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Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule Jurist*innen

Netzwerk von Angehörigen juristischer oder verwandter Berufe From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule Jurist*innen (BASJ) ist ein 1981 gegründetes Netzwerk von Angehörigen juristischer oder verwandter Berufe, die in der Rechtspolitik zu LGBTQI*-Themen aktiv sind.

Geschichte

Das 1981 als „Schwule Initiative gegen den Paragraphensumpf“ (SchwIPS) gegründete[1] Netzwerk konzentrierte sich zunächst auf die Erstellung des ersten deutschsprachigen Rechtsratgebers für Schwule, der 1982 unter dem Titel „Recht Schwul“ im Verlag rosa Winkel erschien.[2] Wichtige Mitwirkende in dieser Phase waren u. a. Jörg Bressau und Stefan Reiß.[1]

Im Zuge der seit den 1980er Jahren insbesondere unter schwulen Männern grassierenden AIDS-Welle beschäftigte sich die BASJ mit den rechtlichen Aspekten von HIV/AIDS; 1988 veröffentlichte Stefan Reiß gemeinsam mit Sabine Mehlem und Jürgen Wolff den „Rechtsratgeber AIDS – Konfliktfälle im Alltag“.[3]

Seit Anfang der 1990er Jahre war Manfred Bruns in der BASJ engagiert. In diese Zeit fällt insbesondere der zweite Rechtsratgeber „Schwule im Recht“ im Palette-Verlag (1992)[4] sowie die Aktion Standesamt gemeinsam mit dem damaligen SVD, welche ein großes Medienecho hervorrief und so die – nunmehr unter dem Namen „Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule Juristen“ bzw. „Die Schwulen Juristen“ auftretende – BASJ auch in der Öffentlichkeit bekannt machte.[5][6] Hierdurch sowie durch die Anfang der 1990er Jahre beginnende öffentlichen Debatte über die gleichgeschlechtliche Ehe wurde die BASJ auch in der politischen Diskussion zunehmend wahrgenommen.[7][8]

Seit 2024 lautet die Eigenbezeichnung Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule Jurist*innen (BASJ).[9]

Aktivitäten

Die BASJ äußert sich zu verschiedenen Themen mit LGBTQI*-Bezug;[10] Mitglieder der BASJ nehmen regelmäßig an Anhörungen im Deutschen Bundestag teil.[11][12][13][14]

Einzelnachweise

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