Canal des mines de fer de la Moselle
Kanal in Frankreich
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Der Canal des mines de fer de la Moselle (Mosel-Eisenminen Kanal) ist ein Kanal der Mosel, der Metz und Thionville verbindet.
| Canal des mines de fer de la Moselle | |
|---|---|
Canal des mines de fer de la Moselle in Talange | |
| Lage |
|
| Länge | 29,3 km |
| Erbaut | 1919–1932 |
| Klasse | I (Freycinet-Klasse) |
| Beginn | Thionville |
| Ende | Metz |
| Abstiegsbauwerke | 4 |
| Häfen | Talange |
| Genutzter Fluss | Mosel |
Geschichte
Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Stahlindustrie in Lothringen wuchs, kam der Wunsch nach einer besseren Verkehrsverbindung für Massengüter auf. Von Metz flussabwärts konnten seit ca. 1851 Schiffe mit maximal 80 t, je nach Wasserstand meist 60 t, fahren.[1] Napoleon III. erließ 1867 ein Dekret, um den Bau eines Wasserwegs zu untersuchen. Ungefähr die Hälfte des Weges sollte die Mosel selbst ausgebaut werden, die andere Hälfte mit einem Kanal parallel zur Mosel überbrückt werden, die Gesamtlänge betrug ca. 60 km. Man begann von Frouard aus nach Norden, Richtung Metz, zu bauen. Der Deutsch-Französische Krieg unterbrach 1870/71 die Arbeiten. Während der Deutschen Annexion wurden sie nicht fortgesetzt. Der Bau der Eisenbahn von Berlin nach Metz (Kanonenbahn), Eröffnung 1878, machte den ökonomischen Nutzen fragwürdig.
Nachdem 1919 Lothringen wieder französisch geworden war, wurde mit Unterstützung des Barons Humbert de Wendel die Gesellschaft Canal des Mines de Fer de la Moselle (CAMIFEMO) gegründet. Die Arbeiten an dem Kanal begannen 1919 und waren 1932 beendet. Er ging von Metz bis Thionville, war für Péniche-Schiffe bis 400 t ausgelegt und verlief parallel zur Mosel.[2] Zu dieser Zeit war die Schifffahrt mit Schiffen dieser Größenordnung nicht mehr rentabel und wurde von der Eisenbahn abgelöst. Beim Bau hat man die Möglichkeit vorgesehen, die Schleusen später zu verlängern, für die Moselkanalisierung wurden neue Schleusen gebaut.[3] Mit der Moselkanalisierung (1958–1964) wurde der Seitenkanal erweitert und in die Großschifffahrtsstraße integriert. Dabei wurden die vier Schleusen durch zwei in Richemont und Talange ersetzt.[4]
Gemeinden am Kanal versuchen, die ehemaligen Stahlfabriken und den Kanal umzuwandeln, so wird z. B. in Talange eine Recyclinganlage und ein Logistikzentrum gebaut. Zusätzlich wird am alten Hafen eine Marina mit 50 Häusern und 100 Appartements gebaut.[5][6]
Verlauf
Der Kanal beginnt im Norden kurz hinter der Mündung der Orne in die Mosel mit der Schleuse Orne Richemont. Der Kanal verläuft auf der linken Seite der Mosel im Moseltal, der Fluss mäandriert stark. Im Ort Talange beginnt kurz vor der Schleuse auf der linken Seite ein Stichkanal von ca. 1 km Länge, der zum ehemaligen Hafen des Stahlwerks führt. Der Stichkanal ist für kleine Sportboote befahrbar.[7] Der Kanal endet kurz vor Metz bei Maizières-lès-Metz.[8]
Literatur
- Françoise Berger: Les enjeux de la canalisation de la Moselle et de la Sarre jusqu’au Rhin pour les industriels sidérurgistes du bassin Lorraine-Sarre-Luxembourg (jusqu’aux années 1950), Archives nationales Archives nationales du monde du travail, 2015, ISBN 978-2-11-128204-9. Online[9]
- Guide Fluvial – Alsace Lorraine, Édtions du Breil, Castelnaudery 2007, ISBN 978-2-913-12071-6
