Camille Landais
französischer Wirtschaftswissenschaftler
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Camille Landais (* 1. Februar 1981) ist ein französischer Wirtschaftswissenschaftler.
Werdegang, Forschung und Lehre
Landais studierte zwischen 2000 und 2005 Wirtschaftswissenschaft an der ENS Ulm. Anschließend folgte ein Ph.D.-Studium unter der Betreuung von Thomas Piketty, Anthony Atkinson und Bernard Salanié, das er 2009 erfolgreich an der École d’Économie de Paris abschloss.
Nach einem Kurzaufenthalt als Gaststudent an der University of California, Berkeley war Landais zwischen 2010 und 2012 als Postdoc am Stanford Institute for Economic Policy Research der Stanford University tätig. 2012 wechselte er als Assistant Professor an die London School of Economics and Political Science, dort rückte er 2016 zum Associate Professor auf. 2017 wurde er an der Hochschule zum ordentlichen Professor berufen.
Camilles Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Finanzwissenschaft und Arbeitsmarktökonomik. Dabei setzt er sich unter anderem mit dem Spannungsfeld von Ungleichheiten und den Auswirkungen von Steuerpolitik und Sozialversicherungen insbesondere im Fall von Anpassungen auseinander. Hierbei hat er beispielsweise zu steuerlichen Anreizen für die Einwanderung hochqualifizierter Ausländer sowie am Beispiel von Fußballspieler bei hochverdienenden bzw. -vermögenden Personen publiziert. Oftmals arbeitete er mit Henrik Kleven oder Emmanuel Saez zusammen.
Camille nahm und nimmt verschiedene Rollen in der Redaktion von wissenschaftlichen Periodika wahr, dies umfasst unter anderem das Journal of Economic Perspectives, The Review of Economic Studies, das Journal of Public Economics und das American Economic Journal: Applied Economics. Seit 2014 ist er Research Fellow am Centre for Economic Policy Research und seit 2017 am Institute for Fiscal Studies.
2016 wurde Camille mit dem Prix du meilleur jeune économiste de France ausgezeichnet.[1]