Burg Friesenheim
abgegangene Wasserburg in Niederungslage im heute zu Ludwigshafen am Rhein gehörenden Stadtteil Friesenheim in Rheinland-Pfalz
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Die Burg Friesenheim ist eine abgegangene Wasserburg in Niederungslage im heute zu Ludwigshafen am Rhein gehörenden Stadtteil Friesenheim in Rheinland-Pfalz.
| Burg Friesenheim | ||
|---|---|---|
| Staat | Deutschland | |
| Ort | Ludwigshafen-Friesenheim | |
| Entstehungszeit | vor 1287 | |
| Burgentyp | Wasserburg | |
| Erhaltungszustand | abgegangen | |
| Geographische Lage | 49° 30′ N, 8° 24′ O | |
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Lage
Die Burg lag wohl am heutigen Westrand Friesenheims bei den Straßen Vordere Burgstraße, Hintere Burgstraße und Ritterstraße; womöglich auch unmittelbar nördlich der Luitpoldstraße. Seinerzeit lag dieses Gebiet außerhalb des Dorfes. Auf diese Stelle deuten auch die Gewanne „In der Burg“ und „In den Burggärten“ hin. Dennoch kann die Lage der Burg nicht exakt bestimmt werden, da keine Überreste vorhanden sind.
Der fragliche Bereich soll 1724 noch von einem Graben umfasst gewesen sein. Insbesondere wegen diesen Grabens schließt man darauf, dass es sich um eine Wasserburg gehandelt haben muss. Ein südlich gelegenes Areal wurde noch im 19. Jahrhundert als „Burggärten“ bezeichnet.
Geschichte
Im 12. Jahrhundert begannen die Grafen von Lauffen ihre Besitzungen in Friesenheim, das zum Hausgut der Salier gehörte, an ein Ministerialengeschlecht aus Worms zu verleihen, die sich daraufhin den herrschaftlichen Familiennamen „Ritter von Friesenheim“ gaben. Die Ministerialen residierten jedoch nie in Friesenheim, sondern blieben zunächst Wormser Bürger. Später spaltete sich das Geschlecht in mehrere Linien auf, von denen nur noch die Wormser Linie den Namen „von Friesenheim“ beibehielt. Nachdem das Friesenheimer Lehen an die Kropsburger Linie fiel, verkauften diese ihren Besitz in Friesenheim um ca. 1280 an die Grafen von Dürn. Diese verkauften ihn anschließend an den römisch-deutschen König Rudolf I. Er gab die Besitzungen 1288 wiederum an die Pfalzgrafen bei Rhein.[1]
Eine Burg in Friesenheim (castrum et villam Friesenhaim) wird erstmals 1287 sicher urkundlich erwähnt, womöglich auch schon um 1230. 1291 wird die Burg erneut erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Burg in Besitz der Pfalzgrafen bei Rhein. Da die Ritter von Friesenheim nie vor Ort residierten, scheiden diese als mögliche Erbauer aus. Vielmehr kommen als Erbauer etwa die Pfalzgrafen oder das Heilige Römische Reich in Betracht. Es wird vermutet, dass die Burg in den folgenden Jahrzehnten auch von den zahlreichen neuen Ministerialen Friesenheims genutzt worden sein könnte. Wann die Burg abgegangen ist, kann nicht mehr bestimmt werden. Es ist möglich, dass sie bereits im 14. Jahrhundert aufgegeben wurde. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts sollen nur noch wenige Reste der Burg sichtbar gewesen sein.
Weblinks
- Burg Friesenheim in der privaten Datenbank Alle Burgen.
- Reinhard Friedrich: Friesenheim in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts
