Butyraldoxim

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Butyraldoxim ist eine organische Verbindung aus der Gruppe der Oxime und leitet sich von Butanal ab.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Butyraldoxim
Unspezifizierte Stereochemie
Allgemeines
Name Butyraldoxim
Summenformel C4H9NO
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 110-69-0
EG-Nummer 203-792-8
ECHA-InfoCard 100.003.449
PubChem 8069
Wikidata Q27077659
Eigenschaften
Molare Masse 87,12 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

0,91 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

-29,5 °C[2]

Siedepunkt

152 °C[1]

Löslichkeit
  • sehr gut löslich in Wasser, Aceton und Benzol[3]
  • mischbar mit Ethanol und Diethylether[3]
Brechungsindex

1,43 (20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[4]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226302311319
P: 210233280301+312303+361+353305+351+338337+313370+378[4]
Toxikologische Daten

200 mg·kg−1 (LD50, Maus, i.p.)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Herstellung

Butyraldoxim kann durch Reaktion von Butanal mit Hydroxylaminhydrochlorid und Natriumhydroxid.[5] Alternativ kann es durch Reaktion von Butanal mit dem Natriumsalz von Hydroxyamin-O-sulfonsäure hergestellt werden.[6]

Reaktionen

Butyraldoxim kann durch Cytochrom-P450-Enzyme aus Rattenleber zu Butyronitril dehydratisiert werden.[7] In Pseudomonas chlororaphis kommt eine Aldoxim-Dehydratase vor, die analog Butyraldoxim zum Nitril umsetzen kann.[8] Butyraldoxim reagiert in einer exothermen Reaktion mit Kupfer(II)-chlorid, Nickel(II)-chlorid, Cobalt(II)-chlorid und Mangan(II)-chlorid und bildet Komplexverbindungen mit vier Oxim-Liganden.[9]

Biologische Wirkung

In Versuchen an Mäusen führte Butyraldoxim zu einer Hemmung der hepatischen Acetaldehyd-Dehydrogenase. Durch Konsum von Ethanol kam es dann zu einer Anreicherung von Acetaldehyd. Eine gleichzeitig auftretende reduzierte Neigung zum Alkoholkonsum, hängt möglicherweise mit den negativen gesundheitlichen Effekten durch Acetaldehyd zusammen.[10] In Ratten tritt ein ähnlicher Effekt auf, ohne dass jedoch der Ethanol-Stoffwechsel in der Leber verändert ist.[11]

Einzelnachweise

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