CFM International
Hersteller von Turbofan-Flugzeugtriebwerken
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CFM International ist ein Joint Venture mit Sitz in Paris, das 1974 zu gleichen Teilen von den beiden Triebwerksherstellern Snecma (heute: Safran Aircraft Engines) und GE Aviation gegründet wurde.[1] Gemeinsam wurde das Turbofan-Triebwerk CFM56 entwickelt, ein kommerziell erfolgreiches Strahltriebwerk der gewerblichen Luftfahrt. Es kommt unter anderem in der Boeing 737, der Airbus-A320-Familie und der A340 zum Einsatz.
| CFM International | |
|---|---|
| Rechtsform | Joint-Venture |
| Gründung | 1974 |
| Sitz | Evendale (Ohio), USA Paris, Frankreich |
| Leitung | Gaël Méheust |
| Branche | Luftfahrt |
| Website | cfmaeroengines.com |
Die Abkürzungen CFM (Firma) und CFM56 (Produkt) sind keine Akronyme, sondern Zusammensetzungen der Bezeichnungen der bereits bestehenden Triebwerksfamilien General Electric CF6 und Snecma M56. Diese Namenswahl sollte bei den Fluggesellschaften von vornherein Vertrauen zu dem neuen Triebwerk herstellen.[2]
Im Dezember 1995 verzeichnete die Aerospace Industries Association 4.474 im Einsatz befindliche CFM-Triebwerke, was 12 % der installierten Basis der weltweiten Flotte ziviler Transportflugzeuge entspricht.[3]
2008 begann CFM mit der Neuentwicklung des LEAP-X (später umbenannt in LEAP), das seit 2016 für die Comac C919, Airbus A320neo und die Boeing 737 MAX verfügbar ist. Zielsetzung hierbei war vorrangig eine Effizienzsteigerung hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs.
Im Jahr 2021 begann die Entwicklung eines Open Rotor-Triebwerkes in der gleichen Leistungsklasse, dem CFM RISE. Durch das hiermit realisierbare hohe Nebenstromverhältnis soll die Kraftstoffeffiziens nochmals deutlich gesteigert werden.
- CFM56
- CFM LEAP, 2011
- CFM RISE, 2024
Standorte
Das Unternehmen produziert weltweit an insgesamt 10 Hauptstandorten.[4] Dabei befinden sich die Niederlassungen von General Electric in
- Evendale, Ohio: Hauptsitz, Konstruktion, Fertigung, Erprobung. Daneben noch weitere kleine Standorte wie Peebles, Rutland, Hooksett und Lynn.
- Durham, North Carolina: Endmontage, Erprobung/Tests. Daneben noch weitere Niederlassungen in Wilmington, Greenville, Auburn, Ellisville
- Victorville, Kalifornien: Flugtests
- Regensburg, Deutschland: Verarbeitung von Titan-Bauteilen, in Auflösung[5]
Der französische Partner Safran-Snecma hat seine Standorte in
- Liers, Belgien: Niederdruckverdichter (bei Techspace Aero)
- Villaroche (u. a.), Frankreich: Endmontage, Tests, teilweise in Verbindung mit Sagem und Hispano-Suiza
- Bengaluru, Indien: Steuerung und Triebwerksanbauten bei Snecma HAL
- Suzhou, Volksrepublik China: Fertigung einzelner Triebwerksmodule
- Querétaro, Mexiko: Fertigung einzelner Triebwerksmodule
Daneben fertigen beide Unternehmen gemeinsam Strukturteile bei Famat in St. Nazaire, ebenfalls in Frankreich.
