Burg Arioka
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Die Burg Arioka (japanisch 有岡城 oder 在岡城 Arioka-jō) (im Englischen auch bekannt als Burg Itami (japanisch 伊丹城 Itami-jō)) war eine Japanische Burg aus der Muromachi-Zeit, die in Japan im Bezirk Kawabe der Präfektur Hyōgo in der nördlichen Provinz Settsu steht, die heutzutage das Stadtgebiet von Itami bildet. Ihre Ruinen sind seit 1979 geschützt als Denkmäler in Japan.[1] Die Ruinen des Schlosses stehen direkt vor dem heutigen Bahnhof Itami des Betreibers JR West.
| Burg Arioka | ||
|---|---|---|
Steinwand der Honmaru-Basis | ||
| Alternativname(n) | Burg Itami | |
| Staat | Japan | |
| Ort | Itami, Präfektur Hyōgo, Japan | |
| Entstehungszeit | Nanboku-chō | |
| Erhaltungszustand | Ruine, zerstört 1583 | |
| Bauweise | Flachlandschloss | |
| Geographische Lage | 34° 47′ N, 135° 25′ O | |
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Geschichte
Das Burg Arioka wurde als Burg Itami vom Samurai-Klan der Itami erbaut, der in der Nanboku-Zeit dieses Gebiet der Provinz Settsu beherrschte. Sie wurde 1472 umfassend umgebaut. 1574 ließ Araki Murashige die Burg abreißen und als eine der größten Burgen der Region wieder aufbauen. Er benannte sie auch in Burg Arioka um. Doch nachdem Araki jedoch gegen Oda Nobunaga rebellierte, wurde die Burg während der Belagerung von Itami (1579) angegriffen. Laut Turnbull wurde die Burg erobert, „indem man einen langen Tunnel von außerhalb der Mauern bis zu einer Stelle nahe dem Bergfried grub“.[2] 1580 wurde die Burg Ikeda Motosuke, einem von Nobunagas Generälen, zugesprochen. Ikeda wurde 1583 in ein neues Herrschaftsgebiet in der Provinz Mino versetzt und die Burg wurde aufgegeben.[3]
In ihrer Blütezeit erstreckte sich die Burg über 1,7 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und 0,8 Kilometer in Ost-West-Richtung. Sie war ein frühes Beispiel für eine Festungsanlage der Bauweise Sogamae (japanisch 総構え), bei der die gesamte Burgstadt durch einen vollständigen Schutzwall aus Gräben und Erdwällen Teil der Verteidigungsanlagen war. Die Anordnung der Straßen und Stadthäuser war ebenfalls in den Verteidigungsgürtel integriert. Die Flüsse Itami, Daroku und Ina bildeten natürliche Befestigungsanlagen und waren im Westen und Süden durch Gräben miteinander verbunden. Drei Festungen wurden an strategischen Punkten der äußeren Verteidigungslinie errichtet. Die Anlage war so widerstandsfähig, dass sie den Angriffen von Oda Nobunagas großem Heer ein Jahr lang standhielt.
Der östliche Teil der Burganlage wurde 1891 durch den Bau einer Eisenbahnlinie zerstört, und der größte Teil des Honmaru (Kernburg) ging verloren. Auf dem Gelände wurden ab 1975 archäologische Ausgrabungen durchgeführt, bei denen Überreste von Wassergräben, Brunnen und Steinmauern freigelegt wurden. In die Steinmauern waren Grabsteine und Steinpagoden integriert, die aus nahegelegenen buddhistischen Tempeln geplündert worden waren. Das Burggelände ist heute als öffentlicher Park zugänglich.[3]
Verkehrsanbindung
- Bahnhof Itami (Hankyu) auf der Hankyu-Itami-Linie
- Bahnhof Itami (JR West) auf der Fukuchiyama-Linie
Weiterführende Literatur
- William De Lange: An Encyclopedia of Japanese Castles. Toyo Press, Groningen 2021, ISBN 978-94-92722-30-0, S. 600 pages (englisch).
- Morton S. Schmorleitz: Castles in Japan. Charles E. Tuttle Co., Tokyo 1974, ISBN 0-8048-1102-4, S. 188 pages (englisch, archive.org).
- Hinago Motoo: Japanese Castles. Kodansha, Tokyo 1986, ISBN 0-87011-766-1, S. 200 pages (japanisch).
- Stephen Turnbull: [https://archive.org/details/japanesecastles00turn/page/n33 Japanese Castles] 1540-1640. Osprey Publishing, 2003, ISBN 1-84176-429-9, S. 64 pages (englisch, archive.org).

