Burak Yilmaz (Aktivist)

Pädagoge und Aktivist gegen Antisemitismus From Wikipedia, the free encyclopedia

Burak Yilmaz (* 1987) ist ein deutscher Pädagoge und Aktivist gegen Antisemitismus.[1]

Leben

Yilmaz wurde als Sohn einer kurdischen Mutter und eines türkischen Vaters in Duisburg geboren und wuchs in Duisburg-Obermarxloh auf.[1][2] Er besuchte das katholische Abtei-Gymnasium[3] und eine Koranschule. Von 2008 bis 2015 studierte er an der Ruhr-Universität Bochum Germanistik und Anglistik. Er schloss das Studium als Bachelor of Arts (Option Lehramt) ab. Yilmaz absolvierte außerdem eine Ausbildung zum Theaterpädagogen.[2]

Wirken

Von 2008 bis 2019 arbeitete Yilmaz als Betreuer in einem Jugendzentrum in Duisburg. In dieser Einrichtung initiierte er 2012 das Projekt „Junge Muslime in Auschwitz“ und organisierte Fahrten mit muslimischen Jugendlichen nach Auschwitz.[4][5] Als Auslöser für dieses Engagement beschreibt Yilmaz den Antisemitismus, den er bei den Jugendlichen erlebte, sowie die Tatsache, dass manche von ihnen aufgrund ihrer muslimischen Religionszugehörigkeit pauschal von der schulischen Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz ausgeschlossen wurden.[6] Er leitet die Theatergruppe „Die Blickwandler“, die nach einer gemeinsamen Fahrt nach Auschwitz das Stück Benjamin und Muhammed inszenierte.[7]

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh Burak Yilmaz 2018 das Bundesverdienstkreuz für sein vielfältiges Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus sowie für eine inklusive Erinnerungskultur.[1][4] Burak Yilmaz arbeitete als Berater des Bundesbeauftragten gegen Antisemitismus Felix Klein.[6][8]

2021 veröffentlichte Yilmaz im Suhrkamp Verlag sein Buch Ehrensache: Kämpfen gegen Judenhass. Er hält Vorträge zu den Themen: Geschichte in der Einwanderungsgesellschaft, Erinnerungskultur und Praxis, Islamismus und Rechtsextremismus, Biografiearbeit, Antisemitismus und Rassismus.

2025 erhielt Yilmaz gemeinsam mit Frank Joung den CIVIS Podcast Award. In der Begründung der Jury hieß es, die ausgezeichnete Folge des Podcasts „Halbe Katoffl“ erzähle „anhand einer Biografie exemplarisch ein Stück Einwanderungsgeschichte“.[9] Yilmaz selbst betreibt zusammen mit Abdul Chahin und Malte Küppers seit September 2023 den wöchentlichen Podcast „Brennpunkt“.[2][10]

Seit 2025 arbeitet Yilmaz zudem als Drehbuchautor für die Serie MARXLOH, die in 16 Folgen den letzten gemeinsamen Sommer einer Gruppe von Teenagern in Duisburg-Marxloh erzählt.[11]

Publikationen

Auszeichnungen

Einzelnachweise

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