CVJM-Hochschule

private, staatlich anerkannte Hochschule in Kassel From Wikipedia, the free encyclopedia

Die CVJM-Hochschule war eine private, staatlich anerkannte Fachhochschule mit Sitz in Kassel in Trägerschaft des CVJM Deutschland. Im April 2026 gründete sie im Zusammenschluss mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt die Evangelischen Hochschule Hessen, welche die bisherigen Studiengänge und Institute fortführt.[3][4] Die Hochschule bot Studiengänge mit Schwerpunkten in Sozialer Arbeit, Religions- und Gemeindepädagogik sowie Öffentlicher Theologie an.[5]

MottoKompetenz für CVJM, Kirche und Gesellschaft
Aktivität27. März 2009 bis 31. März 2026
Trägerschaftprivat
Schnelle Fakten Motto, Aktivität ...
CVJM-Hochschule
Motto Kompetenz für CVJM, Kirche und Gesellschaft
Aktivität 27. März 2009 bis 31. März 2026
Trägerschaft privat
Ort Kassel
Bundesland Hessen
Land Deutschland
Rektor Tobias Faix
Studierende 446 (Wintersemester 2024/2025)[1]
Mitarbeiter 53 (2024)[2]
davon Professoren 9 (2024)[2]
Website www.cvjm-hochschule.de
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Geschichte

Die Hochschule wurde am 27. März 2009 in Kassel gegründet und knüpfte an die Bildungstradition des CVJM seit 1928 an, als die „CVJM-Sekretärschule“ in Kassel-Wilhelmshöhe gegründet wurde. 1973 erfolgte die staatliche Anerkennung als Fachschule für Sozialpädagogik, 1997 die Umbenennung in CVJM-Kolleg.[6] Nach mehrjähriger Projektphase wurde die CVJM-Hochschule 2009 als staatlich anerkannte Fachhochschule gegründet.[6]

Die Hochschule wurde 2008 erstmals durch den Wissenschaftsrat akkreditiert und in den Jahren 2013, 2016 und 2021 reakkreditiert.[7]

Bis 2024 wurden neben den Hochschulstudienprogrammen auch Ausbildungsprogramme auf Fachschulniveau angeboten (CVJM-Kolleg). Diese wurden anschließend an die Stiftung Himmelsfels in Spangenberg übergeben.[8]

Im Mai 2025 beschlossen die Landessynoden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie die Mitgliederversammlung des CVJM Deutschland den Zusammenschluss der CVJM-Hochschule mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt zur „Evangelischen Hochschule Hessen (EHH)“. Der Start der neuen Hochschule erfolgte im April 2026.[3] In einer Übergangsphase wird der Betrieb an drei Standorten (Darmstadt, Kassel, Schwalmstadt-Treysa) fortgeführt, bis Ende 2027 sollen die zwei Standorte Darmstadt und Schwalmstadt-Treysa verbleiben.[3][9] Am 17. Dezember 2025 hat die Landesregierung Hessen im Kabinett ebenfalls den Weg für die neue Evangelische Hochschule Hessen geebnet.

CVJM-Hochschule
Die CVJM-Hochschule in Kassel.

Organisation, Trägerschaft und Campus

Trägerin der Hochschule war die CVJM-Bildungswerk gGmbH, deren Alleingesellschafter der CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V. ist.[5] Die Hochschule wurde zuletzt vom Rektor Tobias Faix geleitet.[5] Der Campus befand sich in Kassel-Bad Wilhelmshöhe. Die Hochschule kombinierte Präsenzphasen mit berufsbegleitenden Online-Formaten.[10]

Studienangebot

Die Hochschule bot Studiengänge mit Schwerpunkten in Sozialer Arbeit, Religions- und Gemeindepädagogik sowie Öffentlicher Theologie an. Die Programme wurden als Präsenzstudium, berufsbegleitendes Online-Studium und praxisintegriertes Studium angeboten.[11]

Forschung und Einrichtungen

Die Forschungsschwerpunkte der Hochschule lagen in den Bereichen Soziale Arbeit, Gemeindepädagogik, Theologie und gesellschaftliche Transformation. Es bestanden mehrere Institute, die sich unter anderem mit Erlebnispädagogik, missionarischer Jugendarbeit, Jugendkultur und Religion sowie ethischem Management beschäftigten.[12]

Internationales

Die CVJM-Hochschule war Teil der International Coalition of YMCA Universities und unterhielt Partnerschaften mit internationalen Hochschulen.[13]

Akkreditierung und staatliche Anerkennung

Die CVJM-Hochschule war staatlich anerkannt durch das Land Hessen und wurde institutionell durch den Wissenschaftsrat akkreditiert.[7] Die im Akkreditierungsbeschluss 2021 gesetzten Auflagen wurden 2024 erfüllt.[14] Die Bachelorstudiengänge waren bis 2030, der Masterstudiengang „Transformationsstudien: Öffentliche Theologie & Soziale Arbeit“ bis 2031 (ohne Auflagen) programmakkreditiert.[15]

Einzelnachweise

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