Canary Black
Film von Pierre Morel (2024)
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Canary Black ist ein Spielfilm aus dem Jahr 2024 von Regisseur Pierre Morel nach einem Drehbuch von Matthew Kennedy mit Kate Beckinsale. Der Actionthriller-Agentenfilm wurde am 24. Oktober 2024 auf Prime Video veröffentlicht.[2][3][4]
Vereinigtes Königreich
| Film | |
| Titel | Canary Black |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2024 |
| Länge | 101 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Sentient Entertainment, Anton Corp., Brickell & Broadbridge International, Oakhurst Entertainment |
| Stab | |
| Regie | Pierre Morel |
| Drehbuch | Matthew Kennedy |
| Produktion | Sébastien Raybaud, John Zois, Renee Tab, Christopher Tuffin, Carsten H.W. Lorenz, Jeff Elliott, Marina Grasic |
| Musik | Jessica Rose Weiss |
| Kamera | Thierry Arbogast |
| Schnitt | Tania Goding |
| Besetzung | |
| |
| → Synchronisation | |
Handlung
In Tokio tötet die CIA-Agentin Avery Graves den japanischen Waffenhändler Kenji und entwendet einen USB-Stick. Kenji lieferte Waffen an Terroristen. Als Nächstes soll Avery die Auftragsmörderin Kali, die Waffenhändler und Drogenkuriere umbringt, ausforschen. Als sie in ihre Wohnung in Zagreb zurückkehrt, ist ihr Mann David Brooks verschwunden. Sie wird daraufhin von Konrad Breznov kontaktiert, für den sie Canary Black besorgen soll, eine Datei, die in einem künstlichen Zahn von Laszlo Stoica versteckt ist und das Material beinhaltet, mit dem Regierungsmitglieder erpresst werden könnten. Stoica sitzt wegen Spionage in einem CIA-Gefängnis. Im Austausch für David soll sie ihm die Datei aushändigen. Im Gefängnis zieht Avery Stoicas Zahn, findet aber keine Datei. Sie muss fliehen und wird nun von der CIA gesucht.
Sie trifft sich mit ihrem Chef Jarvis Hedlund in seinem Auto, um über Canary Black zu sprechen. Hedlund stellt Avery eine Falle, und die CIA nimmt sie fest. Ihr Konvoi gerät in einen Hinterhalt maskierter Männer. Avery kann fliehen, nachdem der Wagen, in dem sie transportiert wird, verunglückt und sich überschlägt. Ein maskierter Mann verfolgt sie in eine Gasse, wo sie ihn ersticht. Sie reißt ihm die Maske vom Gesicht und erkennt, dass es sich um ihren Nachbarn Niklaus handelt, der in Wirklichkeit Rurik van Klaus heißt. Er stirbt, bevor er etwas über Davids Aufenthaltsort verraten kann.
Avery fesselt den stellvertretenden Direktor Nathan Evans in seinem Hotelzimmer und foltert ihn, um sein Passwort zu erhalten. Nachdem sie feststellt, dass sein Account gesperrt ist, bittet sie die befreundete Hackerin Sorina um Hilfe, um physischen Zugang zu einem CIA-Server zu erlangen. Mithilfe von Sorinas Drohne, die Personen transportieren kann, gelangt Avery auf das Dach des Gebäudes. Dort kopiert sie die Datei Canary Black. Nach ihrer Flucht aus dem Gebäude bringt sie die Datei zu Sorina. Diese analysiert sie und entdeckt, dass Canary Black ein Virus ist, der Computersysteme lahmlegen, die gesamte Internetnutzung unterbrechen und weltweit einen Börsencrash auslösen kann.
Avery nimmt Sorinas Handy und schickt Hedlund eine SMS mit der Anweisung, den Standort des Handys zu orten. Anschließend fährt sie zu einer vereinbarten Telefonzelle, wo sie auf Breznovs Anruf wartet. Dort wird sie von einem seiner Handlanger mit einem Elektroschocker außer Gefecht gesetzt, der ihr eine Injektion verabreicht. Sie wird daraufhin in Breznovs Quartier gebracht.
Breznov sendet ein Video an ein in New York City stattfindendes Gipfeltreffen, in dem er verkündet, über den Computervirus Canary Black zu verfügen. Er fordert ein Lösegeld in Höhe von einem Prozent des BIP jedes Landes. Um zu zeigen, wie ernst es ihm ist, kappt er die Stromversorgung in Singapur. Hedlund ortet Sorinas Handy, das Avery bei sich trägt, und findet das Versteck, wo er von Breznov erschossen wird. Während Avery an Ketten hängt, wird David in den Bauch geschossen und droht zu verbluten. David greift nach einem Messer, tötet zwei Handlanger und offenbart Avery, dass er Kali ist, dass er sie während ihrer gesamten Ehe belogen hat und dass er es war, der Breznov von Canary Blacks Existenz erzählt hat.
Nachdem die Lösegeldzahlungen eingegangen sind, kappt David in Breznovs Quartier die Stromversorgung. In einem Kampf tötet Avery Breznov und verhindert anschließend die Weiterverbreitung des Virus. Avery gibt David ihren Verlobungsring zurück und erklärt, dass ihre Ehe nicht mehr zu retten ist. Als die CIA eintrifft, flüchtet David in den Fluss und Avery wird verhaftet. In Haft verhöhnt Evans sie und behauptet, David sei tot. Elizabeth Mills bietet Avery anstatt einer Haftstrafe einen Job bei MC6 an, einer Organisation, die hochriskante Missionen übernimmt. Draußen entdeckt Avery ihren Ring an einem Geländer.
Besetzung und Synchronisation
Die deutschsprachige Synchronisation übernahm die Splendid Synchron. Dialogregie führte Martin Keßler, der auch das Dialogbuch schrieb.[5]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher[5] |
|---|---|---|
| Avery Graves | Kate Beckinsale | Marie Bierstedt |
| Agent Maxfield | Jaz Hutchins | Tim Knauer |
| David Brooks | Rupert Friend | Alexander Doering |
| Konrad Breznov | Goran Kostić | Matthias Scherwenikas |
| Sorina | Romina Tonkovic | Marie Hinze |
| Stationschef Jarvis Hedlund | Ray Stevenson | Axel Strothmann |
| stellv. Direktor Nathan Evans | Ben Miles | Frank Röth |
Produktion und Hintergrund
Produziert wurde der Film vom britischen Filmproduktionsunternehmen Anton Corp. (Produzenten Sébastien Raybaud und John Zois) und der amerikanischen Sentient Entertainment (Produzenten Renee Tab, Christopher Tuffin und Carsten H.W. Lorenz) sowie der US-amerikanischen Brickell & Broadbridge International (Produzent Jeff Elliott) und Oakhurst Entertainment (Produzentin Marina Grasic), die Serviceproduktion in Kroatien übernahm MP Produkcija (Serviceproduzent Igor A. Nola).[2][6][7][8]
Die Dreharbeiten fanden vom 21. Oktober 2022 bis zum 31. Januar 2023 in Zagreb statt. Szenen, die in Tokio spielen, wurden in Rovinj gedreht. Ursprünglich war als Drehort Prag vorgesehen.[8][9]
Die Kamera führte Thierry Arbogast, die Musik schrieb Jessica Rose Weiss, die Montage verantwortete Tania Goding und das Casting Daniel Hubbard. Das Szenenbild gestaltete Sebastian T. Krawinkel und das Kostümbild Nikolina Kostanjsek.[2] Der 2023 verstorbene Schauspieler Ray Stevenson ist in einer seiner letzten Rollen zu sehen.[10]
Im Mai 2025 reichte Hauptdarstellerin Kate Beckinsale beim Obersten Gerichtshof in Los Angeles Klage gegen die Produzenten ein: Darin warf sie ihnen vor, sie gefährlichen Arbeitsbedingungen ausgesetzt und schwer verletzt zu haben. Im Dezember 2022 hatte sich Beckinsale während einer Action-Szene am Knie verletzt und musste aufgrund eines Meniskusrisses operiert werden; die Produktion verzögerte sich um zwei Monate.[11]
Veröffentlichung
In den Niederlanden erschien der Film am 10. Oktober 2024.[10] Auf Prime Video wurde der Actionthriller-Agentenfilm am 24. Oktober 2024 veröffentlicht.[2]
Rezeption
Kritiken
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 18 %[13] |
derwatchdog.de vergab 1,5 von 5 Sternen. Der Film biete nichts, was man nicht schon in unzähligen Agenten-Thrillern zuvor gesehen habe und dort auch deutlich besser.[14]
Oliver Armknecht bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit vier von zehn Punkten. Dieser sei zwar prominent besetzt, ansonsten aber kaum erwähnenswert, wenn nur die üblichen Stationen abgeklappert werden. Da könnten auch die gelegentlichen soliden Actionszenen nichts mehr rausreißen.[15]
Abrufe
Laut digital i erreichte der Film im Oktober 2024 in Deutschland 724.000 zusehende Haushalte und lag damit auf Platz neun der Film-Streaming-Charts.[16]
Weblinks
- Canary Black bei IMDb
- Canary Black in The Movie Database
- Canary Black auf ZDF.de