Burg Schreckenstein
Jugendbuchserie von Oliver Hassencamp
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Burg Schreckenstein ist eine Jugendbuchserie von Oliver Hassencamp, geschrieben zwischen 1959 und 1988. Die Serie umfasst 27 Bände, die bis 1993 im Franz Schneider Verlag erschienen sind. Die Illustrationen der Schneider-Auflage stammen größtenteils von Nikolaus Moras. Im Jahr 2000 erschien eine überarbeitete Neuauflage im Omnibus-Verlag; die Illustrationen dieser Ausgabe wurden von Silvia Christoph angefertigt.

Handlung
Die Serie beschreibt die Abenteuer einer Jungenschule, die aus Raumnotgründen aus Neustadt in die Burg Schreckenstein umziehen musste. Von der neuen Umgebung beeindruckt und in dieser neuen Gemeinschaft, die mit den Lehrern auf engem Raum zusammenlebt, entscheiden sich die Jungen, den Idealen der alten Burgbewohner entsprechend zu leben und sich an die Regeln von Fairness, Ehrlichkeit und Wahrheit zu halten. Seitdem nennen sich die Jungs entsprechend „Ritter“.
Ein fortlaufendes Plot-Element ist der ständige, aber freundschaftliche Kleinkrieg mit den Schülerinnen des Mädcheninternats Schloss Rosenfels, der in Form von – meist nächtlichen – Streichen ausgeführt wird. Oft finden sich aber auch Geschichten, in denen die „Ritter“ gegen die Schüler der Neustädter Schulen Ebert und Franz-Josef antreten, ihren Ruf vor dem Schulamt und der Öffentlichkeit verteidigen und sich gegen Vorurteile behaupten müssen. Ein mehrfach verwendetes Motiv ist auch die Integration neuer Schüler in die „Ritterschaft“, die oft nicht ohne Konflikte abläuft.
Die Bücher erklären nie, wo sich die Burg und ihre Umgebung geografisch befinden; die Ortsnamen deuten aber auf Oberschwaben hin. Das wird besonders im dritten Band der Serie deutlich, in dem Andi und Dampfwalze per Rad durch die Schweiz nach Italien reisen, um dort an einem Radrennevent teilzunehmen. Die Handlung enthält mehrere Referenzen zur Biografie des Autors: Hassencamp besuchte das Internat Schloss Salem, war Mitglied in einer Jazzband und begeisterter Radfahrer.
Die Bücher benutzen die Erzählweise der floating timeline: Obwohl sich zwischen dem Erscheinen der Bücher real teilweise ein Zeitraum von mehreren Jahrzehnten erstreckt, ist einerseits die „Gegenwart“ des gerade erschienenen Buches mit der des Erscheinungszeitpunktes identisch, obwohl andererseits in der Handlung seit den Ereignissen der vorherigen Bücher kaum Zeit vergangen ist. Der Zeitrahmen der Serie „fließt“ also gewissermaßen durch die Zeit. Dies bewirkt nicht nur, dass die Protagonisten (im Unterschied etwa zur Buchreihe Harry Potter) nicht oder kaum altern, und dass sich die einzelnen Schüler stets in derselben (oder doch sehr nahe zusammenliegenden) Jahrgangsstufe befinden, sondern etwa auch, dass ohne weitere Erklärungen modernere Technik Einzug ins Schreckenstein-Universum halten kann.
Das letztliche Schicksal der Burgschule Schreckenstein – bezüglich der öffentlichen Anerkennung durch das Schulamt – ist nach dem Band Geflüster auf Burg Schreckenstein durch den Unfalltod des Autors ungeklärt geblieben.
Veröffentlichungen
Die Bände 1 bis 4 erschienen bereits in den 1960er Jahren als „Schneider-Buch“ und trugen noch nicht das Schreckenstein-Logo. Band 1 wurde illustriert von Ulrik Schramm, Band 2 von Walter Rieck und Band 3 und 4 von Kurt Schmischke. Band 1 und 2 wurden auch mit dem Logo „Goldenes Schneider-Buch“ veröffentlicht, welches bei Auflagen von über 100.000 Stück verwendet wurde. Ab Band 5 wurden das Titelbild und Illustrationen von Nikolaus Moras gestaltet, welches erstmalig das Schreckenstein Logo trug. Die Bände 1 bis 4 erhielten bei ihren Neuveröffentlichungen dann auch ein Titelbild von ihm. Neben den Einzelbänden wurden auch Sammelbände veröffentlicht, welche jeweils 3 Bände enthielten. In den 1990er Jahren erschien eine Neuauflage der Einzelbände mit überarbeitetem Cover, bei denen alle 27 Buchrücken aneinandergereiht das Schreckenstein Logo ergeben. 2000 kam es dann zur auch inhaltlich überarbeiteten Neuauflage durch den Omnibus Verlag.
Eine kunstvoll gestaltete Gesamtausgabe umfasst zwei Bände mit je 552 Seiten:
- Burg Schreckenstein Gesamtausgabe Band 1–14 (1990)
- Burg Schreckenstein Gesamtausgabe Band 15–27 (1991)
2003 veröffentlichte der Bassermann Verlag drei Sammelbände:
- Spaß auf Burg Schreckenstein (Bände 1–4)
- Spuk auf Burg Schreckenstein (Bände 5–9)
- Abenteuer auf Burg Schreckenstein (Bände 10–14)
Bände
Die einzelnen Bände, aufgeführt nach Erscheinungsdatum:
Band 1: Die Jungens von Burg Schreckenstein, 1959
Die älteste Schule von Neustadt ist seit langem viel zu klein. Nachdem andere Lösungen sich als nicht durchführbar erweisen, bietet Graf Bodo von Schreckenstein an, die Schule auf seiner Burg aufzunehmen. Da die Burg 40 Kilometer von Neustadt entfernt ist, ergibt sich daraus, dass die Schüler auch dort wohnen.
Die Burg beeindruckt die Jungen, und nachdem sie zunächst festgestellt haben, dass es nicht so viel Spaß macht, die Lehrer zu ärgern, wenn man später am selben Tag mit ihnen zusammen am Esstisch sitzt, beschließen sie, fortan nach dem Vorbild der Ritter zu leben, die sie als faire und harte Kerle einstufen. Mit dem Schwur „Ich will auf Schreckenstein allzeit fair und ehrlich sein“ verpflichten sie sich zu Ehrlichkeit und schwören „unritterlichen“ Angewohnheiten wie Rauchen und Alkohol ab; von da an bezeichnen sie sich selbst als Ritter, was nicht selten zu Spötteleien Außenstehender führt.
Mit Stefan Breuer kommt ein neuer Schüler an die Schule, der zunächst mit den neu gefundenen Werten nichts anfangen kann. In der ersten Zeit hält nur Schulkapitän Ottokar zu ihm, der auch im weiteren Verlauf der Serie Stefans bester Freund bleibt. Während Ottokar Stefan in kleinen Schritten das Leben auf der Burg näherbringt, greifen andere zu radikaleren Mitteln.
Bei einem der Streiche, die er erdulden muss, belauscht Stefan ungewollt ein Gespräch zwischen dem Burgherrn und einem gewissen Klinke. Der macht dem Grafen ein Angebot, die Burg für ein Sanatorium zu mieten, die Schule müsste dafür allerdings weichen.
Stefan und Ottokar, dem er sich als Einzigem anvertraut, finden heraus, dass Klinke ein Lokal in Neustadt gehört, die Grüne Eule. Um mehr herauszufinden, schleichen sie sich nachts aus der Burg und fahren nach Neustadt.
In der Grünen Eule treffen sie ausgerechnet auf ihren Lehrer Dr. Waldmann und lernen seine Tochter Sonja kennen, die sich als Sängerin im Lokal das Geld für ihr Studium verdient. Sie weihen beide ein, und Sonja verspricht ihnen, sich umzutun, ob sie mehr über Klinkes Pläne herausfinden kann.
Klinke lässt Kisten auf die Burg liefern, die angeblich Geräte für das geplante Sanatorium enthalten. Einen Schulausflug der Schreckensteiner will er nutzen, um ungestört den Teil der Burg zu besichtigen, den die Schule nutzt. Ottokar, Stefan und Dr. Waldmann schaffen es, sich dem Schulausflug zu entziehen, und versetzen zusammen mit Sonja, die eigens aus Neustadt kommt, die Burg mit allerlei kleinen Hilfsmitteln in einen Zustand, der sie völlig verlottert und schwerst sanierungsbedürftig wirken lässt. Angesichts der Kosten, die damit auf ihn zukommen würden, streicht Klinke seine Pläne.
Allerdings haben Ottokar, Stefan und die Waldmanns damit auch den Burgherrn so verärgert, dass er der Schule fristlos kündigen will. In der Zwischenzeit hat jedoch Dr. Waldmann, der sich vorher noch dagegen gesperrt hat, Klinkes Kisten aufgebrochen: Sie enthalten Spieltische, Klinke wollte auf der Burg kein Sanatorium, sondern ein Spielcasino errichten. Froh, vor einem großen Fehler bewahrt worden zu sein, sichert Graf Schreckenstein der Schule zu, dass sie dauerhaft bleiben darf. Auch Stefan ist nun endgültig in der Gemeinschaft der „Ritter“ angekommen, auch wenn es weiterhin Reibereien mit Dampfwalze gibt, insbesondere durch die Rivalität im Kugelstoßen.
Band 2: Auf Schreckenstein geht’s lustig zu, 1960/61
Seit sie gemeinsam die Einrichtung eines Spielcasinos auf Schreckenstein verhindert haben (siehe Band 1), haben Ottokar und Stefan ein enges Verhältnis zu ihrem Lehrer Dr. Waldmann und seiner Tochter Sonja. Als Sonja eines Nachmittags zu Besuch auf der Burg ist, erfahren die Jungen, dass sie inzwischen ihr Studium abgeschlossen hat und als Musiklehrerin in einem Mädchenpensionat, Schloss Rosenfels, arbeitet, direkt auf der anderen Seite des Kappelsees. Über Kaffee, Kuchen und Austausch vergessen alle die Zeit, sodass Sonja den letzten Bus verpasst. Ottokar und Stefan bieten ihr an, sie über den See zu rudern, die schnellste und unkomplizierteste Alternative. Dr. Waldmann zögert, stimmt aber schließlich zu.
Nachdem sie Sonja über den See gerudert und bis zum Rand der Wiese vor dem Schloss geleitet haben, beschließen Ottokar und Stefan, sich noch ein wenig umzusehen. Dabei sehen sie nicht nur, dass sämtlich Fenster im ersten Stock offenstehen, sie finden auch eine ungesicherte Leiter und einige Holzknüppel. Das bringt sie auf die Idee, den Rosenfelserinnen einen kleinen Streich zu spielen: Sie klettern in die Klassenzimmer und verkeilen die Türen, sodass sie sich vom Flur aus nicht mehr öffnen lassen. Ihre Anwesenheit bleibt unbemerkt, auch Dr. Waldmanns Frage, warum sie so lange weg waren, können sie ausweichen.
Auf der Burg setzt Graf Schreckenstein eine Feuerwehrübung an. Die Jungen sollen unter anderem lernen, mit dem jahrhundertealten Spritzenwagen umzugehen, aber auch, wie sie sich im Notfall zu verhalten haben. Doch die Jungen nehmen die Sache nicht richtig ernst, bedingt auch durch die seltsame Bekleidung des Burgherrn, und die Übung ist schlecht organisiert. Dadurch geht einiges zu Bruch, und Graf Schreckenstein ist entsprechend verärgert. Schulleiter Meyer trägt den Schülern auf, sich etwas zu überlegen, womit sie dem Grafen eine Freude machen können.
Bei einem neuerlichen Besuch von Sonja erfahren Ottokar und Stefan, dass die Schulleiterin von Rosenfels, Dr. Adele Horn, zwei ihrer Schülerinnen verdächtigt, den Streich mit den verrammelten Türen begangen zu haben. Beweise gibt es zwar nicht, aber Beatrix und Mückes Schwester Ingrid gelten als ständig ungehorsam, das genügt der Direktorin, um sie zu bestrafen. Ottokar und Stefan sind sich einig, dass sie das nicht so stehenlassen können, und suchen nach einer Gelegenheit, nach Rosenfels zu rudern, um die Sache klarzustellen.
Sie schlagen ihrem Schulleiter vor, als Entschuldigung für die missratene Feuerwehrübung einen Hochsitz für Graf Schreckenstein zu bauen, der auch Jäger ist. Der Rex gestattet ihnen das und stellt sie von anderen Pflichten frei. Da das gräfliche Jagdrevier große Teile des Sees umspannt, kann es nicht auffallen, wenn Ottokar und Stefan mit dem Boot losfahren.
Die beiden Jungen rudern nach Rosenfels und lassen sich zunächst zu Sonja bringen. Die will ihnen erst nicht helfen, weil sie neu an der Schule und die Direktorin ihr ohnehin nicht besonders wohlgesonnen ist. Schließlich lässt sie sich aber überzeugen, zusammen mit Ottokar und Stefan zur Direktorin zu gehen. Frau Dr. Horn hält den Jungen eine Standpauke, auch Sonja bleibt nicht verschont, kommt aber besser weg, als sie befürchtet hat. Die Direktorin lässt auch die beiden zu Unrecht bestraften Mädchen holen, weil Ottokar und Stefan darauf bestehen, sich persönlich zu entschuldigen. Selbst entschuldigt sie sich nicht für die zu Unrecht verhängte Strafe.
Als Ottokar und Stefan zu der Bucht zurückkehren, die Rosenfels als Hafen dient, finden sie ihr Boot bis zum Rand mit Wasser gefüllt vor. Unter dem Spott der Rosenfelser Mädchen müssen sie lange schuften, bis sie endlich losrudern können, und werden zum Schluss noch einmal von allen Seiten nassgespritzt. Trotzdem beschließen sie, noch nach einem geeigneten Platz für den Hochsitz zu suchen, und werden auch fündig.
Auf Schreckenstein werden sie schon am Steg erwartet: Der Rex hat in der Zwischenzeit einen Anruf von Dr. Horn bekommen, die sich bei ihm über die beiden Jungen und den Streich beschwert hat. Er schärft ihnen ein, dass die Regeln, die sie sich auf der Burg gegeben haben, für Außenstehende nicht ohne Weiteres nachvollziehbar sind, lässt aber auch durchblicken, dass er den Streich als solchen witzig findet. Darum, was ihre Kameraden davon halten, dass sie in ein Mädchenpensionat eingestiegen sind, müssen sie sich selbst kümmern. Er vermutet richtigerweise, dass der Streich nicht als Heldentat betrachtet werden wird. Vor allem Dampfwalze tut sich dabei hervor, Ottokar und Stefan zu verspotten.
Ingrid und Beatrix sinnen auf Rache. Zusammen mit drei anderen Mädchen rudern sie nachts nach Schreckenstein. Auch Sonja überreden sie, mitzumachen, weil sie auf deren Ortskenntnis angewiesen sind. Sie nehmen sämtliche Kleider der Ritter aus den Schränken und hängen sie an einer langen Leine über dem Burghof auf. Beatrix stößt dabei auf Stefans Akkordeon und will unbedingt auch das wegnehmen. Dabei wird sie unvorsichtig, und Stefan erwischt sie. Weil er befürchtet, nur noch mehr Ärger mit den anderen zu bekommen, wenn er sie weckt, lässt er sie laufen. Er geht davon aus, dass sie allein ist und nur sein Akkordeon stehlen wollte.
Später in der Nacht geht ein heftiger Regen auf die Burg nieder, sodass die Ritter den nächsten Tag notgedrungen im Schlafanzug verbringen müssen. Stefan kann nicht mehr verheimlichen, dass er Beatrix erwischt hat, aber selbst ohne das wäre klar, wer der Ritterschaft das eingebrockt hat: Ottokar und Stefan. Die Erwartung ist klar, die beiden haben schnellstmöglich einen Plan zu präsentieren, wie die Scharte ausgewetzt werden kann.
Während sie überlegen, wie dieser Plan aussehen könnte, stellen Ottokar und Stefan den Hochsitz fertig. Der Graf freut sich sehr, lobt die Arbeit und vermacht der Schule zum Dank die Feuerspritze. Das bringt Stefan auf die Idee: Dr. Waldmann überzeugt Sonja, mit den Mädchen, die sie nachmittags beim Schwimmen zu beaufsichtigen hat, nach Schreckenstein zu kommen, wo die Jungen den Rosenfelserinnen ohne Vorwarnung eine Wasserschlacht liefern. Ein Großteil der Schreckensteiner Ruderboote kreist die Boote der Mädchen ein und spritzt sie mit gezielten Ruderschlägen nass. Die Hauptwaffe der Jungen ist aber die Feuerspritze, die auf zwei miteinander verschraubte Boote verbracht wurde. Dem haben die Mädchen nichts entgegenzusetzen, doch auch Beatrix darf sich als Siegerin fühlen, denn es gelingt ihr, schwimmend das Doppelboot mit der Spritze zu erreichen und Stefan und Dampfwalze ins Wasser zu ziehen. Als die Mädchen sich schließlich auf den Rückweg machen, sind alle versöhnt.
Im Anschluss an dieses Ereignis geht es zwischen den Schulleitungen hin und her. Der Rex, der den Streich ausdrücklich gestattet hat, ist dafür recht dankbar, bietet sich ihm doch so die Möglichkeit, der Kollegin das eigene System näherzubringen. Am Ende lädt Frau Dr. Horn die Schreckensteiner zur Versöhnung zu einem großen Fest auf Rosenfels ein. Für alle Schreckensteiner außer Ottokar, Stefan und Mücke (wegen seiner Schwester) ist es der erste Kontakt mit den Rosenfelserinnen. Während des Fests kommen Stefan und Beatrix sich freundschaftlich näher.
Band 3: Auf Schreckenstein gibt’s täglich Spaß, 1966
Andi, passionierter Rennradfahrer und Fan von Indianerspielen, zieht mit seinen Eltern nach Neustadt, wo sein Vater einen neuen Posten als Polizeichef antritt. Doch an seiner neuen Schule läuft von Anfang an alles schief: Beim Handballspiel gegen Schreckenstein als Torwart aufgestellt, kassiert er zehn Tore in einer Halbzeit, und nach einem handgreiflichen Streit mit einem Mitschüler, der darin gipfelt, dass er den Jungen an den Marterpfahl bindet, steht Andi vor dem Rauswurf. Seine Eltern zeigen sich unerwartet verständnisvoll, sie hätten sich in der Eile des Umzugs wohl für die falsche Schule entschieden. Sie haben beschlossen, dass Andi bei nächster Gelegenheit auf die Burg Schreckenstein wechseln soll.
Um herauszufinden, ob die Schreckensteiner wirklich so rau sind, wie man an der Ebert-Schule munkelt, fährt Andi mit dem Rad zur Burg. Er hofft, die Schüler heimlich beobachten zu können, doch Ottokar findet das im Wald abgestellte Fahrrad, sodass Andi gezwungen ist, sich zu zeigen. Dabei erweisen sich die Schreckensteiner als offen und fair und verspotten ihn auch nicht, als sie in ihm den schwachen Torwart der Ebert-Schule erkennen. Andi wird zum Mittagessen eingeladen, durch die Burg geführt und erfährt viel über den Tagesablauf auf Schreckenstein.
Nach dem Wechsel lebt Andi sich schnell ein auf der Burg, auch wenn die erste Zeit anstrengend ist. Ein ständiger Balanceakt ist der Umgang mit seiner Vorliebe für Indianer: Auf der einen Seite spürt er, dass einige Mitschüler das albern finden, auf der anderen Seite fordert Dampfwalze ihn immer wieder heraus, Anschleichen und andere Fähigkeiten zu zeigen, die er sich angeeignet hat.
Nachdem die Schreckensteiner von der Angelegenheit mit dem Marterpfahl erfahren haben, stellen sie Andi auf die Probe: In der Folterkammer spannen sie ihn auf die Streckbank und entzünden ein Feuer an seinen Füßen, wie er es bei seinem Mitschüler gemacht hat. Andi beeindruckt sie mit Standhaftigkeit, und er kann die Ritter davon überzeugen, dass er den Streit in Neustadt nicht angefangen hat.
Auf Initiative von Stefan, der Verstärkung für die Horror Rock Jazz Band sucht, beginnt Andi, Trompete zu lernen. Doch nachdem Lokalredakteur Mücke in der Schulzeitung Wappenschild die Befürchtung äußert, das Bemühen um Andi mit dem Interesse an seinen Indianerfähigkeiten einerseits und dem Versuch, ihn zum Trompeter für die Band aufzubauen, andererseits könnte die Schülerschaft spalten, ziehen sich Stefan und Dampfwalze merklich von Andi zurück. So hat Andi wieder mehr Zeit als zuvor und besinnt sich wieder auf sein Rennrad, das er zuletzt wenig benutzt hat.
Gleich bei der ersten Trainingsfahrt um den Kappelsee trifft er auf Sonja Waldmann und einige Rosenfelserinnen. Von ihnen erfährt er, dass Graf Schreckenstein kurz zuvor bei Verwandten zu Besuch war und nun seinerseits die Familie auf den Schreckenstein eingeladen hat. Die Mädchen erwarten, dass die Ritter bei dieser Gelegenheit einen tollen Streich machen, und Andi wittert seine Chance. Die anderen wissen offensichtlich noch gar nichts von der anstehenden Feier, er könnte ihnen also zuvorkommen.
Tatsächlich bleiben die anderen Ritter ahnungslos, bis der Rex am Vorabend der Feier die Schüler bei einer kurzen Schulversammlung auffordert, sich während der Feier ordentlich und weniger lautstark zu gebärden. Einen Streich planen sie nicht.
Als Graf Schreckenstein die Verwandtschaft im Rittersaal empfängt, sind fünf der dort ausgestellten Rüstungen besetzt. Neben Andi stehen die vier „Miniritter“ Herbert, Eberhard, Egon und Kuno stocksteif auf den Podesten; er hat sie bewusst ausgewählt, zum einen, weil sie am besten in die Rüstungen passen, zum anderen, weil sie bei den führenden Rittern um Ottokar etwas unter dem Radar laufen. Die fünf Jungen schauen sich den Empfang zunächst eine Weile an, ehe sie beginnen, im Wechsel Hundegebell ertönen zu lassen, sodass die Festgesellschaft auf der Suche nach dem vermeintlichen Hund kreuz und quer durch den Saal hetzt. Schließlich geben sie sich zu erkennen und bekommen Beifall für den gelungenen Streich, den die Gäste sehr unterhaltsam finden. Graf Schreckenstein erlaubt ihnen, die Rüstungen kurz auszuleihen, um hinüberzugehen in den Speisesaal der Schule, wo die anderen gerade beim Mittagessen sitzen.
Der Erfolg weckt den Ehrgeiz der anderen Schreckensteiner. Eine Gruppe um Ottokar und Stefan schafft sämtliche Fahrzeuge der Lehrer, vom Motorrad bis zu Dr. Schülers Sportwagen, in den Speisesaal und präsentiert sie dort in einer Art Mobilausstellung. Andi und die Miniritter beobachten die Kameraden und holen, nachdem die fertig sind, Paule, das Skelett aus der Folterkammer, und ein weiteres Skelett aus der Sammlung für den Biologieunterricht als „Fahrer“.
Der Streich kommt bei den meisten gut an, nur Dampfwalze kocht. Damit er ihnen nicht ins Gehege kommt, haben Ottokar und Stefan ihm vorgespiegelt, dass die Rosenfelserinnen einen Streich planen; er hat die ganze Nacht am Bootssteg Wache gehalten. Um Ottokar und Stefan zu übertrumpfen, bringt Dampfwalze nachts zusammen mit Klaus und Dieter die Ackerpferde des Burgherrn in den Speisesaal. Da das für die Tiere reine Quälerei ist, ist das für die anderen jedoch kein Streich, und der Rex verhängt einen Strafmarsch nach Krumpingen, hin und zurück vier Stunden.
Seit einiger Zeit gehört Andi zur Redaktion des Wappenschild, hat sich dort aber bis dahin ausschließlich um die technischen Aufgaben gekümmert. Nun ermuntert Mücke ihn, auch einmal etwas für die Schülerzeitung zu schreiben. Zur selben Zeit beginnt Dampfwalze, sich fürs Rennradfahren zu interessieren. Nach ein paar Probefahrten auf Andis Rennrad besorgt er sich die nötigen Bauteile, um sein Rad zum Rennrad umzurüsten, und trainiert gemeinsam mit Andi. Andi bemerkt, dass Dampfwalzes Stärke eher in Flachrennen liegen würde, und meint scherzhaft, dass Dampfwalze, wenn er auch Etappenfahrer werden will, gerade die beste Gelegenheit hätte, von den Profis zu lernen: In Italien läuft gerade das Giro, und in wenigen Tagen steht dort die schwere Bergetappe übers Stilfser Joch an.
Daraus entwickelt Dampfwalze einen Plan: Sie fahren gemeinsam zum Giro. Dann kann er lernen, und Andi kann eine Reportage für den Wappenschild schreiben. Zunächst scheint es ein Ding der Unmöglichkeit, doch als die beiden Jungen sich etwas genauer damit befassen, sieht es doch machbar aus. Schreckenstein liegt nicht so weit von der Grenze zur Schweiz entfernt, und Dampfwalze hat im Engadin eine Tante, bei der sie übernachten können. Damit der Rex sie nicht bei der Polizei vermisst meldet, hinterlassen sie eine Nachricht bei Sonja Waldmann, mit der Maßgabe, sie erst zu überbringen, wenn sie schon außer Reichweite sind.
Ein LKW-Fahrer, mit dem sie unterwegs an einem Erfrischungsstand ins Gespräch kommen, nimmt Andi und Dampfwalze mit bis hinter die italienische Grenze. So sparen die beiden Jungen sich viel Mühe und sind schneller am Ziel als geplant, verpassen allerdings die Übernachtung bei Dampfwalzes Tante und versäumen es auch, ihr Bescheid zu sagen. Abends finden sie eine Herberge mit einem zum Glück radsportbegeisterten Wirt, der sie aufnimmt und auch dafür sorgt, dass Dampfwalzes Tante informiert wird. Unterdessen schickt der Rex den Jungen Dr. Schüler hinterher, der Italienisch spricht.
Am Stilfser Joch kommen Andi und Dmapfwalze am nächsten Tag mit einem Kameramann ins Gespräch. Er überredet sie, einen Teil des Anstiegs zur Passhöhe zu fahren, sobald die Teilnehmer des Rennens durch sind, und bringt sie als „Giganten der Landstraße von morgen“ ins Fernsehen. Die Übertragung wird von allen Schreckensteinern verfolgt, die so auch Zeuge werden, dass Dampfwalze verletzt ist, als Dr. Schüler ihn schließlich in Empfang nimmt: Ein unvorsichtiger Zuschauer hat ihn aus dem Sattel geworfen.
Spät in der Nacht kommen Andi und Dampfwalze mit Dr. Schüler zurück auf die Burg. Der Rex, der weiß, dass ohnehin niemand schläft, lässt sofort eine Schulversammlung einberufen. Er anerkennt Andis und Dampfwalzes Leistung, weist aber auch darauf hin, dass mit beider Eltern, die natürlich verständigt werden mussten, und Dampfwalzes Tante mehrere Personen geschädigt, nämlich in große Sorge versetzt wurden. Zur Strafe müssen Andi und Dampfwalze das Benzin bezahlen, das Dr. Schüler ihretwegen verfahren hat. Als die Versammlung auseinandergeht, nimmt Stefan Andi an die Seite und kündigt ihm an, dass er in der nächsten Nacht zum Ritter geschlagen werden soll.
Band 4: Die Schreckensteiner auf der Flucht, 1969
Kurz nachdem Schreckensteiner und Rosenfelserinnen gemeinsam auf Schloss Rosenfels Karneval gefeiert haben, fällt auf Burg Schreckenstein bei mehr als 20 Grad unter dem Gefrierpunkt die Heizung aus. Zunächst versucht Schulleiter "Rex" Meyer, die Situation durch Improvisation zu überbrücken: Geschlafen wird im Ess-Saal, der sich mit einem Kamin beheizen lässt, Essen, Unterricht und Freizeit finden im Wohnzimmer und in den Privaträumen der Lehrer statt, die ebenfalls über Kamine verfügen. Einige Aktivitäten wie Leichtathletiktraining und die Proben der Horror Rock Band fallen aus.
Gleichzeitig liegt bei der Wahl der Bekleidung der Fokus darauf, sich warmzuhalten, das Erscheinungsbild wird zweitrangig. Einher geht damit eine gewisse Nachlässigkeit, was das regelmäßige Wechseln der Kleidung betrifft. Daraus entwickelt sich ein Wettbewerb, wessen Hemd – fortan Trimesterhemd geheißen – durch den Schmutz am besten aufrecht stehen bleibt.
Doch der Fachmann, der aus Neustadt geholt wird, stellt fest, dass die Heizung nicht kurzfristig repariert werden kann. Auf Dauer ist das Provisorium jedoch nicht vertretbar. Nach längeren Überlegungen, in die auch das Kultusministerium involviert ist, fällt die Entscheidung, dass die Schreckensteiner bis zur Reparatur der Heizung nach Rosenfels ziehen. Direktorin Dr. Horn ist damit alles andere als einverstanden, kann aber nicht ablehnen, da das Schloss wie die Burg Graf Schreckenstein gehört.
Sie versucht jedoch, den Kontakt zwischen ihren Schülerinnen und den Jungen von der Burg auf ein Minimum einzugrenzen. Die Mädchen werden im Schloss eingesperrt, die Jungen werden außerhalb in den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden untergebracht und dürfen das Schloss nur zu den Mahlzeiten betreten. Die Trennung lässt sich jedoch nicht durchhalten: Einerseits muss Frau Dr. Horn einsehen, dass die Schreckensteiner für einen zielführenden Unterricht entsprechend ausgestattete Klassenräume benötigen, die es in den Wirtschaftsgebäuden nicht gibt, andererseits gelingt es den Rittern, sie mit Höflichkeit milde zu stimmen.
Nach einem heimlichen Treffen unternehmen Rosenfelserinnen und Schreckensteiner einen gemeinsamen Streich und stellen alle Uhren im Schloss um, um so die Nachtruhe zu verlängern. Eine Strafe bleibt aus, weil der Rex sich sehr deutlich auf die Seite der Betroffenen stellt.
Doch nach wie vor versucht Frau Dr. Horn alles zu kontrollieren. Indem sie einen gemeinsamen Chor einrichten lässt und andere Aktivitäten organisiert, will sie die Kontakte in Bahnen lenken, die sie im Auge behalten kann.
Die Stimmung kippt, als Mücke in einer neuen Ausgabe der Schreckensteiner Schulzeitung, die diesmal auch an die Rosenfelserinnen verteilt wird, die These aufstellt, dass die Ritter verweichlichen und manche am liebsten nur noch bei den Mädchen vor der Heizung sitzen würden. Damit geht er in den Augen der Kameraden zu weit, die allerdings den Artikel zum Anlass nehmen, den morgendlichen Dauerlauf wieder in Angriff zu nehmen. In der Nacht schafft er zwei Bobs von der Burg über den gefrorenen See und legt damit die Grundlage für einen neuen Sport, an dem sich bald auch die Mädchen beteiligen: auf den Schlitten den gefrorenen Hang hinunterfahren und über den Steg, um dann auf der Eisfläche des Sees zu landen.
Die Sache findet ein Ende, als Frau Dr. Horn die Abfahrt inspiziert. Als Lehrerin unter anderem für Physik merkt sie, dass für die Vorführung eine besonders leichte Besetzung ausgesucht wurde. Das Angebot, sie selbst mit einer schweren Mannschaft nach unten zu bringen, schlägt sie aus, doch die stark übergewichtige Kollegin Böcklmeier möchte den Versuch wagen. Zusammen mit Stefan, Ottokar und Dampfwalze stellt sie einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf, durchbricht am Ende der Fahrt allerdings das Eis.
Während des Dauerlaufs der Ritter schleichen die Rosenfelserinnen sich in die Wirtschaftsgebäude und stehlen die „Trimesterhemden“. Als Revanche parfümieren sich die Jungen ausgiebig mit dem so billigen wie penetranten Duft aus der Herstellung von Friseur Bächle aus Wampoldsreuthe. Der Erfolg ist durchschlagend, allerdings leiden die Jungen selbst unter dem süßlichen Geruch. In ihren Waschräumen in den ehemaligen Stallungen haben sie nur kaltes Wasser, damit lässt sich das Parfüm nicht abwaschen. Daher schleichen sie sich nachts ins Schloss, um in den Duschräumen dort warm zu duschen. Einer Idee von Andi folgend, hängen sie anschließend die Fenster der Waschräume aus und verstecken sie, sodass die Mädchen sich nicht mehr waschen können.
Am selben Tag bekommen die Jungen die ehemaligen „Trimesterhemden“ gewaschen zurück. Gleichzeitig lässt Frau Dr. Horn eine Kontrolle einführen, dass die Jungen täglich ein anderes Hemd anziehen. Zur Ausführung werden die Mädchen herangezogen. Die Ritter wollen sich das nicht gefallen lassen und beschließen, unter wortwörtlicher Auslegung der neuen Regel keine frischen Hemden anzuziehen, sondern die Hemden untereinander zu tauschen.
Der Zustand gefällt weder den Rittern noch den Rosenfelserinnen. Hinter dem Rücken der Direktorin nähern sie sich wieder an und planen eine gemeinsame Party in der Unterkunft der Schreckensteiner. Damit Frau Dr. Horn nicht stören kann, muss sie möglichst weit weg sein. Mit einem geschickt ausgeklügelten Verwirrspiel, bei dem auch Dr. Waldmann mithilft, gelingt es, die Direktorin nach Schreckenstein zu lotsen, wo sie vom Grafen empfangen wird. Der ist zunächst nicht eingeweiht; nachdem Dr. Waldmann sich aufgrund der Entwicklung genötigt sieht, ihn aufzuklären, lässt er den Rittern ausrichten, dass sie ihn beim nächsten Mal direkt fragen sollen.
Mitten in ihrem Fest erleben Ritter und Rosenfelserinnen eine Überraschung: Kostümiert als Drache tauchen Frau Dr. Horn, Graf Schreckenstein und der Rex auf. Das ist ihr Streich, und die Direktorin – auch unter dem Einfluss des Grafen und seines Weines – ist versöhnlich gestimmt. Sie hält eine kurze Rede, die fast eine Art Entschuldigung ist, und tadelt die Jugendlichen nur andeutungsweise für die unerlaubte Party, die danach weitergehen darf.
Band 5: Das Rätsel von Burg Schreckenstein, 1973
Nicht nur auf der Burg verschwinden Sachen, auch auf Rosenfels. Als dann aber auch der „Mini-Ritter“ Eberhard, gefesselt und geknebelt zu Skelett „Paule“ eingesperrt, mitsamt dem Kasten verschwindet, gehen die Schüler vom Belauern zum Angriff über. Sie erfahren dabei die Vorteile der Zwölfgangschaltung eines Rennrads und die Nachteile einer gründlichen Chronik. Drei jugendliche Einbrecher werden auf der Burg nur mühsam dingfest gemacht, denn einer von ihnen beherrscht Elemente aus Judo und Karate. Verblüfft erfahren die „Ritter“ bei dieser Gelegenheit von einem Geheimgang, der zum See hinunterführt. Was anfangs nach Abhauen aus Übermut aussieht, hat häusliche Gewalt als Hintergrund. Die „Ritter“ bemühen sich, eine sinnvolle Lösung zu finden.
Band 6: Zwei Neue auf Burg Schreckenstein, 1975
Martina und ihr Bruder Beni, ursprünglich als Einbrecher nach Burg Schreckenstein gekommen, werden nun offiziell auf Schloss Rosenfels und auf der Burg als Schüler angemeldet. Der zweite Neue auf der Burg ist Jerry: sportlich, offen und auf Anhieb beliebt. Die drei leben sich jeweils auf ihre Weise ein. Als Beni sich nicht nur als Raucher entpuppt, sondern auch heimlich auf Rosenfels Schnaps brennt, greift der Ritterrat ein und treibt ihm Rauchen und Alkohol in der Folterkammer gewaltsam aus. Die gewählte Methode löst eine Diskussion aus: Wie weit darf ein Schüler Eigenbrötler sein, wie weit ist er der Gemeinschaft verpflichtet? Fräulein Dr. Horn wird durch Probieren des Rosenfelser Obstbrands besänftigt, sodass Beni ihretwegen auf Schreckenstein bleiben darf. Während Beni dadurch mit den Rittern Frieden schließt, entfernt sich Jerry immer mehr von ihnen. Der Diebstahl etlicher persönlicher Gegenstände der Ritter und ihr Auffinden auf einer Müllhalde löst eine Prügelei gegen Jerry, Udo, Andreas und weitere Ebert-Schüler in Neustadt mit viel Senf aus; dort, „wo man als junger Mensch alles darf! Auf dem Kinderspielplatz.“ Wegen seiner Beteiligung an den Diebstählen fliegt Jerry von der Burgschule.
Band 7: Alarm auf Burg Schreckenstein, 1976
Die Rosenfelserin Beatrix wird von Fräulein Doktor Horn beschuldigt, ihr ein altes, wertvolles Armband gestohlen zu haben, und da es sich nicht wiederfinden lässt, entschließt sich die Leiterin von Rosenfels, das Mädchen der Schule zu verweisen. Aus Protest gegen diese ungerechte Beschuldigung reißt Beatrix’ gesamte Klasse mit ihr aus; doch selbst als die Ritter von dieser Misere erfahren, wollen die Mädchen diesen Fall lieber auf eigene Faust lösen. Diese Zwietracht und die bevorstehende Hochzeit einer ehemaligen Rosenfelserin, bei der Ritter und Mädchen als Gesangschor mitwirken sollen, sorgen bis zum glücklichen Ausgang dieser Geschichte für einige turbulente Entwicklungen.
Band 8: Graf Dracula auf Schreckenstein, 1977
Eine Filmcrew hat Burg Schreckenstein für Dreharbeiten angemietet, da Graf Schreckenstein die Mehreinnahmen für die Reparatur des Daches braucht. Die Schüler bekommen einen Einblick in die Abläufe von Dreharbeiten und dürfen feststellen, dass ein Schauspieler sich privat von der dargestellten Figur gänzlich unterscheiden kann und die Filmcrew sich auch nicht sehr gastlich benimmt. Daher gilt es für die Ritter, die Filmleute auf den rechten Pfad zu bringen, ohne dabei die Dreharbeiten zu stören.
Band 9: Verschwörung auf Burg Schreckenstein, 1977
Die Schülerinnen von Schloss Rosenfels müssen wegen Renovierungsarbeiten gezwungenermaßen nach Burg Schreckenstein umsiedeln. Der Direktor der Burg spricht von Demokratie, die Leiterin von Rosenfels dagegen verbietet „nächtliche Unternehmungen, sogenannte Streiche“ einfach per Hausordnung und will Jungen und Mädchen strikt getrennt verwalten. Doch soviel Bevormundung im eigenen Haus reizt den Widerspruchsgeist der Jungen, und die Aussetzung dieser „Hausordnung“ ist eigentlich schon beschlossene Sache. Doch zuerst muss ein interner Kompromiss gefunden werden, als sich die Ritterschaft über ihre neuen Hausgäste zu zerspalten beginnt und besonders Ottokars und Stephans lange Freundschaft unter diesem Zwist leiden muss.
Band 10: Raub auf Burg Schreckenstein, 1978
Nach einem Sportfest stellt sich heraus, dass einer der jüngeren „Ritter“ fehlt. Nachforschungen ergeben, dass drei Neustädter Schüler, voller Animositäten gegen die „Ritter“, einen Streich mit Menschenraub verwechselt haben. Sie bekommen stattdessen Ärger mit der Polizei, die Schreckensteiner dafür den Mini-Ritter frei und unter „vier Augen“ vom Rex den Auftrag, für die drei Übeltäter einen Streich als Denkzettel zu ersinnen. Daraufhin wird für alle beteiligten Schulen eine große Schnitzeljagd entwickelt, bei der jeder Teilnehmer mit Fairness und Ehrlichkeit nicht nur Marzipan, sondern auch Sympathien gewinnen kann.
Band 11: Das Burggespenst von Schreckenstein, 1978
Graf Schreckenstein beschließt zwecks Mehreinnahmen, Teile der Burg als Hotel zu nutzen. Der Schulbetrieb wird davon durcheinandergebracht, zumal etliche der Gäste sich weniger wie Gäste, sondern mehr wie Despoten aufführen. Als es dann auch noch zu Diebstählen aus Hotelzimmern und unschönen Anschuldigungen kommt, ziehen die „Ritter“ alle Register, um die wirklichen Schuldigen ausfindig zu machen. Der Graf, von Gästen um einige Erbstücke erleichtert und um eine Erfahrung reicher, beendet das Experiment „Hotel Burg Schreckenstein“.
Band 12: Spione auf Burg Schreckenstein, 1979
Welchen Streich gegen die Schülerinnen auf Schloss Rosenfels haben die „Ritter“ eigentlich noch nicht gemacht? Wenn man wüsste, worüber die Mädchen reden, wüsste man, womit man sie ärgern könnte … Da kommt die Idee mit den Abhör-Wanzen auf. Als die jüngeren „Ritter“ zeitgleich auf ihr Recht an Treffen in der Folterkammer pochen, werden sie das erste Ziel der Abhöraktion. Jeder hört jeden ab – tarnen und täuschen. Erstmals wird während eines Streichs die Leiterin von Rosenfels mitten in regnerischer Nacht von den großen „Rittern“ schlicht gebeten, ihnen für den Rückweg ein Taxi zu rufen. Wer hätte gedacht, dass sie jemals an einem Streich aktiv teilnehmen würde, bei Kartoffelsalat und Schreckensteiner Wein, der Zu-spät-Lese? Spätestens, als die Schülerschaft ihren Direktor darum bittet, ausschlafen zu dürfen, ist klar: Spionage ist unritterlich.
Band 13: Dreizehn schlägt’s auf Schreckenstein, 1979
Nach den Ferien finden die Schüler die Zugbrücke hochgeklappt und kommen nicht in die eigene Burg, aber trotzdem pünktlich zum Unterricht; der vom Bürgermeister in ihrer Abwesenheit eingerichtete Campingplatz spült keineswegs nur Geld in die Kasse, sondern auch jede Menge Verpackungsmüll in die nähere Umgebung. Die „Ritter“ Pummel und Eugen bekommen beim Segeltörn zwei neue Tanten und die Ritterschaft die Dinge allmählich in den Griff. Sie haben nämlich etwas gegen die pauschalen Verdächtigungen des Bürgermeisters betreffend mehrere eigenartige, hässliche Vorkommnisse.
Band 14: Der Zauberer von Schreckenstein, 1979
Eine Serie halbherziger Streiche beschäftigt die „Ritter“: Eine Unterhose von „Dampfwalze“ taucht im Handschuhfach von Dr. Schülers Auto auf, Lampen leuchten nur zur Hälfte, die Armbanduhren der Leichtathletikmannschaft sind nach dem Training alle vertauscht – was soll das? Der allzu fremdwörterfreudige Vortragsgast zum Thema Renaissance ist eine leichte Aufgabe im Vergleich zu diesem „Typ X“, wie die Ritter den unbekannten Verursacher nennen. (Er selbst nennt sich lieber „Der Zauberer“.) Denn Typ X löst auf der ganzen Burg Misstrauen und gegenseitiges Belauern aus – von Gemeinschaft kann keine Rede mehr sein. Zeit für Gegenmaßnahmen.
Band 15: Das Ritterdrama von Schreckenstein, 1980
Ausgerechnet in der Osterzeit muss die Landschule Burg Schreckenstein unter Quarantäne gestellt werden. Da die Ritter nun ganztägig und ohne ihren regulären Schulbetrieb auf der Burg festsitzen, müssen sie sich etwas Neues einfallen lassen, damit die Langeweile sich nicht bei ihnen festfährt. Die darauf folgenden Fressorgien, eine Osterversteckaktion quer durch die gesamte Burg, eine Feuerwehrübung mit ungewöhnlichen Accessoires und schließlich Schulunterricht in den Ferien bieten nur einen kleinen Auftakt für den wirklich großen Höhepunkt: Das titulare „Ritterdrama von Schreckenstein“.
Band 16: Eins zu Null für Schreckenstein, 1981
Ein schottischer Verwandter von Graf Schreckenstein kommt auf der Burg zu Besuch. Dieser Nicht-mal-Vorfall gibt den Auftakt zu einem der ausuferndsten Streiche der Schreckensteiner: Sie legen all ihr Geld zusammen, um einen Überraschungsbesuch auf Duncraig Castle, der alten Schule ihres Gastes, zu finanzieren. Denn dort leben Jungen wie sie als Schüler auf einer Burg, wenn auch unter anderen Bedingungen. Die Kälte, die Highland Games und das Essen werden zwar schnell von den Rittern verdaut, doch die ernsten Warnungen vor schottischen Geistern halten die Schreckensteiner dagegen für Angeberei. Zu Unrecht, wie sich herausstellen soll.
Band 17: Schnüffler auf Burg Schreckenstein, 1981
Ein Retourstreich gegen die Mädchen – die Verbringung ihres Konzertflügels nach Schreckenstein mittels Traktor – wird durch die Erste Hilfe der „Ritter“ nach einem Autounfall polizeibekannt, via Lokalzeitung tendenziös publik gemacht und lässt die Schulbehörde aufhorchen. „Wenn etwas lange gut geht, soll man prüfen, ob es tatsächlich noch gut ist. Sonst wird Tradition zur Schlamperei“, interpretiert der Direktor die Zwei-Mann-Kommission, die im offiziellen Auftrag die Zustände in der Burg überprüfen soll. Das ungeklärte nächtliche Kratzgeräusch, dem nicht einmal mit der neuen Alarmanlage beizukommen ist, stellt nur ein kleines Problem dar im Vergleich zu der Aufgabe, vor diesen Prüfern das „Modell Schreckenstein“ ebenso gelassen wie erfolgreich zu vertreten.
Band 18: Die Glücksritter von Schreckenstein, 1982
Während die Schüler von Schreckenstein mühsam in Eigenarbeit ihre Burg renovieren, hat man auf Schloss Rosenfels den Spaß am Wetten entdeckt: Fußball-Toto. Mit der Überlegung, dass man dank ihrer Kenntnisse bessere Tippchancen haben könnte, werden die „Ritter“ mit einbezogen – nach Rosenfelser Art: unzuverlässig und zum Nachteil der Jungen. Zwecks z. T. nächtlicher Verhandlungen wird viel über den See gesegelt (mit und ohne Internatsleiterin Horn an Bord), List folgt auf Gegenlist – bis das Unerwartete eintritt: ein Gewinn, und was für einer. Auf Rosenfels geht man damit weniger entspannt um als auf Burg Schreckenstein: Die Jungen gönnen sich in Wampoldsreute ein Festessen, das seines Namens würdig ist. Der Hauptteil ihres Gewinns aber wird in die professionelle Sanierung der Burg fließen.
Band 19: Die Gruseltour von Schreckenstein, 1982
Ab dem jährlichen Sportfest ist es nicht mehr wie früher: Erst verkündet ein Neustädter Schüler namens Florian ebenso überheblich wie überzeugend, die Schreckensteiner würden dieses Jahr erstmals nicht gewinnen. Dann bleibt Ottokar beim entscheidenden Lauf kurz vor der Ziellinie einfach stehen. Als die „Ritter“ den wahren Grund dafür erfahren, wird ohne langes Überlegen Dampfwalze zum neuen Schulkapitän ernannt. Ein Streich der „Miniritter“ gegen Rosenfels wird rabiat von großen „Rittern“ vereitelt und dabei auch noch fotografisch dokumentiert. Erst durch einen Hinweis von Florians Tante, beruflich Hellseherin, nehmen die Schüler von Schreckenstein die Gelegenheit wahr, sich wieder auf das für sie wirklich Wichtige zu besinnen – ausgerechnet auf dem gruseligen Schloss Rülpshorst und gegen Kräfte, denen mit den üblichen Methoden nicht beizukommen ist.
Band 20: Der schwarze Schwan von Schreckenstein, 1983
Dass der Inhalt ihrer Kleiderschränke von den Rosenfelserinnen mit fünferlei süßlichen Düften besprüht worden ist, können die „Ritter“ nicht auf sich sitzen lassen. Stephan möchte in dem folgenden nächtlichen Streich Beatrix, der er begegnet ist, heraushalten. Sie aber hat am See eigenartige Vorkommnisse durch einen Lieferwagen mit Neustädter Fahrzeugnummer beobachtet, und ein „Ritter“ lügt nicht. Diese Kombination zeitigt lawinenartig Folgen.
Band 21: Dicke Luft auf Schreckenstein, 1983
Wenn die Schüler von Burg Schreckenstein gedacht haben, das Feuer im Trakt des Burgherrn würde die größte Aufregung dieses Schuljahr darstellen, haben sie sich getäuscht. Eine fünfköpfige Gruppe aus „Experten im Erziehungswesen“ wird sich das Modell Schreckenstein genauer ansehen – und diese Pädagogen sind wirklich brandgefährlich. Denn leider stellt sich bald heraus, dass diese Experten lediglich ihre bereits vorgefasste Meinung bestätigt zu sehen wünschen und bei der Wahl ihrer Methoden auch gerne zu unlauteren Mitteln wie Diebstahl greifen. Um zu verhindern, dass das Vorurteil der Kommission demnächst als „vor Ort bestätigt gefunden“ in der Fachwelt kursiert und der Ruf ihrer Schule nachhaltig geschädigt wird, müssen die „Ritter“ sich allerhand einfallen lassen. Und das schnell.
Band 22: Das Phantom von Schreckenstein, 1984
„Nächtliche Turbulenzen“ taufen die Schüler von Burg Schreckenstein die mysteriösen Geräusche: Trampeln, Knarren, Klopfen, die bei Helligkeit schlagartig aufhören. Mauersäge selbst gibt zu, dass ein Schlossgespenst aus seiner Ahnenreihe hinter diesen ganzen Aufregungen steckt; doch erst als die Boys von Duncraig Castle den Schreckensteinern einen Überraschungsbesuch abstatten, kann der Fall des geheimnisvollen Geistes endlich gelöst werden.
Band 23: Geheimcode Schreckenstein, 1986
Ein neuer Lehrer aus Neustadt, Herr Schaja, der den krank gewordenen Gießkanne vertritt, macht sich durch seine Herumschnüffelei im Ritter-Alltag schnell unbeliebt. Um diese „Schaltuhr“ abzuwimmeln, erfinden die Ritter ein neues Sprachsystem, in dem ihre Botschaften durch Ersatzformulierungen für Nichteingeweihte völligen Unsinn ergeben. Weitere Aufregung verursachen ein deutscher Gastschüler aus dem Orient, der den Spitznamen „Hassan“ bekommt, und die Mädchen von Rosenfels, die zuerst der „Schaltuhr“ einen Denkzettel verpassen wollen und später „Hassan“ kidnappen.
Band 24: Der bunte Hund von Schreckenstein, 1987
Während die „Ritter“ jetzt, nach den Ferien, einen neuen Streich planen und dabei statt Redewendungen Städtenamen verwenden, haben die Mädchen von Rosenfels sich etwas anderes ausgedacht: Statt ihre neue, außergewöhnlich schöne Mitschülerin Amanda den Rittern bei einer normalen sozialen Gelegenheit vorzustellen, präsentieren sie den Neuzugang mit einem auf Effekt bedachten Auftritt in passender Umgebung. Dass sich Dampfwalze und Andi wegen Amanda zu zerstreiten beginnen, die Schreckensteiner ein paar gedankenlosen Campern einen Denkzettel verpassen wollen und deren Hund bei beiden Schulen zuläuft, verursacht in den nächsten Wochen einige Aufregung rund um den Kapellsee.
Band 25: Der Sportwettkampf von Schreckenstein, 1987
Die Burgschule Schreckenstein ist zwar offiziell genehmigt, aber nicht zur Abnahme der Abiturprüfung berechtigt. Diese Genehmigung wiederum hat das modernst ausgestattete Collegium Castellum, in dem testweise Jungen und Mädchen gezielt auf ihre Fähigkeiten und zukünftige Berufswahl hin gemeinsam unterrichtet werden. Dass die Schreckensteiner und Rosenfelserinnen von dieser erklärten Eliteschule zu einem Sportwettkampf eingeladen werden, weckt die Hoffnung der Ritter und Burglehrer, sich dem Schulamt gegenüber beweisen zu können. Jedoch stellen sie schnell fest, dass die Castellaner sich an ihrer Modellschule alles andere als vorbildhaft benehmen, und in der Folge entwickelte sich nicht nur der Wettkampf, sondern der gesamte Aufenthalt eher befremdlich und überaus turbulent.
Band 26: Ritterturnier auf Schreckenstein, 1988
Ein medizinischer Quarantänefall in Neustadt, der sich aber schnell als übler Streich herausstellt, bringt die Ritter wegen ihrer Tendenzen zur Streichmacherei in Teufels Küche mit den örtlichen Behörden. Jedoch findet der Täter sich nicht in ihren Reihen, sondern ausgerechnet bei den Mädchen von Rosenfels, und die Ritter müssen nun Akkordarbeit leisten, um sowohl den Verdacht gegen sich selbst zu entkräften als auch die wahren Beteiligten (die den Streich ohne böse Absicht, aber mit den falsch ersonnenen Konsequenzen) eingeleitet haben, zu schützen. Und was wäre in dem Fall besser, als die Verdächtiger zu einem großen Turnierspiel auf die Burg einzuladen?
Band 27: Geflüster auf Burg Schreckenstein, 1988
Im neuen Trimester wird es zunehmend gesellig um den Kapellsee: Ritter und Mädchen suchen paarweise einander auf, um ihre persönlichen Beziehungen weiter zu vertiefen. Jedoch bleibt eine der Rosenfelserinnen bei dieser Gelegenheit auf der Strecke: Beatrix, die vor kurzem ihren Liebling Stephan ausgerechnet an ihre Freundin Anke verloren hat. Vom Neid zerfressen beginnt sie nun an beiden Schulen zu intrigieren und bereitet dadurch dem Geisterseher Florian, dem neuesten Schüler auf Schreckenstein, enorme Probleme, auf der Burg Fuß zu fassen.
Figuren
Die Ritter
- Ottokar
- (Voller Name: Ottokar Schimmerding)
- Als ältester der Jungen ist Ottokar auch der Schulkapitän, der als eine Art Schulsprecher die direkte Verbindung zwischen den Schülern und dem Rex ist. In dieser Rolle wurde er nur zweimal (kurzzeitig) abgelöst: Von Dampfwalze (als Ottokar einen Anfall von Selbstzweifel hatte) und Beni (als „Ferienkapitän“). Er ist Mitglied des Ritterrats und teilt sich zumeist ein Zimmer mit Stephan, Walter und Fritz.
- Ottokar ist im Umgang mit elektronischer Technik bestens versiert – seine Eltern besitzen ein Elektro-Fachgeschäft in Neustadt – und übernimmt daher oft die technischen Aufgaben bei der Streichausführung. Außerdem ist er in der Athletik-Mannschaft der Burg als Staffelläufer, Hochspringer und Weitspringer vertreten und spielt in der Horror Rock Jazz Band als Schlagzeuger mit.
- Ottokar unterhält eine enge Freundschaft mit Stephan, Doktor Waldmann und dessen Tochter Sonja. Mit der Rosenfelserin Sophie ist er enger befreundet, allerdings haben die beiden (ähnlich wie Stephan und Beatrix) keine offen ausgesprochene Partnerbeziehung.
- Stephan
- (In einigen Bänden auch Stefan; voller Name: Stephan/Stefan Breuer)
- Stephan ist der erste in der Serie erfasste Neuankömmling auf Schreckenstein. Nach einigen Einführungsschwierigkeiten ist er schnell zu einem vollwertigen „Ritter“ herangereift und ist eines der Mitglieder des Ritterrats, Chef der Schulfeuerwehr und Begründer und Akkordeonspieler in der Horror Rock Jazz Band. In der Leichtathletik vertritt er die Schule im Diskuswerfen, Kugelstoßen und Staffellauf.
- Er unterhält eine enge Freundschaft mit Ottokar, wobei er die kreativere Seite des Duos ist, und dem Lehrer Doktor Waldmann und dessen Tochter Sonja, mit denen er und Ottokar sich mindestens einmal pro Trimester zum Kuchenessen treffen. Für den Hauptteil der Serie hat er ein enges freundschaftliches Verhältnis mit dem Rosenfelser Mädchen Beatrix, doch gegen Ende der Reihe wechselt sein Interesse zu Anke.
- Dampfwalze
- (Richtiger Name nicht bekannt; einer seiner drei Vornamen ist Uwe)
- Als einer der älteren Jungen der Burg ist Dampfwalze der Stärkste unter ihnen. Die Muskelmasse scheint jedoch seiner Denktätigkeit (oder zumindest deren Geschwindigkeit) zu schaden; jedenfalls ist er keiner der intellektuellsten „Ritter“, obwohl er auch seine kreativen Glanzmomente hat. Dies hat ihm auch den weiteren Spitznamen „Muskelprotz mit Spatzenhirn“ eingebracht.
- Dampfwalze hat die Angewohnheit, bei größter Verwunderung oder einer ähnlichen emotionalen Aufwühlung ein Gesicht zu ziehen, das von „Rittern“ und Rosenfelserinnen „Karpfenblick“ genannt wird. Er besitzt die meisten Dietriche der Ritterschaft, sowohl für die Burg als auch für Rosenfels.
- In der Schulmannschaft ist er als Kugelstoßer, Hammer- und Diskuswerfer aktiv, und er ist ein Ritterratsmitglied. Er teilt ein Zimmer mit Andi, Klaus und Dieter. Er hat eine jüngere Schwester, und seiner Mutter gehört die Neustadter Wirtschaft Zum Guten Tropfen, die auch ein beliebter Stammtisch der Lehrer aus allen Schulen der Umgebung ist.
- Für lange Zeit hat er ein romantisches Interesse an Ingrid, das jedoch unerwidert bleibt. Gegen Ende der Serie findet er in Beatrix eine Seelenverwandte.
- Mücke
- (Richtiger Name unbekannt)
- Obwohl der Kleinstgewachsene unter den führenden „Rittern“, ist Mücke ein respektiertes Mitglied des Ritterrats wegen seiner schnellen Denkweise und verbalen Schlagfertigkeit. Diese Eigenschaften machen ihn auch zum Lokalredakteur[1] der Schulzeitung und Chronik Wappenschild.
- Er hat eine Zwillingsschwester namens Ingrid, die in Schloss Rosenfels zur Schule geht. Obwohl sie keine eineiigen Zwillinge sind, ist ihre Ähnlichkeit (schwarzes kurzes Haar) doch so frappierend, dass dies schon oft für Streiche hergehalten hat.
- Andi
- Der zweite registrierte Neuzugang auf Schreckenstein. Sein Vater wurde nach Neustadt versetzt, um dort Polizeichef zu werden. Er steht in diesem Amt den „Rittern“ in einigen Abenteuern bei.
- Andi kam zunächst auf die Ebert-Schule, aber wegen schulischer und kameradschaftlicher Probleme wurde er schließlich nach Schreckenstein versetzt, wo er bald wegen seines Einfallsreichtums zum „Ritter“ befördert wurde. Er ist Mitglied im Ritterrat und in der Schulzeitung Wappenschild und ist auch als Trompeter in der Horror Rock Jazz Band vertreten.
- Er begeistert sich für Radrennen und hat diesen Sport bei der Ritterschaft eingeführt und speziell Dampfwalze dafür begeistert, was die beiden zu guten Freunden gemacht hat. Außerdem hatte er eine Begeisterung für Indianer – die „Ritter“ hatten ihm den Spitznamen „Häuptling Felgenbremse“ gegeben –, die er aber auf Schreckenstein schnell verloren hat. Er findet sich romantisch mit Amanda, dem schönsten Mädchen von Rosenfels, zusammen.
- Klaus
- Der Witzbold unter den Schreckensteinern steht in seiner Schlagfertigkeit nur Mücke nach und hat fast immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Er sitzt auch im Ritterrat und ist als Athlet bei den Mittelstreckenläufern vertreten. Unter den Rosenfelserinnen findet er in der munteren Isabella seine Partnerin.
- Dieter
- Zimmergenosse und fast stetiger Begleiter von Klaus. Er hat ein Talent zur Stimmenimitation und ist als Speerwerfer in der Schulmannschaft. Auch er ist Teil des Ritterrats.
- Hans-Jürgen
- Der Dichter der Ritterschaft. Er ist Protokollführer im Ritterrat und für die Rubrik Betrachtungen zum Zeitgeschehen in der Redaktion Wappenschild verantwortlich. Außerdem spielt er in der Horror Rock Jazz Band die Flöte.
- Die Mini-Ritter
- Diese Bezeichnung für die vier jüngsten der Original-Schreckensteiner umfasst die Namen Herbert, Eberhard, Kuno und Egon. Obwohl als die „Kids“ der Burggemeinschaft angesehen, haben sie doch ebenso viel Streichenergie wie die Großen und haben in vielen Situationen Talent bewiesen. Wenn doch mal was schiefgeht, sorgen sie für den Comic Relief in der Serie.
- Pummel und Eugen
- (Pummels wirklicher Name nicht bekannt)
- Das wohl unzertrennlichste Paar bei den „Rittern“. Beide sind die praktischen Techniker von Burg Schreckenstein und talentierte Segler; mit ihrem selbstgebauten Boot kreuzen sie so oft es geht über den Kappellsee. Beide machen in der Schulmannschaft bei den Mittelstreckenläufern mit. Pummel ist außerdem noch für den Schreckensteiner Bootssteg und die Boote selbst verantwortlich, was ihm den Titel Wasserwart eingebracht hat. Eugens Vater ist Architekt.
- Strehlau
- (Voller Name: Horst Strehlau)
- Der Muster- und beste Schüler der Burg wegen seines hohen IQ und seines photographischen Gedächtnisses (daher sein Spitzname „Computer“). Ursprünglich ein Muttersöhnchen, hat Strehlau auf der Burg mehr Selbstsicherheit und sein musikalisches Talent entwickeln können; als Pianist spielt er sowohl bei der Horror Rock Jazz Band als auch im Duett mit Fräulein Böcklmeier. Außerdem kann er Orgel spielen, auch dies macht er manchmal mit Fräulein Böcklmeier. Bei der Leichtathletik fungiert er als Schiedsrichter und ist sehr gut im Handball. Obendrein ist er Chefredakteur und Chronist der Schulzeitung „Das Wappenschild - Chronik und Zeitung der Schule Burg Schreckenstein“[2]
- Walter und Fritz
- Walter und Fritz sind beide Zimmergenossen von Ottokar und Stephan. Fritz ist als der Seltenfröhlich bekannt, der mit seinem Markensatz „Es ist nicht mehr wie früher“ ständig irgendetwas auszusetzen hat, während Walter für seinen Freund den Gegenpol spielt. Fritz ist außerdem Mittelstreckenläufer in der Schulmannschaft und spielt gerne mit Walter Schach. – In Band 9 (Verschwörung auf Burg Schreckenstein) werden an einer Stelle („Zu Wasser uns zu Land“) die Namen Werner und Erich als Zimmergenossen von Ottokar und Stephan genannt.
- Beni
- Der dritte registrierte Neuzugang auf Schreckenstein. Er und seine ältere Schwester Martina waren mit Jerrys Hilfe ihrem gewalttätigen Vater, einem Judo- und Karatetrainer, der auch Polizisten ausbildet, entkommen, um Hilfe bei Jerrys Onkel, einem Rechtsanwalt aus Neustadt, zu suchen. Da er jedoch zu der Zeit abwesend war, versteckten sich die drei vor der Polizei auf Burg Schreckenstein. Nachdem sie von den „Rittern“ erwischt worden waren und ihnen ihre Situation geschildert hatten, wurden sie von ihnen unterstützt, und Beni und Jerry wurden auf Schreckenstein aufgenommen.
- Nach einigen Eingewöhnungsproblemen – und einer Lektion durch die „Ritter“ – wurde Beni schließlich ein voller „Ritter“, während Jerry nach einem hinterhältigen Streich gegen die Ritterschaft – zu dem er von den Neustädter Schülern Udo und Andreas angestachelt wurde – rausgeworfen wurde. Beni hat sich seitdem als ein sehr ideenreicher Bursche erwiesen und hat sogar Ottokar einmal als „Ferienkapitän“ kurzzeitig abgelöst.
- Florian
- Ehemals Schüler der Franz-Joseph-Schule in Neustadt, ist er gegen Ende der Serie nach Schreckenstein übergewechselt. Aber schon davor war er den „Rittern“ bekannt: erst als Superathlet im 400-Meter-Lauf, dann als Vermittler für seine übersinnliche Tante und schließlich als uneigennütziger Kamerad. Zuerst von Unsicherheit und Beatrix’ Machenschaften geplagt, hat er doch mit Dampfwalzes Hilfe bei den „Rittern“ Anschluss gefunden und sich als wertvolle Ergänzung erwiesen. Gegen Ende des letzten Bandes der Serie wird er zum „Ritter“ geschlagen.
- Florian hat eine Tante, genannt Madam Thekla, die als Hellseherin berühmt ist. Durch sie hat Florian seine eigene übersinnliche Wahrnehmung entdeckt und schon einige parapsychische Abenteuer erlebt. Er ist auch der einzige in der Familie, der ihr die Stange hält; alle anderen bezeichnen sie als Scharlatanin.
- Florian und Madam Thekla haben ihren Auftritt in einer eigenen Miniserie, die ebenfalls von Oliver Hassencamp geschrieben wurde:
- Band 1: Florian der Geisterseher (1979)
- Band 2: Florian auf Geisterreise (1980)
- Band 3: Florian und das Geisterhaus (1981)
- Emil
- Ein Schüler der Schreckensteiner Mittelstufe. Er hat sich als bester Lassowerfer und schnellster Schwimmer („Delphin von Schreckenstein“) hervorgetan.
- Ralph
- Ebenfalls ein Mittelstufler. Er ist als „Adlerauge“ durch seine extrem guten Augen bekannt. Seinen Eltern gehört das Eiscafé Capri in Neustadt.
- Armin
- Ein Mini-Ritter, der gerne und bei jeder Gelegenheit auffallen möchte (was er in der Folge Der Zauberer von Schreckenstein auch richtig auslebt). Sein Vater ist in der Getränkeindustrie tätig.
- Dolf, Olf, Rolf und Wolf
- Trotz ihrer gleichklingenden Namen scheinen diese vier nicht verwandt zu sein. Wolf ist durch seine unstillbare Neugierde bekannt.
- Martin
- Ein Mittelstufler, und der Jähzornigste der Ritterschaft. Er ist zudem Hundenarr.
- Udo
- Ein Mini-Ritter, der gegen Ende der Serie aus dem Mini-Ritterquartett Kuno, Herbert, Egon und Eberhard ein Quintett macht.
- Weitere Ritter
- Es werden mitunter weitere Ritter erwähnt, allerdings nur vereinzelt: Gustav, Olaf, Anatol, Benedikt, Werner, Konrad (alle in Band 10: Raub auf Burg Schreckenstein).
Die Horror-Rock-Jazz-Band
Die Burgband wurde von Stephan gegründet. Sie besteht aus Stephan (Akkordeon und E-Gitarre), Ottokar (Schlagzeug), Strehlau (Klavier), Hans-Jürgen (Flöte), Oskar (Gitarre), Rolle (Bassgeige), Andi und später auch Florian (Trompete). Der Name ist quasi die Übersetzung von Schreckenstein: Horror – der Schrecken, Rock – der Stein, der Fels.
Hin und wieder bei gemeinsamen Festivitäten singt Sonja Waldmann als „Stimme“ der Band und wird nicht nur von Schießbude dafür verehrt.
Die Burglehrer
- Der Rex
- (Wirklicher Name: Herr Direktor Meyer)
- Als Direktor der Burgschule erfüllt der Rex auch gleichzeitig die Rolle des „offiziellen Schreckensteiners“. Auch er und der Rest der Lehrerschaft haben sich an das Burgleben angepasst und unterstützen die Schreckensteiner bei ihren Streichen. Wenn es Probleme mit äußeren Parteien gibt – ganz besonders mit Fräulein Doktor Horn – zeigt der Rex außergewöhnliche Geduld und diplomatisches Geschick.
- Aus diesen Gründen ist es bei den „Rittern“ ungeschriebener Konsens, dass ohne den Rex Schreckenstein praktisch nicht existieren kann, und jeder von ihnen unterstützt ihn nach Kräften, wenn es zu Problemen kommt. Er unterrichtet die Fächer Französisch und Geschichte und trägt wegen seiner Kurzsichtigkeit eine Hornbrille.
- Doktor Waldmann
- Einer der beliebtesten und vielseitigsten Lehrer auf der Burg. Er ist sogar mit Stephan und Ottokar befreundet, mit denen er sich – zusammen mit seiner Tochter Sonja – mindestens einmal pro Trimester zum Kuchenessen trifft. Er unterrichtet Deutsch und Geschichte und ist als Stimmenimitator sehr begabt. Außerdem ist er weitsichtig.
- Waldmann ist verwitwet (was in der Originalausgabe des ersten Bandes der Serie jedoch nicht angesprochen wird), und seine Tochter Sonja unterrichtet auf Schloss Rosenfels.
- Schießbude
- (Richtiger Name unbekannt)
- Der jüngste Lehrer auf der Burg unterrichtet Geographie und Mathematik. Seine größte Schwäche ist seine vielbelächelte Zuneigung zu Sonja Waldmann, der Tochter seines Kollegen.
- Doktor Schüler
- Wegen seines Faches und seiner Vorliebe für schnelle Wagen – er besitzt selbst einen Sportwagen – hat er den Spitznamen „Der rasende Lateinlehrer“ bekommen. Seine gewöhnliche Unterrichtsmethode besteht darin, mit seiner Klasse in Lateinisch seiner zweiten Leidenschaft nachzukommen: dem Schachspiel. Anders als die meisten anderen Lehrer wohnt er nicht auf der Burg, sondern in Wampoldsreuthe.
- Rolle
- (Richtiger Name: Herr Türk)
- Der Sportlehrer auf der Burg hat seinen Namen wegen seines mustergültigen Sprungstils beim Hochsprung. (Der Rollsprung war zu Beginn der 1960er Jahre die bevorzugte Sprungtechnik. Der heute übliche Fosbury-Flop kam erst 1968 auf.) Bei seinem wirklichen Namen nennt ihn wohl kein „Ritter“. Er spricht fließend schottisches Englisch und ist der einzige Lehrer, der (mit Bassgeige) bei der Horror Rock Jazz Band mitspielt.
- Gießkanne
- (Richtiger Name unbekannt)
- Ursprünglich der Musiklehrer, hat er wegen seiner künstlerischen Begabung auch den Kunstunterricht zugeteilt bekommen. Auch er wohnt in Wampoldsreuthe und kommt mit einem alten Zweitakter zur Burg.
- Herr Seybold
- Zeichenlehrer. Wird nur im 1. Band erwähnt. Ist nach Neustadt zurückgekehrt, weil er „außer Bleistiftspitzen keine weiteren Fähigkeiten hatte“.
Weitere Burgbewohner
- Mauersäge
- (Richtiger Name: Bodo Graf von Schreckenstein)
- Der alte Burgherr, der den Schreckensteinern den Südflügel seiner Burg als Schule zur Verfügung gestellt hat, wohnt im Nordflügel der Burg zusammen mit dem Butler Jean und dem Schäferhund Harro (einige Male auch Hasso genannt). Er besitzt noch Schloss Rosenfels und zahlreiche Ländereien um den Kapellsee, an dem Schreckenstein und Rosenfels liegen.
- Seinen Spitznamen, dem die „Ritter“ ihm gegeben haben, verdankt der Burgherr seiner großen und dünnen Nase, der er auch die Eigenart verdankt, beim Sprechen immerfort einen knacksenden Laut zu erzeugen, den die „Ritter“ als „Schalten“ bezeichnen.
- Nach einigen Anfangsschwierigkeiten hat der Graf die Jungen als Teil seiner Familie akzeptiert und beteiligt sich auch oft bei ihren Streichen – sei es vonseiten seiner adligen Autorität oder als Liaison mit Fräulein Doktor Horn, die eine offene Schwäche für ihn hat. Er hat eine sehr große Familie, die sogar einen Zweig in Schottland hat. Namentlich bekannte Vertreter sind u. a. Ian McHarris und Irmintraut von Rülpshorst (unter den „Rittern“ und Hühnern als die „Rülpshexe“ bekannt).
- Jean
- (Richtiger Name: Hans oder Johann)
- Graf Schreckensteins Hausdiener. Da dieser sehr auf Vornehmheit bedacht ist, benutzt er als Anrede die französische Version seines Namens. Mit den „Rittern“ kommt er nicht so oft in Kontakt.
- Heini
- Als Schulkoch für das leibliche Wohlergehen der „Ritter“ verantwortlich, muss er in der Küche oft Überstunden schieben, da die „Ritter“ jeden Tag eine Menge verschlingen. Der Schule ist er von Dampfwalzes Mutter vermittelt worden.
- Paule
- Der einzige Langzeit-„Bewohner“ auf Schreckenstein ist ein Skelett, das mit rostiger Sense in einem Spezialschrank in der Folterkammer haust und nur dann herauskommt, wenn man vor dem Richtertisch auf eine bestimmte Leiste im Boden tritt. Obwohl er nicht aktiv am Geschehen in der Burg teilnehmen kann, hat Paule durch sein gruseliges Erscheinen den „Rittern“ schon so manchen Dienst erwiesen. Hinter seinem Kasten befindet sich eine Geheimtür, die zu einem (inzwischen zugemauerten) Fluchtstollen vom Burgfried zum Ufer des Kappellsees führt.
Rosenfelserinnen („Hühner“)
- Beatrix
- (Voller Name: Beatrix Lebkowitz)
- Eines der älteren Mädchen auf Schloss Rosenfels, und Teil eines Streiche-Trios, das ihre Freundinnen Sophie und Ingrid einschließt. Die blonde Beatrix hat ein hitziges Gemüt, was ihr manchmal große Schwierigkeiten bereitet. Sie ist aber auch sehr einfallsreich. Wegen ihrer Frisur wird sie in den Büchern oft als Wuschelkopf bezeichnet.
- Sie spielt gerne Akkordeon und über diese Leidenschaft hat sie sich mit Stephan angefreundet. Als Anke als Neue in die Reihe kommt, beginnt Stephan sich mehr für sie als für Beatrix zu interessieren, was bei Beatrix zu Eifersucht führt, weshalb sie kurzzeitig nicht Herr ihrer Sinne ist und auf Schloss und Burg intrigiert. Letztendlich wird ihr der Kopf aber wieder zurechtgerückt und sie wird wieder die alte Beatrix. In Dampfwalze findet sie am Schluss der Serie ihren Seelentröster.
- Sophie
- Die Besonnenste des Trios, das ihre Freundinnen Beatrix und Ingrid einschließt. Sie ist bei den Streicheplanungen der Mädchen eine mäßigende Stimme. Am bekanntesten ist sie dadurch, dass sie über die ganze Serie eine Schwäche für den Schreckensteiner Schulkapitän Ottokar hegt; sie hat sogar ein Foto von ihm im Silberrahmen auf ihrem Tisch.
- Ingrid
- Die schlagfertigste und frechste des Rosenfelser Streichetrios mit Sophie und Beatrix. Sie ist Mückes Schwester, und sowohl im Aussehen als auch im Geiste sein Ebenbild.
- Dampfwalze schwärmt für sie. Sie bringt ihm aber im besten Falle heitere Kameradschaft entgegen. Stattdessen beginnt sie sich im letzten Band der Reihe für den Neuling Florian zu interessieren.
- Amanda
- Die zweitletzte registrierte Neuschülerin auf Rosenfels. Als das schönste Mädchen unter den Hühnern mit dunklem Haar und blauen Augen hat sie am Anfang sehr intensives Interesse vonseiten der „Ritter“ „gewonnen“, besonders von Andi und Dampfwalze, die so kurzzeitig zu Rivalen werden, worunter ihre Radfahrer-Freundschaft zeitweise heftigst litt. Romantisch hingezogen fühlt sie sich zu Andi.
- Amanda spielt Flöte im Schulchor und ist eine sehr gute Schwimmerin.
- Martina
- Martina, die Schwester von Beni, kam als erste Neue nach Schloss Rosenfels. Sie kann Karate und Judo und nutzt dies auch öfter bei Streichen aus. Besonders Dampfwalze als stärkster Schreckensteiner ist sauer, wenn Martina ihn mit einem simplen Karategriff flachlegt. Gemeinsam mit Esther und Doris ist sie als eine der drei Kratzbürsten bekannt.
- Zusammen mit ihrem Bruder und dessen damaligem Freund Jerry ist sie ihrem gewalttätigen Vater weggelaufen, um bei Jerrys Onkel Hilfe zu suchen. Da dieser zu der Zeit aber nicht anwesend war, versteckten sich die drei auf Schreckenstein und hielten sich bis zu seiner Rückkehr notgedrungen mit Diebstählen über Wasser. Nachdem sie von den Schreckensteinern erwischt und unterstützt worden waren, erhielt sie einen Platz in Rosenfels. Martinas hitziges Temperament hat allerdings mehr als einmal für Probleme gesorgt, was am Ende eines Abenteuers beinahe zu einem Rausschmiss geführt hätte.
- Anke
- Der letzte registrierte Neuzugang auf Rosenfels. Ursprünglich war sie Schülerin im Collegium Castellum, einem vom Staat eingerichteten Modell-Internat, das den Jugendlichen alle Freiheiten lässt, die sie mit der Zeit auch weidlich ausnutzen. Als die Schreckensteiner und Rosenfelserinnen zu einem Sportwettkampf zum Castellum kommen, findet Anke Gefallen an ihrer Kameradschaft untereinander und besonders an Ottokar und Beatrix. Als die Gäste nach Abschluss der Spiele und einer Prügelnacht mit den Castellanern wieder heimfahren, fährt sie impulsiv als blinder Passagier mit.
- Später wird Anke zum Mittelpunkt eines üblen Streichs, den sich die Zwerghühner ausgedacht haben, und nur dem Akkordeinsatz der „Ritter“ ist es zu verdanken, dass sie auf Rosenfels bleiben kann. Nachdem Ottokar, für den sie sich interessierte, ihre Aufmerksamkeit nicht mehr als freundschaftlich erwiderte, verbindet sie sich mit Stephan, der schon im Castellum ein reges Interesse an ihr gezeigt hat.
- Anke hat eine sehr weiche, dunkle Stimme, und sie spricht fließend Englisch, so dass sie nicht am Unterricht in der Sprache teilnehmen muss.
- Die Zwerghühner
- Das Pendant zu den Mini-„Rittern“ von der Burg stellen auf Rosenfels die drei Zwerghühner Johanna, Karin und Ilse dar.
- Weitere öfter auftretende Mädchen
- Esther und Doris, die wildesten Mädchen – zusammen mit Martina – von Rosenfels. Ihre handgreifliche Art hat den dreien den Titel „Kratzbürsten“ eingebracht.
- Renate, besonders für ihre Neugierde bekannt
- Bettina, Constanze und Isabell, die drei gemäßigsten Mädchen auf Rosenfels
- Sabine
- Eva mit dem sechsten Sinn
- Elke
- Irene
- Fides die Unke, Fritz’ weibliches Gegenstück
- „Bandwurm“ Marie-Luise, ein eigentlich attraktives aber gefräßiges Mädchen
Die Rosenfelser Fakultät
- Fräulein Doktor Horn
- (Voller Name: Doktor Adele Horn; von „Rittern“ und Hühnern kurz „FDH“ oder einfach nur „die Horn“ genannt)
- Die Direktorin des Rosenfelser Internats erfüllt die Rolle der ältlichen Jungfer und konservativen Miesmacherin in der Serie. Ständig ist sie bereit, ihr Missfallen über alle möglichen Situationen (insbesondere, was Schreckenstein betrifft) zum Ausdruck zu bringen. Trotz ihrer ständigen Kritik an dem Schreckensteiner Schulsystem bewundert sie es insgeheim, und trotz ihres grantigen Wesens sorgt sie sich doch sehr um ihre Mädchen (es wurde sogar einmal prophezeit, dass sie in ferner Zukunft womöglich als Geist in Rosenfels spuken würde).
- Der Rex und die „Ritter“ kennen ihre Einstellung ihnen gegenüber und haben auch einiges gegen sie aufzufahren: der Rex eine Eselsgeduld, die „Ritter“ Höflichkeit und Mauersäge, für den Fräulein Horn eine offene Schwäche hat. Da ihre Nase ähnlich aussieht wie die des Grafen, wird sie oft scherzhaft als seine Schwester parodiert.
- Fräulein Doktor Horn kommt aus dem Bergischen Land.
- Sonja Waldmann
- Die junge Tochter des Schreckensteiner Lehrers hat Gesang studiert, bevor sie als Lehrerin nach Rosenfels kam. Dort ist sie wegen ihrer Jugend und ihres kumpelhaften Auftretens sehr beliebt bei den Mädchen, die sie auch oft bei ihren Streichen gegen die „Ritter“ um Rat fragen. Ihre größte Furcht ist allerdings die, dass Fräulein Doktor Horn sie eventuell rauswirft.
- Sie hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Vater, den sie so oft es geht besucht, und zu den „Rittern“ Stephan und Ottokar, denen sie mindestens einmal pro Trimester einen selbstgebackenen Kuchen vorbeibringt. Auch beim Rest der Schreckensteiner ist sie sehr beliebt, und sie ist das ständige Objekt der Aufmerksamkeit von Schießbude, dem jüngsten Lehrer der Burg.
- Fräulein Böcklmeier
- Die rundliche Lehrerin mit dem stets sonnigen Gemüt unterrichtet Geographie und Englisch. Sie steht sowohl bei den Rosenfelserinnen als auch bei den „Rittern“ hoch im Kurs. Sie nimmt nichts übel und lässt sich auch von den Streichen der „Ritter“ nur sehr selten aus dem Konzept bringen. Sie ist eine talentierte Klavierspielerin, und wann immer die Gelegenheit da ist, spielt sie vierhändig mit „Ritter“ Strehlau am Flügel oder auch noch mit vier Füßen Orgel.
Andere Figuren
- Udo, Jerry und Andreas
- Die „drei Langen“ von der Ebertschule sind die größten Rivalen der Schreckensteiner, aber letztendlich in Witz und Schlauheit ihren Gegnern weit unterlegen. Jerry war selbst einmal Schreckensteiner, hat sich aber schließlich aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und wurde nach einem üblen Streich gegen die „Ritter“ rausgeworfen (siehe Beni und Martina). Er wohnt jetzt bei seinem Vetter Udo, dessen Vater Rechtsanwalt für Jugendfälle ist und daher ziemlich wohlhabend in einer Villa residiert.
- Andreas ist der ältere Bruder von Jens, Florians Freund von der Franz-Joseph-Schule.
- Bürgermeister Karl Kress
- Er ist der Bürgermeister von Wampoldsreuthe – wegen seines Glatzkopfes hat er den Spitznamen „Der führende Glatzkopf der Gemeinde“ – und betreibt dort eine Gaststätte mit angeschlossenem Campingplatz. Oft genug hat er seinen Ärger mit den „Rittern“, wenn bei diesen was danebengeht, aber sie sind auch gute Kunden bei ihm und haben bei einigen Situationen ihm schon große Dienste erwiesen.
- Schreinermeister Schrimpf
- Er ist alt und schwerhörig, aber trotzdem ein wohlgeachtetes Mitglied in Wampoldsreuthe und bei den „Rittern“ (die zum Teil auch das Schreinern bei ihm gelernt haben). Seine älteste Tochter Elfriede, eine exzellente Köchin, hilft oft bei Empfängen und Tafelungen bei Mauersäge aus.
- Friseur Karle Bächle
- Ihm gehört der Friseursalon in Wampoldsreuthe, der sowohl von den Schreckensteinern als auch von den Rosenfelserinnen aufgesucht wird. Seine Tochter Bärbel, im Allgemeinen Bäbä genannt, ist mit Udo aus Neustadt verheiratet.
- Bauer Läptig
- Er ist Landwirt in Wampoldsreuthe. Ihm gehören zahlreiche Felder und auch ein Stück vom Wald. Bei den „Rittern“ ist er beliebt, weil er den „Rittern“ gelegentlich diverse Utensilien für einen Streich ausleiht.
Orte
Burg Schreckenstein
- Allgemein
- Die mittelalterliche Burg mit Burggraben und Zugbrücke reiht sich quaderförmig um zwei Innenhöfe: den größeren Burghof samt Burgfried und Freitreppe, sowie den kleineren, mit einem Mosaik verzierten Sternenhof. Auch eine Folterkammer darf nicht fehlen, diese wird schnell von den älteren Jungen als regelmäßiger Treffpunkt in Besitz genommen. Das Jungeninternat nimmt den Großteil der Burg samt Burghof ein, während der Graf sich in den kleineren Teil rund um den Sternenhof zurückzog. Nord-, West-, und Südflügel bilden die Wohn- und Aufenthaltsquartiere, im Ostflügel ist der Schultrakt untergebracht. Die einzige Verbindung zwischen beiden Gebäudeteilen ist der – im Normalfall abgeschlossene – Rittersaal.
- Als auch die Mädchen zeitweilig (Band 9) in der Burg untergebracht werden müssen, entstehen die Mädchenquartiere mit separatem Duschraum etc. rund um den Sternenhof, für den Burgherrn und seinen Diener bleiben nur noch wenige Privaträume in der Nordwestecke über der Durchfahrt zum Sternenhof übrig. In Band 11 versucht der Burgherr, den ehemaligen Mädchentrakt als Hotel zu etablieren. Das alte Gemäuer bietet auch ein paar Geheimgänge, die erst im Laufe der Zeit von den Jungs entdeckt werden.
- Prinzengarten
- Eine symmetrisch angelegte Gartenanlage, die überwiegend von Graf Schreckenstein genutzt wird. Hier findet der morgendliche Dauerlauf der „Ritter“, wie sich die Jungen nennen, statt.
- Sportplatz
- Der Sportplatz wurde von den „Rittern“ selbst angelegt und wird regelmäßig gepflegt. Fast täglich wird die Anlage, nicht zuletzt von der hoch trainierten Leichtathletik-Mannschaft, benutzt.
- Bootshaus
- Das Bootshaus fasst die Schreckensteiner Ruderboot-Flotte. Zum Bootshaus gehört natürlich auch ein Steg. Hier liegt üblicherweise auch das Eigenbau-Segelboot von Pummel und Eugen. Die Pflege der Einrichtung und der Boote obliegt Wasserwart Pummel.
- Ländereien
- Zur Burganlage gehören auch einige Felder, die im „Bauerndienst“ von den „Rittern“ bewirtschaftet werden.
Schloss Rosenfels
- Allgemein
- Schloss Rosenfels ist ein Mädchen-Internat. Es liegt direkt gegenüber der Burg Schreckenstein, auf der anderen Seite des Kappellsees. Es handelt sich dabei um einen zweigeschossigen, rosafarbenen und quadratischen Bau, der an jeder Ecke einen schlanken Turm besitzt und in der Mitte eine Art Atrium.
- Wirtschaftsgebäude
- Mehrere Wirtschaftsgebäude – eine Remise (Wagenschuppen) und Stallungen gehören zu Schloss Rosenfels. Hier wohnten die Jungen kurzzeitig, weil auf der Burg die Heizung defekt war.
- Hafen
- Der Rosenfelser Hafen befindet sich, von der Seeseite aus, versteckt hinter Trauerweiden. Hier liegen die Rosenfelser Ruderboote und das Elektroboot.
- Garten
- Nicht selten lässt Fräulein Doktor Horn die Mädchen im Garten arbeiten, nicht zuletzt, um Gästen zu imponieren. Es handelt sich hierbei um einen Nutzgarten, der auch die Rosenfelser Küche mit Gemüse und Kräutern versorgt.
Wampoldsreuthe
(Alternative Schreibweise: Wampoldsreute (auflagenabhängig))
ist der zu Burg und Rosenfels nächstgelegene Ort und liegt am Kappellsee. Hier finden sich als Handlungsorte der Friseursalon von Karle Bächle, die Schreinerei von Schreinermeister Schrimpf, das Gasthaus mitsamt dem später daran angeschlossenen Campingplatz von Bürgermeister Kress, ein Schreibwarenladen, ein Gemischtwarenladen, eine Metzgerei, ein Postamt, eine Tankstelle und eine Kirche mit angeschlossenem Friedhof.
Neustadt
Die rund 40 Kilometer von der Burg entfernte Stadt ist der Heimat- und Wohnort der Ritter und Lehrer, bzw. ihrer Familien, weshalb es immer wieder Anlass zu einer Fahrt nach Neustadt gibt. Nur während des Schulbetriebs wohnen die Ritter internatsähnlich auf der Burg. Hier befinden sich die Zahnarzt-Praxis von Doktor Bender, Elektrobedarf Fischer, Elektrobedarf Schimmerding (dieses Geschäft gehört Ottokars Eltern), eine Bücherei, die Franz-Joseph-Schule, die Friedrich-Ebert-Schule, ein Museum und das Eiscafé Capri. Das Eiscafé gehört Ralphs Vater und hieß in früheren Auflagen Simoni und wurde so auch auf der ersten Hörspielplatte in den 1970er Jahren genannt. Warum der Name geändert wurde, ist nicht bekannt.
Weitere Orte
Aus den Büchern gehen weitere Orte hervor: Pipplingen, Ringelbach-Kraftwerk, Drei Tannen (die Bushaltestelle nahe der Burg, Busse verkehren unter anderem ins nahegelegene Wampoldsreuthe, aber auch bis nach Neustadt), Krumpingen und Hizlingen (als Zielorte für ritterliche Strafmärsche).
Adaptionen
Hörspiele
In den 1970er und 1980er Jahren wurde Burg Schreckenstein als Hörspiel vertont. 1978 veröffentlichte Europa fünf Folgen auf Schallplatte und Kompaktkassette, und in den 1980er Jahren versuchte sich Schneider Ton mit insgesamt sieben Kassetten.
Hörbücher
Zwischen 2002 und 2005 produzierte der Hörverlag die ersten sechs Bände der Schreckenstein-Reihe als vollständige Hörbuch-Lesung der Neuauflagen, gelesen von Rufus Beck:
- Die Jungen von Burg Schreckenstein (2002)
- Auf Schreckenstein geht’s lustig zu (2002)
- Auf Schreckenstein gibt’s täglich Spaß (2002)
- Die Schreckensteiner auf der Flucht (2002)
- Das Rätsel von Burg Schreckenstein (2003)
- Zwei Neue auf Burg Schreckenstein (2005)
Spiel
Auch Computerspiele vor dem Schreckenstein-Hintergrund sind erschienen, spielen aber keine der Erzählungen aus den Bänden nach.
Verfilmungen
Im Jahr 2015 begann die Arbeit an einer Verfilmung des Stoffes, die am 20. Oktober 2016 in die Kinos kam. Burg Schreckenstein 2 – Küssen (nicht) verboten folgte im Dezember 2017.
Rezeption
Trotz des anhaltenden kommerziellen Erfolgs der Bücher, die auch die „Lieblingsserie unter den SchneiderBüchern“ des Verlegers darstellte,[3] stieß das Werk nicht ausschließlich auf positive Resonanz. In der FAZ kritisiert Niklas Bender: „Im Vordergrund steht die Gemeinschaft, das Individuum und der Konfliktfall sind Ausnahmen, Abweichler nicht erwünscht.“[4]
Anspielungen auf die Reihe finden sich auch im Buch Schundroman von Bodo Kirchhoff.[5]