CUB (Computer)
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CUB und CUB-Z (für Calculator Universal de Birou, deutsch Universeller Bürorechner) waren zwei Mikrocomputer, die in den 1980er-Jahren bei ICE Felix in Bukarest gefertigt wurden. Der CUB basierte auf dem Intel 8080, der CUB-Z auf dem Z80A – daher das angehängte Z. Der CUB-Z war eines der erfolgreichsten Modelle des Unternehmens und wurde zwischen 1987 und 1989 breit eingesetzt, bevor ihn der HC 88 ablöste. Beide Rechner fanden Verwendung in Verwaltung, Bildungswesen, Büroautomatisierung und rechnergestützter Konstruktion.
CUB
Der CUB mit Intel 8080-Prozessor bestand aus einer auf einer einzelnen Platine untergebrachten Zentraleinheit, einem alphanumerischen Monitor, einer konventionellen Tastatur und ein oder zwei Diskettenlaufwerken einfacher Dichte.
Die Zentraleinheit verfügte über maximal 64 kB Speicher, davon 2–16 kB für Selbsttest- und Monitorprogramme. Der Bildschirm stellte 24 Zeilen zu je 80 Spalten dar, wobei Zeichen normal, invers oder mit regelbarer Helligkeit angezeigt werden konnten. Die QWERTY-Tastatur hatte 78 Tasten, einige davon per Software frei belegbar.
Als externe Speichermedien dienten ein oder zwei Diskettenlaufwerke (5¼ oder 8 Zoll) mit einer Gesamtkapazität von 512 bzw. 1024 kB (doppelseitig, einfache Dichte). Optional war ein Matrixdrucker mit 132 Spalten und 150 Zeichen/s anschließbar.
Als Betriebssystem diente CP/M (Einzelbenutzer, Einzelaufgabe), unter dem die Sprachen BASIC, Pascal, COBOL und weitere verfügbar waren.
CUB-Z
Der CUB-Z bestand aus einem Modul mit integriertem Monochrom-Monitor (grüne Schrift auf schwarzem Grund), das über Flachbandkabel mit der Disketteneinheit (zwei 3½- oder 5¼-Zoll-Laufwerke im selben Gehäuse) verbunden war. Gegenüber dem M118 bot der CUB-Z durch den Z80-Prozessor (statt 8080) bessere Leistung bei deutlich geringerem Volumen.
Das Monitorprogramm (vergleichbar mit einem BIOS) war für rumänische Verhältnisse fortgeschritten. Der Rechner verfügte über einen einfachen Tongenerator, der über Monitorroutinen programmierbar war, sowie über Grafikfähigkeiten (ebenfalls über Monitorroutinen zugänglich). Über die serielle Schnittstelle konnte der CUB-Z mittels Kermit mit anderen Systemen kommunizieren.
In Verbindung mit der programmierbaren Konsole CPP 286 oder CPP 300 konnte der CUB-Z zur Programmierung, Archivierung und Validierung von Programmen für speicherprogrammierbare Steuerungen verwendet werden, einschließlich Offline-Simulation und Online-Ausführung.
| CUB | CUB-Z | |
|---|---|---|
| Prozessor | Intel 8080 | Z80A |
| Taktfrequenz | 3,5 MHz | |
| ROM | 2–8 kB EPROM | 2–8 kB EPROM |
| RAM | 64 kB | 64 kB |
| Textdarstellung | 25 × 80 | 25 × 80 |
| Grafikauflösung | 512 × 256 Pixel | 512 × 256 Pixel |
| Betriebssystem | CP/M | CP/M |
| Schnittstellen | 2× seriell (RS-232), 1× IEEE 488, 2× parallel | 2× seriell (RS-232), 1× IEEE 488, 2× parallel |
Literatur
- A. Petrescu, F. Iacob, Gh. Rizescu u. a.: Totul despre… Calculatorul personal aMIC. Vol. 1. Editura Tehnică, Bukarest 1985.
Siehe auch
- HC 88 – Nachfolger des CUB-Z