Carduelis

Gattung der Familie Finken (Fringillidae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Carduelis bezeichnet eine Gattung in der Unterfamilie der Stieglitzartigen innerhalb der Familie der Finken (Fringillidae). Der Name stammt vom Lateinischen carduus (Distel). Auf diesen Ursprung geht der wissenschaftliche Name der Typusart, des Stieglitz, der auch Distelfink genannt wird, „Carduelis carduelis“ zurück.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Carduelis

Stieglitz (Carduelis carduelis), Männchen

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae)
Tribus: Carduelini
Gattung: Carduelis
Wissenschaftlicher Name
Carduelis
Brisson, 1760
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Seit der Jahrtausendwende hat sich die Zusammensetzung der Gattung rapide verändert. Die vormals recht artenreiche Gattung mit über 30 Arten hat sich aufgrund molekulargenetischer Untersuchungen als nicht monophyletisch herausgestellt und wurde im Zuge genauerer Untersuchungen schließlich in mehrere Gattungen aufgeteilt. Zurzeit (2018) enthält die Gattung nur noch drei Arten.

Merkmale

Die Arten der Gattung sind mittelgroße Finken mit kurzen, kegelförmigen, recht kräftigen Schnäbeln. Die Vögel haben eine Körperlänge von etwa 11 bis 13 Zentimetern. Die Flügelspannweite beträgt 21 bis 25 Zentimeter und das Körpergewicht variiert von etwa 12 bis 19 Gramm.

Das Gefieder der drei Arten ist im Allgemeinen bunt, aber ohne gattungstypische Merkmale. Der Geschlechtsdimorphismus ist bei Korsika- und Zitronenzeisig schwach, beim Stieglitz nicht sichtbar ausgeprägt. Der Gesang aller drei Arten ist ähnlich und kann als „munter zwitschernd“ umschrieben werden.

Systematik

Durch DNA-Untersuchungen des mitochondrialen Cytochrom b[1] wurde festgestellt, dass die Kreuzschnäbel (Loxia) in der damaligen Gattung Carduelis enthalten sind.[2][3] Durch mehrjährige Gefangenschaftsbeobachtungen[4] an asiatischen und europäischen Stieglitzunterarten und drei Chloris-Arten (Grünfinken) wurde gezeigt, dass die verschiedenen Unterarten des Stieglitzes und die drei untersuchten Grünlingsarten zwei in sich geschlossene, ohne Übergangsformen voneinander getrennte Gruppen der Carduelis-Gattung bilden. Weiteren Aufschluss lieferte im Jahre 2012 eine molekulargenetische Studie der Finkenvögel,[5] nach der eine große Umstrukturierung der Stieglitzartigen vorgenommen wurde, die darin resultierte, dass die Gattung Carduelis in eine Vielzahl von Gattungen aufgeteilt wurde, darunter die Birkenzeisige (Acanthis), die Hänflinge (Linaria) und die Grünfinken (Chloris).

Arten

Einzelnachweise

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