Carl August Elsner
deutscher Militäringenieur und Malerdilettant
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Carl August Elsner (* 6. Dezember 1785 in Alt Beckern bei Liegnitz; † 12. Mai 1855 in Breslau)[1] war ein deutscher Militäringenieur und Malerdilettant.
Leben
Carl August Elsner war der Sohn des Papierfabrikanten Christoph Gottlieb Elsner. Er erhielt bis zu seinem 14. Lebensjahr Unterricht bei einem Hauslehrer und nebenher Privatunterricht im Handzeichnen. Ab 1801 machte er drei Jahre eine Ausbildung im Vermessungswesen an einer Schule zur Ausbildung von Forstbeamten in Lüben. 1810 ging er nach Berlin zum Studium an der Bauakademie. Außerdem besuchte er auch an der Akademie der Künste den Unterricht bei Carl Ludwig Kuhbeil, Johann Erdmann Hummel, Konrad Levezow, Aloys Hirt und Carl Franz Jacob Heinrich Schumann. Im Februar 1813 folgte er dem Aufruf zur Teilnahme am Befreiungskrieg und ging nach Breslau, wo er die Prüfung zum Ingenieur-Pantograf-Fähnrich ablegte und zum Ingenieur-Geografen ernannt wurde. Er nahm im Laufe des Krieges an mehreren Schlachten teil und wurde nach der Schlacht bei Leipzig zum Offizier befördert. Auch 1815 nahm er an mehreren Schlachten teil, kehrte Anfang 1816 nach Berlin zurück, wurde in das neu eingerichtete Ingenieur-Corps aufgenommen, zum Premierleutnant befördert und nach Stralsund versetzt. 1819 wurde er zum Kapitän (Hauptmann) befördert, 1820 als Platzingenieur nach Spandau geschickt und wurde er 1821 Lehrer an der Artillerie- und Ingenieurschule in Berlin. Gleichzeitig war er Mitglied der Obermilitärexamimationskommission. 1822 heiratete er Karoline Maria Martin.[2] 1827 machte er das Examen zum „Premiercapitain“ und wurde 1828 auf diese Stelle befördert. Als er 1835 starb, war er Oberstleutnant a. D.[1]
Elsner hatte nebenher großes künstlerisches Interesse und widmete sich in seiner Freizeit der Landschaftsmalerei. Durch die Bekanntschaft mit Carl Blechen wurde er 1832 dessen Schüler und am 30. Januar 1833 in den Berlinischen Künstler-Verein aufgenommen. Auf der Berliner Akademieausstellung 1832 wurde sein Bild „Schloss in einem See“ und 1834 die Ölgemälde „Scene aus dem italienischen Landleben“, „Ansicht aus der Vorhalle eines Klosters in eine Gebirgslandschaft“ sowie „Das schlesische Riesengebirge, von Liegnitz aus gesehen“ gezeigt.
Literatur
- Autobiographie, kommentiert von Reimar F. Lacher. In: Berliner Klassik. Eine Großstadtkultur um 1800/Online-Dokumente, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften 2005, S. 34–37