Campbell Early
Tafeltrauben-Sorte hybriden Ursprungs
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Campbell Early ist eine Tafeltraubensorte hybriden Ursprungs (Vitis × labruscana). Sie ist auch unter mehreren anderen Namen bekannt, darunter Boscoso, Island Belle, Campbell’s Early und Early Campbell. Ihre Früchte werden wegen ihres attraktiven Aussehens und ihrer Süße geschätzt. Mit über 70 % Marktanteil (2009) ist sie die Hauptsorte für die Produktion von Tafeltrauben in Südkorea.[1] In Japan werden die Beeren hauptsächlich für Saftherstellung und Weinproduktion verwendet.[2] Früher war sie eine besonders empfohlene Standardsorte für den New Yorker Markt.[3]
| Campbell Early | |
|---|---|
| Synonyme | Boscoso, Island Belle |
| Art | Interspezifische Kreuzung |
| Beerenfarbe | schwarz |
| Verwendung | |
| Herkunft | Delaware (Ohio) |
| Züchter | George W. Campbell |
| Züchtungsjahr | 1890 |
| VIVC-Nr. | 2029 |
| Abstammung | |
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Kreuzung aus | |
| Liste von Rebsorten | |

Geschichte
Die Sorte ist eine Kreuzung zwischen Moore Early und einer Kreuzung aus Muscat de Hambourg und Belvidere. Sie wurde 1890 vom Gartenbauingenieur George W. Campbell (1817–1898) in Delaware (Ohio) aus Samen gezüchtet. Sie wurde 1892 ausgewählt und 1894 auf den Markt gebracht. Sie fand viel Beachtung und verbreitete sich schnell. Es gibt eine Sprossmutation namens Ishihara-wase, auch bekannt als „Large berry Campbell“, deren Tetraploidie zu größeren Beeren führt.[4][5] Niabell und Early Niabell wurden aus einer Kreuzung mit der Sorte Niagara gezüchtet.[4] Weitere Nachkommen sind Jinok, Kyohō und Hongisul.
Beschreibung
Die Pflanze gilt als relativ resistent gegen Krankheitserreger, obwohl Schwarzfleckenkrankheit (Phomopsis viticola) und Pseudocercospora/Isariopsis-Blattflecken ein Problem darstellen können. Sie ist sowohl an heißes und feuchtes Klima angepasst als auch sehr winterhart. Sie leidet, wenn bestimmte Bodenbedingungen nicht erfüllt sind.[6] Die Blüten sind selbstbefruchtend. Die Beeren reifen früh in recht großen, eher kompakten Trauben.[1] Die mittelgroßen bis großen Beeren sind von guter Qualität.[3] Unter ungünstigen Feuchtigkeitsbedingungen können sie zum Platzen neigen.[7] Die (für eine Labruscana) relativ dünne Fruchtschale ist purpurschwarz und mit reichlich Wachs bereift. Ein gewisser Fuchston (das typische Aroma der eingekreuzten namensgebenden „Fuchsrebe“) im Geschmack des grünlichen, durchscheinenden und saftigen Fruchtfleisches verschwindet, sobald die Beeren voll ausgereift sind.
Literatur
- Ulysses Prentiss Hedrick, Nathaniel Ogden Booth: The grapes of New York. J. B. Lyon, Albany 1908, S. 196 ff., doi:10.5962/bhl.title.6916 (englisch, archive.org).
