Captain Leonidas

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Die Captain Leonidas war ein griechisch betriebenes Frachtschiff, das am 7. April 1968 im Messier-Kanal in Chile auf Grund lief.[1][2][3][4] Das Wrack ist bis heute auf dem Bajo Cotopaxi sichtbar und gilt in den patagonischen Kanälen als markanter Orientierungspunkt für die Schifffahrt.[1][2][5]

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Captain Leonidas
Wrack der Captain Leonidas im Messier-Kanal, Chile (1989)
Wrack der Captain Leonidas im Messier-Kanal, Chile (1989)
Schiffsdaten
Flagge Panama Panama
andere Schiffsnamen Molda (1937–1959)
Molda County (1959–1961)
Molda (1961–1963)
Fana (1963–1965)
Rufzeichen HOLE
Heimathafen Panama
Bauwerft Deutsche Schiff- und Maschinenbau Aktiengesellschaft, Bremen
Baunummer 916
Stapellauf 1937
Indienststellung 1937
Verbleib 7. April 1968 im Messier-Kanal auf Grund gelaufen; Wrack noch vorhanden
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 132,6 m (Lüa)
Breite 17 m
Tiefgang (max.) 7,7 m
Vermessung 5137 BRT / 2983 NRT
 
Besatzung 25
Maschinenanlage
Maschine 2 × MAN-Dieselmotor
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 2.648 kW (3600 PS)
Höchst­geschwindigkeit 13,5 kn (25 km/h)
Propeller 1
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 8425 tdw
Sonstiges
Registrier­nummern IMO-Nr. 5427057
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Geschichte

Das Schiff wurde 1937 in Bremen bei Deutsche Schiff- und Maschinenbau Aktiengesellschaft gebaut. Es lief zunächst als norwegisches Frachtschiff Molda vom Stapel und stand über mehrere Jahrzehnte unter norwegischer Flagge.[6][3][4]

Im Verlauf seiner Dienstzeit trug das Schiff auch die Namen Molda County und Fana, bevor es Mitte der 1960er Jahre an einen griechischen Betreiber verkauft und in Captain Leonidas umbenannt wurde.[6][3][4]

Havarie

Am 7. April 1968 lief die Captain Leonidas auf dem Bajo Cotopaxi im Messier-Kanal auf Grund, als sie sich auf einer Reise von Santos in Brasilien nach Valparaíso in Chile befand.[2][1][6][3] Das Schiff konnte nicht wieder flottgemacht werden und blieb an Ort und Stelle liegen.[6][3]

In einigen Internetquellen wird die Havarie als absichtliche Strandung im Zusammenhang mit einem möglichen Versicherungsbetrug beschrieben. Diese Darstellung wird jedoch von belastbaren Sekundärquellen nicht einheitlich gestützt und gilt daher als unbestätigt.[7][8][9]

Über Tote oder Verletzte wurde nicht berichtet.[3]

Lage des Wracks

Das Wrack liegt im Messier-Kanal in Westpatagonien in Chile, nördlich der Angostura Inglesa, einer nur etwa 200 m breiten Engstelle.[2][1] Der Kanal ist eine tief eingeschnittene, fjordähnliche Wasserstraße, deren Wassertiefe stellenweise mehr als 1000 Meter beträgt.[10]

Der Rumpf der Captain Leonidas liegt dagegen auf dem flachen Riff des Bajo Cotopaxi.[2][5][3] Dadurch hebt sich das Wrack deutlich von dem umgebenden Tiefwasser ab.

Das Wrack dient bis heute als nautischer Orientierungspunkt und ist in Seekarten verzeichnet.[1][3]

Heutiger Zustand

Die Captain Leonidas bei rauer See im März 2026.

Die Reste des Schiffes ragen weiterhin über die Wasserlinie hinaus und werden regelmäßig von Passagieren der Schiffe fotografiert, die die patagonischen Kanäle befahren, darunter auch Fährverbindungen zwischen Puerto Montt und Puerto Natales.[2][8][9]

Darüber hinaus dient das Wrack als Leuchtfeuer (NGA n.º 2068, Adm.: G 1552) und markiert den nördlichen Eingang der Angostura Inglesa.

Fotografien und Beobachtungen zeigen, dass sich der Zustand des Schiffs im Verlauf der Zeit erheblich verschlechtert hat.[3][5]

Commons: Captain Leonidas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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