Bundeszahnärztekammer

Die berufspolitische Dachorganisation aller Zahnärztinnen und Zahnärzte in Deutschland. From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Bundeszahnärztekammer, Arbeitsgemeinschaft der deutschen Zahnärztekammern e. V. (BZÄK) ist die Berufsvertretung aller Zahnärztinnen und Zahnärzte in Deutschland mit Sitz im Borsighaus in Berlin. Mitglieder der Bundeszahnärztekammer sind die Zahnärztekammern der Länder.

Gründung27. März 1953
SitzBorsighaus
(Chausseestrasse 13
10115 Berlin)
ZweckBerufsvertretung aller Zahnärzte in Deutschland
Schnelle Fakten Bundeszahnärztekammer, Arbeitsgemeinschaft der deutschen Zahnärztekammern (BZÄK), Rechtsform ...
Bundeszahnärztekammer, Arbeitsgemeinschaft der deutschen Zahnärztekammern
(BZÄK)
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 27. März 1953
Sitz Borsighaus
(Chausseestrasse 13
10115 Berlin)
Zweck Berufsvertretung aller Zahnärzte in Deutschland
Vorsitz Romy Ermler
Mitglieder 17 Landeszahnärztekammern
Website www.bzaek.de
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Den Vorstand der Bundeszahnärztekammer bilden der Präsident oder die Präsidentin, zwei Vizepräsidenten oder Vizepräsidentinnen sowie die Präsidentinnen und Präsidenten der (Landes-)Zahnärztekammern. Das höchste Entscheidungsgremium ist die Bundesversammlung. Die (Landes-)Zahnärztekammern entsenden Delegierte in die Bundesversammlung.

Die Bundeszahnärztekammer ist – im Gegensatz zu den Landeszahnärztekammern – keine Kammer oder sonstige Körperschaft des öffentlichen Rechts, sondern ein eingetragener Verein.

Interessensvertretung

Die Bundeszahnärztekammer vertritt nach eigenen Angaben die gesundheits- und professionspolitischen Interessen des zahnärztlichen Berufsstandes. Dabei ist sie dem Gemeinwohl verpflichtet. Ihr oberstes Ziel ist der Einsatz für ein freiheitliches, zukunftsorientiertes Gesundheitswesen. Sie fördert eine fortschrittliche, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Zahnheilkunde, die den Patienten in den Mittelpunkt stellt.

Aufgaben

Im Einzelnen gehören zu den Aufgabengebieten der Bundeszahnärztekammer[1]:

  • Vertretung des zahnärztlichen Berufsstandes gegenüber der Politik, den Medien und der breiten Öffentlichkeit auf Bundesebene
  • Schaffung von Rahmenbedingungen zur Erbringung und Anerkennung zahnmedizinischer Leistungen
  • Koordinierung und Weiterentwicklung der zahnärztlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit zahnärztlich-wissenschaftlichen Organisationen
  • Stärkung der Prävention und Gesundheitsförderung
  • Verbesserung der zahn-(medizinischen) Versorgung der Bevölkerung
  • Vertretung der Interessen der Zahnärzteschaft auf europäischer und internationaler Ebene

Gemeinsam mit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung gibt die BZÄK die Zahnärztlichen Mitteilungen heraus.

Präsidium

Präsidentin der Bundeszahnärztekammer und Präsidentin der Landeszahnärztekammer Brandenburg ist Romy Ermler. Ralf Hausweiler ist Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer und Präsident der Zahnärztekammer Nordrhein. Doris Seiz ist Vizepräsidentin der Bundeszahnärztekammer und Präsidentin der Landeszahnärztekammer Hessen. Die Amtsperiode beträgt 4 Jahre (2025–2029).

Statistik

Weitere Informationen männlich, weiblich ...
Zahnärzte in Deutschland[2]
 männlichweiblichinsgesamt
zahnärztlich tätig*36.99436.51773.511
ohne zahnärztl. Tätigkeit**16.08414.40330.487
Summe53.07850.920103.998
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* Einschließlich in Praxen tätige Assistenten, Praxisvertreter, angestellte Zahnärzte sowie Beamte und Angestellte außerhalb von Zahnarztpraxen
** Ohne zahnärztliche Tätigkeit sind u. a. Zahnärzte im Ruhestand.
Stand 31. Dezember 2024

Die Gesamtzahl der Zahnärzte lag zum 31. Dezember 2024 bei 103.998, davon waren 73.511 Personen zahnärztlich aktiv. 43.663 waren in eigener Praxis niedergelassen und 29.848 in einem Angestelltenverhältnis. Ohne zahnärztliche Tätigkeit waren 30.487 Personen (einschließlich Rentner).

Ehrungen

Die Bundeszahnärztekammer verleiht an verdiente Persönlichkeiten die Ehrennadel der deutschen Zahnärzteschaft in Silber und Gold.

Geschichte

Am 27. März 1953 wurde in Rothenburg/o. T. der „Bundesverband der Deutschen Zahnärzte“ (BDZ) gegründet. Ab 1990 wurde der Verband „Bundeszahnärztekammer“ genannt. Seit 1993 trägt die Bundeszahnärztekammer den Namen offiziell.

Weitere Informationen Amtszeit, Präsident ...
AmtszeitPräsident
12.01.1946 bis 27.10.1949Fritz Linnert
19.11.1949 bis 11.12.1965Erich Müller (Ehrenpräsident)
11.12.1965 bis 05.12.1969Walter Knott
05.12.1969 bis 09.05.1973Herbert Johannes Veigel
27.10.1973 bis 18.09.1981Werner Eggers
18.09.1981 bis 25.12.1986Horst Sebastian
14.02.1987 bis 22.09.1989Erich Pillwein
23.09.1989 bis 23.01.1993Adolf Schneider
23.01.1993 bis 03.11.2000Fritz-Josef Willmes (Ehrenpräsident)
03.11.2000 bis 25.10.2008Jürgen Weitkamp (Ehrenpräsident)
25.10.2008 bis 04.06.2021Peter Engel
04.06.2021 bis 31.10.2025Christoph Benz
seit 31.10.2025Romy Ermler
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Erich Pillwein war im Dritten Reich Mitglied der NSDAP, was jedoch vor, während und nach seiner Amtszeit verheimlicht wurde. Ebenso verheimlicht wurde die Nazivergangenheit des Vaters von Jürgen Weitkamp, Ernst Weitkamp, der während der NS-Zeit u. a. als Lagerzahnarzt im KZ Mauthausen eingesetzt wurde.[3]

Mitgliedschaften

Siehe auch

Einzelnachweise

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