Bundessortenamt
Deutsche Bundesoberbehörde für Zulassung von Pflanzensorten und Sortenschutz
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Das Bundessortenamt (BSA) ist als Sortenamt eine selbständige deutsche Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Das Amt hat seinen Sitz seit 1980 in Hannover (vormals in Rethmar) und unterhält derzeit sieben (früher 12) Prüfstellen in Deutschland.[3] Es wurde 1953 im Zuge des Saatgutgesetzes[4] gegründet und ersetzte das im April 1948 in Frankfurt am Main gegründete Sortenamt für Nutzpflanzen.[5] Das BSA verfügt über 447 ha Freiland-Anbaufläche und 8000 m² Gewächshausfläche (Stand 2019). Insgesamt wurden 2018 etwa 17.000 verschiedene Sorten angebaut.[6]
| Bundessortenamt – BSA – | |
|---|---|
| Stellung | Bundesoberbehörde |
| Aufsichtsbehörde | Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat |
| Gründung | 1953 |
| Hauptsitz | Hannover |
| Behördenleitung | Präsidentin: Karin Riemer |
| Bedienstete | 269 zuzüglich 10 Auszubildende[1] |
| Haushaltsvolumen | 29 Mio. EUR (2024)[2] |
| Netzauftritt | www.bundessortenamt.de |

Das BSA ist zuständig für die Zulassung von Pflanzensorten (Voraussetzung für das Inverkehrbringen von Saatgut) und den Sortenschutz, also den rechtlichen Schutz von neuen Pflanzensorten („Schutz des geistigen Eigentums“), soweit letzterer auf nationalrechtlicher Grundlage und nicht nach dem Recht der Europäischen Union[7] erfolgt; der Anteil der national geschützten Sorten liegt inzwischen bei deutlich unter 10 %. Rechts- und Prüfungsgrundlagen für die Arbeit des Bundessortenamts sind das Saatgutverkehrsgesetz und das Sortenschutzgesetz.
Organisation
Der Präsident leitet das Bundessortenamt und vertritt es nach außen. Des Weiteren gliedert sich das Amt in drei Abteilungen, die in Referate unterteilt sind.[8]
- Präsidentin: Karin Riemer
- Referat P 1: Nationale und internationale Sorten- und Saatgutangelegenheiten, Koordinierungsstelle zum BMEL
- Referat P 2: Kommunikation, Biopatent-Monitoring, Qualitätsmanagement
- Abteilung 1: Zentralabteilung
- Abteilung 2: Sortenzulassung, Sortenschutz, Genetische Ressourcen
- Abteilung 3: Prüfungsdurchführung
Präsidenten
- 1953–1968: Carl-Heinrich Roemer
- 1968–1993: Dirk Böringer
- 1993–1997: Rudolf Eisner[9]
- 1997–2000: Rolf Jördens
- 2000–2019: Udo von Kröcher
- 2020–2026: Elmar Pfülb
- seit 2026: Karin Riemer
Siehe auch
- Gemeinschaftliches Sortenamt (CPVO) der Europäischen Union
Literatur
Weblinks
- Website des Bundessortenamts
- Saatgutverkehrsgesetz
- Sortenschutzgesetz
- Verordnung über Verfahren vor dem Bundessortenamt (BSAVfV)
- Berliner Zeitung: Das Bundessortenamt in Hannover schafft Ordnung in der Natur – Der Kartoffel-Tüv, vom 26. Mai 2005, abgerufen am 2. September 2014
- Literatur von und über Bundessortenamt im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
