Camerata Nucleare
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Die Camerata Nucleare – Das Kammerorchester der Deutschen Energiewirtschaft e. V. war ein Orchester von Amateurmusikern, die sich weitgehend aus dem Umfeld der Energiewirtschaft, häufig der nuklearen Stromerzeugung[1], rekrutierten. Bei geeigneten Anlässen trat die Camerata Nucleare auch unter dem Namen SINFONIA E, Symphonieorchester der deutschen Energiewirtschaft auf. Das Orchester war ein eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein. Er finanzierte sich im Wesentlichen aus Mitgliedsbeiträgen, Konzerteinnahmen und dem Verkauf von CDs, aber auch durch Spenden in der Energiewirtschaft tätiger Firmen.
Die Initiative zur Gründung des Orchesters im Jahr 1986 ging auf Reinhardt Ettemeyer, den damaligen technischen Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen, zurück.[2] Das Orchester traf sich mehrmals im Jahr zu Proben sowie für Konzerte und andere Auftritte.
Das Orchester wurde von seiner Gründung bis zur Auflösung vom Dirigenten Jaroslav Opěla geleitet und von verschiedenen Solisten unterstützt.[3] Neben anderen Auftritten nahm die Camerata Nucleare auch an Veranstaltungen im Umfeld der Kernenergienutzung und -forschung teil,[4][5] so trat sie z. B. seit 1987 regelmäßig im Programm der Jahrestagung Kerntechnik (siehe auch Deutsches Atomforum) auf. Die Auftritte waren jedoch nicht auf das Kernenergieumfeld beschränkt – es fanden auch Konzerte in Kirchen und bei anderen Gelegenheiten statt. Die Camerata Nucleare zeichnete 4 CDs mit klassischer Musik auf, die über die Website der Camerata zu beziehen waren.
2011 dachte das Orchester über einen neuen Namen nach, zu einer Umbenennung kam es jedoch nicht.[6][7]
Das Orchester wurde 2015 aufgelöst.[8]
Werke
Die Camerata Nucleare führte Werke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Charles de Bériot, Leonard Bernstein, Georges Bizet, Antonín Dvořák, Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn, George Gershwin, Albert Lortzing, Felix Mendelssohn Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart, Niccolò Paganini und Franz Schubert auf.