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Cantor-Rundblattnase

Art der Gattung Hipposideros From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Cantor-Rundblattnase (Hipposideros galeritus) ist ein mit mehreren disjunkten Populationen im südlichen Asien verbreitetes Fledertier in der Gattung der Altwelt-Rundblattnasen. Das Typusexemplar stammt von der Insel Penang vor der Westküste der Malaiischen Halbinsel. Das Tier zählt innerhalb der Gattung zu einer Artengruppe, die nach der Sporn-Rundblattnase (Hipposideros calcaratus) benannt ist. Vor wenigen Jahren wurde noch eine enge Verwandtschaft zur Zweifarbigen Rundblattnase angenommen.[1][2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Cantor-Rundblattnase

Cantor-Rundblattnase (Hipposideros galeritus)

Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Überfamilie: Hufeisennasenartige (Rhinolophoidea)
Familie: Rundblattnasen (Hipposideridae)
Gattung: Altwelt-Rundblattnasen (Hipposideros)
Art: Cantor-Rundblattnase
Wissenschaftlicher Name
Hipposideros galeritus
Cantor, 1846
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Verbreitung
Verbreitungsgebiet der Cantor-Rundblattnase

Unterarten und Verbreitung

Gewöhnlich werden vier Unterarten gelistet.[1][2]

Merkmale

Die Cantor-Rundblattnase erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 45 bis 59,5 mm, eine Schwanzlänge von 29,5 bis 37 mm und ein Gewicht von etwa 8,5 g. Sie hat 45 bis 51 mm lange Unterarme, Hinterfüße von 5 bis 8 mm Länge und 14,5 bis 17 mm Lange Ohren. Meistens sind die Männchen etwas kleiner als die Weibchen. Typisch sind annähernd dreieckige kleine Ohren und ein Antitragus, der mehr als ein Drittel des Ohres einnimmt. Das Nasenblatt hat die für Rundblattnasen kennzeichnende Form. Der sackartige Hautlappen im vorderen Teil ist bei Männchen groß. Das graubraune Fell kann leichte rötliche Schattierungen aufweisen. Diese Fledermaus hat eine etwas hellere Unterseite.[2]

Lebensweise

Das Tier hält sich in feuchten und trockenen Wäldern im Flachland und in Gebirgen bis 1100 Meter Höhe auf. Es besucht gelegentlich Plantagen mit Bäumen zur Gewinnung von Gummiharz. Diese Fledermaus jagt in der Nacht Käfer, Nachtfalter und andere Insekten. Die Rufe zur Echoortung haben eine Frequenz zwischen 109 und 117 kHz. Am Tage ruhen die Exemplare in Felsspalten, unter überhängenden Felsen, in verlassenen Bergwerken, in Straßendurchlässen, in Mauerspalten, in Höhlen oder in Tunneln. Im Versteck bilden sich Kolonien mit einigen Dutzend bis mehreren Hundert Mitgliedern. Öfter kommen gemischte Kolonien mit der Rehbraunen Rundblattnase (Hipposideros cervinus), der Diadem-Rundblattnase oder mit Vertretern der Gattungen Dobsonia, Höhlen-Langzungenflughunde, Langflügelfledermäuse, Grabfledermäuse und Emballonura vor. Auf Sri Lanka wird das Versteck häufig gewechselt. Die Art hält sich im Flug in Nähe des Grundes auf.[3][2]

Soweit bekannt besuchen Weibchen zur Aufzucht der Nachkommen Höhlen. Einige Weibchen trugen im Mai Jungtiere mit sich.[2]

Gefährdung

Wie stark Waldrodungen und Störungen an den Ruheplätzen Einfluss auf den Bestand haben, ist nicht bekannt. Die Gesamtpopulation wird als groß eingeschätzt und es sind einige Schutzgebiete vorhanden. Die IUCN listet de Cantor-Rundblattnase als nicht gefährdet (least concern).[3]

Einzelnachweise

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