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Bundesverband Deutsche Startups

Interessenvertretung der deutschen Startups From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Bundesverband Deutsche Startups e. V. (Eigenbezeichnung: Startup-Verband) ist ein Interessenverband der deutschen Startup-Branche. Gegründet wurde der Eingetragene Verein 2012 in Berlin als Repräsentant und Stimme der Startups in Deutschland.[4] Der Verband unterstützt deutsche Startups, indem er ihre Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit vertritt, und sich dafür einsetzt, Deutschland und Europa zu gründungsfreundlichen Standorten zu machen.

Gründung2012 in Berlin
SitzBerlin
ZweckInteressenverband deutscher Startup-Unternehmen
Schnelle Fakten Rechtsform, Gründung ...
Bundesverband Deutsche Startups
Logo
Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 2012 in Berlin
Sitz Berlin
Zweck Interessenverband deutscher Startup-Unternehmen
Vorstand Verena Pausder[1]
Geschäftsführer Christoph J. Stresing[2]
Geschäftsführerin Franziska Teubert[3]
Mitglieder 1200
Website startupverband.de
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Das Ziel ist ein gleichberechtigter Austausch zwischen Startups, etablierter Wirtschaft und Politik. Gründungswissen und -erfahrung sollen von Generation zu Generation weitergegeben werden und die Startup-Kultur in Mittelstand und Konzerne getragen werden.[5]

Gründung und Organisationsstruktur

Der Verband wurde im September 2012 von Florian Nöll, Thomas Bachem, David Hanf und Erik Heinelt sowie 14 weiteren Startup-Unternehmern gegründet. Konkreter Anlass der Gründung waren Pläne des Bundesrates für ein Gesetz, das Streubesitzdividenden besteuern sollte.[4]

Unter den früheren Vorsitzenden waren Florian Nöll (2012–2019) und Christian Miele (2019–2023). Seit Dezember 2023 steht die Unternehmerin und Investorin Verena Pausder an der Spitze des Verbands. Neben ihr gehören acht weitere Mitglieder zum Vorstand, so der Flix Gründer Jochen Engert und Helmut Schönenberger, Mitgründer der UnternehmerTUM GmbH.

Der Verband ist bundesweit organisiert und verfügt über 16 Landesgruppen, die die regionalen Startup Ökosysteme repräsentieren.[6] Die operative Leitung obliegt der Geschäftsführung, unterstützt vom geschäftsführenden und erweiterten Vorstand.[7]

Die Geschäftsführung liegt bei Christoph J. Stresing und Franziska Teubert.[8][9]

Der Verband veröffentlicht regelmäßig Regionalstudien über die Startup-Landschaften in verschiedenen Bundesländern, darunter Bayern und Sachsen.[10][11][12]

Kuratorium

Das Kuratorium des Verbands setzt sich aus Persönlichkeiten aus Venture Capital, Unternehmertum, Politik und Wissenschaft zusammen. Die Vorsitzenden sind Christian Miele, Robert Lacher, Miriam Wohlfarth und David Hanf.[13]

Mitglieder sind unter anderem Roland Berger, Ann-Kristin Achleitner, Brigitte Mohn, Gerhard Cromme, Jörg Rocholl, Miriam Meckel, René Obermann und Brigitte Zypries.

Mitgliedschaft und Netzwerk

Der Verband zählt über 1.200 Mitgliedsunternehmen. Zu den Mitgliedern gehören Startups, Scaleups, Investorinnen und Investoren sowie Unternehmen mit Bezug zum Startup-Ökosystem. Der Verband bietet eine Plattform zur Vernetzung und zum Austausch zwischen Gründerinnen, Gründern und wirtschaftlichen wie politischen Akteuren und Zugänge zu z. B. rechtlicher Beratung.[14]

Thematische Schwerpunkte, politische Positionen und Initiativen

Der Verband setzt sich für ein gründungsfreundliches Umfeld in Deutschland ein. Die thematischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Finanzierung, DeepTech und Bürokratieabbau. Zu den Initiativen des Verbands zählen Kampagnen wie #ESOPasap zur Reform der Mitarbeiterbeteiligung sowie #SIGNSMART zur Digitalisierung von Arbeitsverträgen. Darüber hinaus engagiert sich der Verband u. a. für mehr Diversität und einen höheren Anteil Gründerinnen im Startup-Ökosystem.[15][16][17][18][18]

Anlässlich der Bundestagswahl 2025 forderte er eine Startup-Strategie 2.0, um Innovationen zu fördern und Deutschland aus der wirtschaftlichen Stagnation zu führen.[19][20] Darüber hinaus setzte sich der Startup-Verband konkret erfolgreich für die Schaffung eines Digitalministeriums ein.[21]

Forschung

Der Startup-Verband ist Herausgeber empirischer Studien zum Deutschen Startup-Ökosystem. Seit den 2010er Jahren veröffentlicht er den Deutschen Startup Monitor, eine Studie um das deutsche Startup-Ökosystem.[22] Weitere regelmäßige Publikationen sind u. a. der Female Founders Monitor, der Migrant Founders Monitor sowie thematische Sonderstudien zu Künstlicher Intelligenz, Neugründungen oder regionalen Entwicklungen.[23][24][25]

Events

Der Startup-Verband veranstaltet regelmäßig eigene Events. Seit 2020 richtet er einmal pro Jahr die German Startup Awards aus, die Gründer und Investoren auszeichnen.[26]

Seit 2022 richtet der Verband regelmäßig stattfindende Town Halls mit Spitzenpolitikern aus. Zu den vergangenen Gästen gehörte auch Friedrich Merz.[27]

Kooperationen und Partner

Der Verband kooperiert mit verschiedenen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, um das Startup-Ökosystem zu stärken. Dazu zählen Projekte wie die Auskopplung zum Geschäftsklima aus dem jährlichen Deutschen Startup Monitor. Hierfür kooperiert der Verband mit dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung.[28][29] In Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung wurden in der Vergangenheit zwei Studien veröffentlicht.[30][31][32][33]

Einzelnachweise

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