Budorf
Mittelalterliche Siedlung in Brandenburg
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Budorf war eine mittelalterliche Siedlung im Gebiet der Zauche, heute im Gebiet der Stadt Treuenbrietzen im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark gelegen. Die Flur ging vollständig in der Stadtflur von Treuenbrietzen auf und wurde nicht wiederbesiedelt.[1]
Geografische Lage
Die Wüstung lag nordöstlich der Stadtflur von Treuenbrietzen; das Gebiet trägt bis in die Neuzeit den Flurnamen Budorfsche Heide. Hinweise hierzu finden sich unter anderem in den Messtischblättern 2108 Buchholz aus den Jahren 1902, 1926 und 1933.[1]
Etymologie
Die frühesten Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1290, als in einer Urkunde von pecora villanorum de Budorp (dem Vieh der Einwohner von Budorf) berichtet wurde. Weitere Nennungen folgen 1343 in Budorp sowie 1360 in campo Butorp. Eine spätere Erwähnung aus dem Jahr 1465 spricht von sieben budorpschen Hufen.[1] Der Name leitet sich aus dem Mitteldeutschen buw ab und bedeutet so viel wie „eine Anzahl von Stücken Landes, die zu einer vollen Bauernstelle gehören, Ackerhof, Vollbauerndorf“[2].
Geschichte
Budorf war bis vor 1330 ein Dorf (villa), dürfte jedoch schon um diese Zeit wüst gefallen sein. Das Gebiet gehörte vom frühen 14. Jahrhundert bis 1872 zur Stadt Treuenbrietzen. Für das Jahr 1541 wird belegt, dass zwei Hufen der ehemaligen Gemarkung Budorf im Besitz des Treuenbrietzener Pfarrers standen und von diesem verpachtet wurden; hierzu gehörte auch Wiesenwachs am Ende dieser beiden Hufen.[3] 1728 umfasste die Fläche 2477 Morgen und 790 Ruthen.[1]
Literatur
- Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 66 und 67)