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Bundessortenamt

Deutsche Bundesoberbehörde für Zulassung von Pflanzensorten und Sortenschutz From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Bundessortenamt (BSA) ist als Sortenamt eine selbständige deutsche Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Das Amt hat seinen Sitz seit 1980 in Hannover (vormals in Rethmar) und unterhält derzeit sieben (früher 12) Prüfstellen in Deutschland.[3] Es wurde 1953 im Zuge des Saatgutgesetzes[4] gegründet und ersetzte das im April 1948 in Frankfurt am Main gegründete Sortenamt für Nutzpflanzen.[5] Das BSA verfügt über 447 ha Freiland-Anbaufläche und 8000 m² Gewächshausfläche (Stand 2019). Insgesamt wurden 2018 etwa 17.000 verschiedene Sorten angebaut.[6]

Schnelle Fakten Bundessortenamt – BSA –, Stellung ...
Bundessortenamt
– BSA –
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Stellung Bundesoberbehörde
Aufsichtsbehörde Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
Gründung 1953
Hauptsitz Hannover
Behördenleitung Präsidentin: Karin Riemer
Bedienstete 269 zuzüglich 10 Auszubildende[1]
Haushaltsvolumen 29 Mio. EUR (2024)[2]
Netzauftritt www.bundessortenamt.de
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Amtsgebäude in Hannover

Das BSA ist zuständig für die Zulassung von Pflanzensorten (Voraussetzung für das Inverkehrbringen von Saatgut) und den Sortenschutz, also den rechtlichen Schutz von neuen Pflanzensorten („Schutz des geistigen Eigentums“), soweit letzterer auf nationalrechtlicher Grundlage und nicht nach dem Recht der Europäischen Union[7] erfolgt; der Anteil der national geschützten Sorten liegt inzwischen bei deutlich unter 10 %. Rechts- und Prüfungsgrundlagen für die Arbeit des Bundessortenamts sind das Saatgutverkehrsgesetz und das Sortenschutzgesetz.

Organisation

Der Präsident leitet das Bundessortenamt und vertritt es nach außen. Des Weiteren gliedert sich das Amt in drei Abteilungen, die in Referate unterteilt sind.[8]

  • Präsidentin: Karin Riemer
    • Referat P 1: Nationale und internationale Sorten- und Saatgutangelegenheiten, Koordinierungsstelle zum BMEL
    • Referat P 2: Kommunikation, Biopatent-Monitoring, Qualitätsmanagement
  • Abteilung 1: Zentralabteilung
  • Abteilung 2: Sortenzulassung, Sortenschutz, Genetische Ressourcen
  • Abteilung 3: Prüfungsdurchführung

Präsidenten

  • 1953–1968: Carl-Heinrich Roemer
  • 1968–1993: Dirk Böringer
  • 1993–1997: Rudolf Eisner[9]
  • 1997–2000: Rolf Jördens
  • 2000–2019: Udo von Kröcher
  • 2020–2026: Elmar Pfülb
  • seit 2026: Karin Riemer

Siehe auch

Literatur

  • Frank Hinrichs: Wofür ein Bundessortenamt? In: Verwaltungsrundschau (VR). Zeitschrift für Verwaltung in Praxis und Wissenschaft. 52. Jg., 2006, ISSN 0342-5592, S. 89–92.

Einzelnachweise

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