Wikiwand AI

Carl Ernst von der Lochau

sächsischer Geheimer Rat und preußischer Landrat From Wikipedia, the free encyclopedia

Carl Ernst von der Lochau (* 25. März 1747; † 23. Juni 1817) war ein königlich-sächsischer Geheimer Rat und später königlich-preußischer Landrat.

Gutspark in Roitzsch.
Wappen derer von der Lochau.

Leben

Er stammte aus dem Adelsgeschlecht von der Lochau und um 1763 auf die Königliche Fürsten- und Landesschule zu Grimma. C. E. von Lochau trat danach in den Dienst der Wettiner in Dresden. Am 11. April 1798 kaufte Carl Ernst von der Lochau als damaliger Geheimer Finanzrat von der Witwe Johanne Auguste Brigitte von Minkwitz deren Erb- und Allodialrittergut Niederglaucha im Amt Eilenburg ab. Lochau war des Weiteren Gutsherr in Roitzsch sowie Stifts-Merseburgischer Kammer-Direktor.

Nach dem Wiener Kongress und der Abtretung etwa der Hälfte des sächsischen Territoriums an Preußen wechselte auch Carl Ernst von der Lochau die Seiten. Er verließ den sächsischen Staatsdienst und wurde 1816 im Kreis Bitterfeld erster preußischer Landrat. Allerdings war er nur kurz im Dienst, da er bereits im folgenden Jahr im Alter von 70 Jahren starb.

Familie

Carl Ernst von der Lochau war verheiratet[1] mit Johanne Charlotte geborene von Könneritz, der Schwester des Kammerherrn, auch Hof- und Justitienrates Julius Ferdinand von Könneritz in Dresden. Das Paar hinterließ die beiden Töchter Johanne Henriette Caroline (* 22. Januar 1780 in Roitzsch; 2. August 1850 in Riesa), verheiratet mit dem Kammerherrn Carl Gustav Freiherrn von Beust, und Charlotte Wilhelmine Sophie von Burgsdorff, verheiratet mit dem Geheimen Rat Ludwig Christoph von Burgsdorff.

Am 3. Oktober 1817 verkauften diese das Rittergut Niederglaucha an den königlich-preußischen Kammerherrn Christian Gottlieb Graf von Hohenthal auf Hohenprießnitz. Dieser starb am 12. Dezember 1835 ohne eheliche Nachkommen. Dessen beide Brüder Karl Friedrich Anton von Hohenthal auf Püchau und Karl Adolf von Hohenthal auf Knauthain erbten.

Literatur

  • Bernd Bendix: Geschichte des Staatlichen Forstamtes Tornau von den Anfängen bis 1949. Ein Beitrag zur Erforschung des Landschaftsraumes Dübener Heide. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2001, S. 418.
  • Manfred Wilde: Die Ritter- und Freigüter in Nordsachsen. Ihre verfassungsrechtliche Stellung, ihre Siedlungsgeschichte und ihre Inhaber. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1997, S. 326.
  • Albert Fraustadt: Grimmenser Stammbuch 1900. Lebensnachrichten über Zöglinge der Fürstenschule Grimma vom Jahre der Gründung 1550 bis heute. Zum 350jährigen Stiftungsfeste der Königlichen Fürsten- und Landesschule zu Grimma. Hrsg. Vereine ehemaliger Fürstenschüler, Selbstverlag, Meißen 1900, S. 63. 1763, Nr. 38.
  • Königlich-Sächsischer Hof- und Staats-Kalender auf das Jahr 1813. Weidmann, Leipzig 1813, S. 94.

Einzelnachweise

Related Articles