Buddys Song

Buch von Christopher Paul Curtis From Wikipedia, the free encyclopedia

Buddys Song (englischer Originaltitel: Bud, Not Buddy) ist der 1999 erschienene zweite Roman des US-amerikanischen Autors Christopher Paul Curtis. Das Jugendbuch wurde unter anderem 2000 mit der Newbery Medal ausgezeichnet. Die Übersetzung ins Deutsche stammt von Gabriele Haefs und erschien 2001 im Hamburger Carlsen Verlag.

Handlung

Die Hauptfigur, Bud Caldwell, ist ein zehnjähriger afroamerikanischer Waisenjunge in der Zeit der Weltwirtschaftskrise in Michigan. Seine Mutter starb, als er sechs war, und hinterließ ihm unter anderem ein paar Plakate, die die Gruppe „Herman E. Calloway and the Dusky Devastators of the Depression“ ankündigten. Bud hegt die begründete Vermutung, dass Herman Calloway sein Vater sein müsse. Die Handlung beginnt in einem Waisenhaus in Flint (Michigan), als der Held der Geschichte zu einer neuen Pflegefamilie geschickt wird. Nachdem er dort vom zwölfjährigen Sohn seiner mittlerweile dritten Pflegefamilie gequält und von seinen Pflegeeltern grundlos zur Strafe in eine Hütte gesperrt wird, reißt er aus und wandert durch das von der Wirtschaftskrise gebeutelte Michigan, bis er in Grand Rapids den Jazz-Musiker Herman E. Calloway und seine Band trifft. Calloway selbst ist älter als von Bud vermutet und außerdem sehr abweisend, doch die restlichen Bandmitglieder nehmen sich seiner an. Bud bekommt ein Saxophon geschenkt und lernt die Jazz-Szene jener Zeit kennen. Schließlich stellt sich heraus, dass Calloway nicht sein Vater, sondern der Vater seiner Mutter ist. Da Buds Großvater seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr zu seiner Tochter gehabt hat, erfährt dieser von seinem Enkel erstmals von deren Tod.

Hintergrund

Als Vorbild für die Figur des Herman E. Calloway diente einer der Großväter des Autors, der Jazz-Musiker während der Wirtschaftskrise war.[1][2]

Rezeption

Lois Metzger bezeichnete das Buch als „funny, eloquent, deeply sad and delightful (usually all at once)“.[1] Kaylee Davis schreibt in ihrer Buchrezension: „Der inspirierende Roman ist historisch korrekt, manchmal sorgenvoll und sehr lustig. Vor allem für Leser afroamerikanischer Abstammung, ob jung oder alt, ein abstoluts Muss.“[3]

Auszeichnungen

2000 wurde Buddys Song mit einer Newburry Medal ausgezeichnet.[4] Im selben Jahr erhielt der Roman zudem den Coretta Scott King Award[2], der herausragende Kinder- und Jugendliteratur von afroamerikanischen Autoren auszeichnet und nach der Ehefrau von Martin Luther King, Coretta Scott King, benannt ist.

Referenzen

Buddys Song ist in dem literarischen Nachschlagewerk 1001 Kinder- und Jugendbücher – Lies uns, bevor Du erwachsen bist! für die Altersstufe 12+ Jahre enthalten.[3]

Ausgaben

  • Bud, Not Buddy. Delacorte, USA 1999 (englisch).
  • Buddys Song. Carlsen, Hamburg 2001, ISBN 3-551-55205-3.

Einzelnachweise

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