
Weblinks
- Analyse von hochaufgelösten Wasserstandverläufen... auf Bundesanstalt für Wasserbau (baw.de)