Bundesgartenschau 2031
Bundesgartenschau in Wuppertal
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Die Bundesgartenschau 2031 (BUGA 2031) wird im Jahr 2031 in Wuppertal stattfinden und wird damit die erste Gartenschau in der nordrhein-westfälischen Stadt sein. Die Bundesgartenschau soll von April bis Oktober 2031 auf drei Kernarealen im Westen der Stadt sowie kleineren Arealen im Stadtgebiet stattfinden und eine Dauer von 180 Tagen haben.[1]
| Bundesgartenschau 2031 | |
|---|---|
| Ort | Wuppertal |
| Eröffnung | April 2031 |
| Investitionen | voraussichtlich ca. 73 Millionen Euro |
| Besucher | 1,8–2,4 Millionen (erwartet) |
| Nachnutzung | Aufwertung von Wohnquartieren, Neuerschließung von Naherholungsgebieten, neue Radwege, neue Nord-Süd-Verbindung |
Geschichte
Eine erste Machbarkeitsstudie wurde 2018 unter dem damaligen Oberbürgermeister Andreas Mucke veröffentlicht[2], 2021 und 2024[3] folgten konkretisierte und weiterentwickelte Versionen. Im November 2022 entschied sich der Stadtrat mehrheitlich für eine Bewerbung der Stadt um die Ausrichtung einer Bundesgartenschau.[4] Da sich vor allem über die Bürgerinitiative „BUGA - so nicht“ Widerstand gegen das Vorhaben bildete, wurde im Mai 2022 eine Bürgerbefragung durchgeführt. Knapp 51,8 % der über 93.000 Teilnehmer stimmten für eine Bewerbung der Stadt für die Bundesgartenschau 2031.[5]
Nach offizieller Übergabe der Bewerbung am 24. August 2022[6] sowie Zusage seitens der Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) im Oktober desselben Jahres[7] wurde der Durchführungsvertrag zwischen der Stadt Wuppertal und der DBG am 28. März 2023 unterzeichnet.[8]
Pop-Up-BUGA
Im Vorfeld der Bundesgartenschau fand 2024 bereits eine mehrwöchige Pop-Up-BUGA bzw. Mini-BUGA auf dem Platz am Kolk im Stadtteil Elberfeld statt. Ziel war es, den Bürgern der Stadt die nachhaltigen Wirkungen der Ausrichtung einer Bundesgartenschau näher zu bringen und das Interesse an sowie die Unterstützung für die Bundesgartenschau 2031 zu stärken.[9][10][11]
Konzept
Die Bundesgartenschau 2031 soll sich auf drei Kernareale im Westen Wuppertals konzentrieren: das Wohnquartier Tesche, den Zoologischen Garten sowie die Wupperpforte.[3][1] Den Besuchertransport zwischen den Bereichen Tesche und Zoo soll dabei die Wuppertaler Schwebebahn übernehmen.[12]
Das Kernareal Tesche umfasst den ehemaligen Lokschuppen nordöstlich des Bahnhofs Wuppertal-Vohwinkel, den östlich davon an der Nordbahntrasse gelegenen Homanndamm sowie die nördlich davon gelegenen Grünflächen zwischen der Straße Grünewald und dem Quartier Lüntenbeck, auch als Tescher Stich bekannt und im Projektkontext als Naherholungsgebiet Tescher Wiesen[4] bezeichnet. Nach dem Abbruch des Lokschuppens wird das Areal derzeit von einem privaten Investor zu einem Wohnquartier weiterentwickelt.

Das Kernareal Grüner Zoo umfasst insbesondere den Zoo Wuppertal mit den Zoo-Gaststätten sowie der angrenzenden Grünfläche mit Musikmuschel. Die Bundesgartenschau 2031 wird damit die erste Bundesgartenschau sein, in deren Konzept ein Zoologischer Garten integriert wird.[6]
Das Kernareal Wupperpforte umfasst Teile des Waldgebietes der Königshöhe auf den Wuppertaler Südhöhen sowie Teile des Nützenbergparks mit der Kaiserhöhe auf den Wuppertaler Nordhöhen. Die Königshöhe soll von einer Seilbahn erschlossen werden, die zwischen den beiden Arealen liegende Talachse soll von einer bis zu 850 m langen Hängebrücke überspannt werden.
Über die drei Kernareale hinaus wird es weitere Projekte und Areale im Stadtgebiet geben:[3]
- Verschiedene Co-Areale sollen die langfristige Entwicklung der Stadt auch über die Bundesgartenschau hinaus sicherstellen und bis 2031 fertiggestellt sein
- Über BUGA+ können Bürger, Vereine und Institutionen weitere Maßnahmen, Veranstaltungen und temporäre Installationen im Stadtgebiet realisieren
Themenschwerpunkt der Veranstaltung soll die Mobilitätswende sein.[4]
Finanzierung
Die Investitions- und Durchführungskosten sollen sich auf etwa 73 Mio. Euro belaufen. Abzüglich möglicher Fördermittel sowie prognostizierter Einnahmen aus Ticketverkäufe soll der Eigenanteil der Stadt Wuppertal etwa 20 Mio. Euro betragen.[1]
Die im Rahmen der Machbarkeitsstudie aufgestellte Besuchsprognose geht von etwa 1,8 bis 2,4 Mio. Besuchern aus.
Bundesgartenschau Wuppertal 2031 gGmbH
Verantwortet werden Planung, Organisation und Durchrührung der Bundesgartenschau 2031 seit dem 1. Januar 2023[7] von der Bundesgartenschau Wuppertal 2031 gGmbH in gemeinsamer Trägerschaft der Stadt Wuppertal und der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft. Geschäftsführerin ist Susanne Brambora-Schulz vom Regionalverband Ruhr.[13]
Zukunft
Die Areale und Infrastrukturmaßnahmen der Bundesgartenschau 2031 sollen auch nach deren Ablauf erhalten bleiben und ein Impuls für die langfristige, nachhaltige Stadtentwicklung sein. Insbesondere soll der Westen der Stadt mit der Erschließung neuer Naherholungsgebiete an Attraktivität gewinnen, auch im Kontext des neuen Wohnquartiers im Kernareal Tesche. Darüber hinaus soll der Zoo Wuppertal saniert und erweitert werden, neue Radwege gebaut und mit der Hängebrücke eine neue Nord-Süd-Verbindung über die Talachse geschaffen werden. Als wichtiger ÖPNV-Knotenpunkt während der Bundesgartenschau soll auch der Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel modernisiert und barrierefrei ausgebaut werden.
Weblinks
- Offizielle Website
- Projektseite der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG)
- Bundesgartenschau Wuppertal, offizielle Seite der Stadt Wuppertal
- Website des Fördervereins