Bundesamt für Strassen

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Das Bundesamt für Strassen ASTRA (französisch Office fédéral des routes OFROU, italienisch Ufficio federale delle strade USTRA, rätoromanisch Uffizi federal da vias UVIAS, englisch Federal Roads Office FEDRO) ist eine Bundesbehörde der Schweiz.

HauptsitzIttigen BE, Pulverstrasse 13
DirektorJürg Röthlisberger[1]
Mitarbeiterzahl673 (November 2024)[2]
Schnelle Fakten Hauptsitz, Direktor ...
Bundesamt für Strassen ASTRA
«Corporate Design Bund» – Logo der Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Hauptsitz Ittigen BE, Pulverstrasse 13
Direktor Jürg Röthlisberger[1]
Mitarbeiterzahl 673 (November 2024)[2]
Aufsicht Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK
Webpräsenz astra.admin.ch
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Geschichte

Vorgeschichte

Am 21. Juni 1960 trat das Bundesgesetz über die Nationalstrassen in Kraft. Damit fand auch die Amtsbezeichnung des Eidgenössischen Oberbauinspektorates ihr Ende, die nunmehr Eidgenössisches Amt für Strassen- und Flussbau lautete. Das Oberbauinspektorat wurde in seiner damaligen Form im Jahre 1870 gegründet. In den ersten Jahrzehnten des Bestehens wurden vor allem die grossen Flussregulierungen durchgeführt oder doch in Angriff genommen.[3] 1948 sowie von 1957 bis 1972 war Robert Ruckli Direktor und 1972 bis 1984 Jules Jakob.

Bundesamt für Strassen

Die Gründung erfolgte 1998. Die Behörde mit Sitz in Ittigen BE ist zuständig für Strasseninfrastruktur und individuellen Strassenverkehr. Primäres Ziel des ASTRA ist die «Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des Nationalstrassen- und Hauptstrassennetzes». Das Bundesamt für Strassen ist dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK unterstellt.

Im Jahr 2025 wurde ein ehemaliger ASTRA-Mitarbeiter zu einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten verurteilt, weil er während einer Zeitspanne von fast drei Jahren Einträge von Abgaswerten manipuliert hatte. Die Strafe wurde bedingt ausgesetzt auf zwei Jahre.[4] Von 2012 bis 2015 war Katrin Schneeberger Vizedirektorin und von 2015 bis 2020 stellvertretende Direktorin des ASTRA.[5]

Dienstleistungen

Kritik

Bewerbung von Strassenbauprojekten

Im Herbst 2024 geriet das Bundesamt für Strassen in die öffentliche Kritik, da es unter anderem für die Durchsetzung der umstrittenen Abstimmungsvorlage des Ausbaus der Schweizer Autobahnen (eidgenössische Volksabstimmung über den Ausbauschritt 2023 für die Nationalstrassen vom 24. November 2024) im grossen Umfang externe PR-Agenturen beschäftigt und diese mit Steuergeldern in Millionenhöhe bezahlt habe.[6] Allein für das Jahr 2023 seien auf diese Weise für die Bewerbung von Strassenbauprojekten 5,4 Mio. Schweizer Franken eingesetzt worden.[7][8] In Zeiten einschneidender Sparmassnahmen zur Sanierung der Bundesfinanzen sei den kommerziellen externen Firmen dabei weitgehend freie Hand bei der inhaltlichen Gestaltung der Argumentation und der – nachträglich mit dem Logo des ASTRA versehenen – Empfehlungen gegeben worden.[9] Derzeit ist nicht bekannt, inwieweit diese auch in die Abstimmungsinformationen (Abstimmungsbüchlein) zuhanden des Stimmvolks eingeflossen sind: So deckten Schweizer Medien auf, dass darin die Kosten des geplanten Autobahn-Ausbaus entgegen den Beteuerungen des zuständigen Bundesrats Albert Rösti um knapp eine Milliarde Schweizer Franken «schöngerechnet» worden seien.[10] Als brisant wurde der Vorschlag eines «Einflussversuchs» von Seiten der vom ASTRA beschäftigten externen Werbeagentur Infrakom eingeschätzt, wonach Schrebergartenbesitzer mit Hilfe eines gesponserten Grillfests von medienwirksamen Protestaktionen gegen den von ihnen abgelehnten Rheintunnel abgehalten werden sollten. Ausserdem offenbare «ein internes Konzept, dass alle Medienanfragen [an das ASTRA] durch einen ‹Philosophiecheck› der Agentur laufen sollten».[11]

Personalbestand ab 2001

VollzeitstellenJahr01002003004005006007002001200520092013201720212025VollzeitstellenEntwicklung Vollzeitstellen ASTRA
Quellen:
Staatsrechnungen 2003–2006 (Statistikteil). In: Eidgenössische Finanzverwaltung EFV. Abgerufen am 17. März 2026.
Ab 2007 (Einführung des Neuen Rechnungsmodells NRM): Datenportal Bundeshaushalt. In: Eidgenössische Finanzverwaltung EFV. Abgerufen am 17. März 2026.

Einzelnachweise

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