Carl Arp

deutscher Landschaftsmaler From Wikipedia, the free encyclopedia

Carl Arp (* 3. Januar 1867 in Kiel; † 6. Januar 1913 in Jena) war ein deutscher Landschaftsmaler.

Die alte Brücke in Saalfeld, 1889
Dorf am Wasser, 1893
Der Weimarer Park (um 1890)

Leben

Carl Arp ist vor allem als Landschaftsmaler, Gründungsmitglied der Schleswig-Holsteinischen Kunstgenossenschaft und Vertreter der Weimarer Malerschule bekannt geworden. Arp studierte ab 1886 bei Theodor Hagen und Leopold von Kalckreuth an der Weimarer Kunstschule, der späteren Akademie Weimar. Er gilt als einer der Hauptvertreter des „plein air“, d. h. der Freilichtmalerei.

1891 nahm er das Studium bei Th. Hagen in Weimar wieder auf, verließ die Kunstschule aber 1894 ohne Abschluss, da der Großherzog Arps Bilder aus der Permanenten Ausstellung durch „allerhöchsten Befehl“ hatte entfernen lassen. Danach arbeitete er an wechselnden Orten, u. a. in Kiel und Weimar, und unternahm zahlreiche Reisen. 1889 reiste er nach Taormina, 1892 in die Künstlerkolonie Gothmund und erneut nach Taormina und Tunis.[1] 1895 nach Venedig und Taormina, 1900 an den Gardasee und nach Tirol. 1902 erbaute er sich in Timmdorf in Ostholstein ein Haus, wo er bis 1905 ansässig blieb. Nach einem Aufenthalt in Paris kehrte er 1905 nach Weimar zurück. Ab 1908 malte Arp häufig zusammen mit Christian Rohlfs überwiegend im Engadin. 1912 wurde ihm der Professorentitel verliehen. Eine enge Freundschaft verband ihn mit Christian Rohlfs, den er in sein Haus in Timmdorf einlud und in die Schweizer Alpen begleitete.

Arp hatte Ausstellungen in Kiel, Weimar, München, Berlin und Düsseldorf. Seine Werke sind ausgestellt in Kiel, Danzig und Weimar.

Arp war ein Vetter des Malers, Bildhauers und Lyrikers Hans Arp.

Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Schiff nach ihm benannt, die von der Luftwaffe vor Dünkirchen versenkte und wieder seetüchtig gemachte ehemalige SS Cap Tafelneh.

Werke

Arps Werke sind in der Regel Ölgemälde und Aquarelle deutscher Landschaften mit Motiven aus seiner Heimat in Schleswig-Holstein – so malte er 1892 in Gothmund[2] – und der Kieler Förde sowie von seinen Reisen nach Süddeutschland, in die Alpen und Italien.

  • An der Kieler Förde, 1891, Öl auf Leinwand, 65,5 × 123 cm. Jürgen und Maria Elisabeth Rasmus Stiftung, Hamburg.
  • Winterlandschaft bei Weimar, 1892, 27,5 × 35 cm. Kunsthalle zu Kiel
  • An den Schleusen, oil on board, Breite 75 cm, Höhe 54 cm
  • Giardino Publico, Venedig, oil on board, Breite 31 cm, Höhe 24 cm
  • Taormina, 1895, Öl auf Leinwand, Breite 73 cm, Höhe 40 cm
  • Blühende Statitien (Sylt), 1906, 75 × 100 cm. Kunsthalle zu Kiel
  • Am Pasaader See, 1910, 80 × 111 cm. Jürgen und Maria Elisabeth Rasmus Stiftung, Hamburg
  • Tauwetter, 1910, Öl auf Leinwand, Breite 77 cm, Höhe 54 cm
  • Matterhorn, oil on board, Breite 16,5 cm, Höhe 21,5 cm
  • Matterhorn, 1912, Öl auf Leinwand, Breite 100,5 cm, Höhe 75 cm

Literatur

  • Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte: Bd. 59 S. 159.
  • Wolff-Thomsen u. a.: Vertreter der Schleswig-Holsteinischen Kunstgenossenschaft Carl Arp – Jacob Alberts – Ludwig Dettmann – Georg Burmester – Helene Gries-Danican. In: Ich muss ja – sammeln! Die Kunstsammlung des Malerfreundes, Wagnerianers und Arztes Dr. Paul Wassily (1868–1951) in Kiel. Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Ludwig, Kiel 2006, ISBN 978-3-937719-41-2, S. 85 ff.
  • Walther Scheidig: Die Weimarer Malerschule. E. A. Seemann, Leipzig 1991, ISBN 3-363-00538-5.
  • Hendrik Ziegler: Die Kunst der Weimarer Malerschule. Von der Pleinairmalerei zum Impressionismus. Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2001, ISBN 3-412-15400-8 (online).
  • Ulrich Schulte-Wülwer: Kieler Künstler. Band 2: Kunstleben in der Kaiserzeit 1871–1918. Boyens, Heide 2016, ISBN 978-3-8042-1442-2, S. 426–443.
  • Ulrich Schulte-Wülwer, Telse Wolf-Timm: Der Kieler Maler Carl Arp (1867–1913). Verlag Ludwig, Kiel [2016], ISBN 978-3-86935-282-4.
  • Ulrich Schulte-Wülwer: Die Entdeckung der Natur. Landschaftsbilder der Weimarer Malerschule in der Sammlung Rasmus. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2025, ISBN 978-3-7319-1519-5, S. 170–183.
Commons: Carl Arp – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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