Carl Foss

US-amerikanischer lutherischer Geistlicher und letzter Präsident des Spokane College From Wikipedia, the free encyclopedia

Carl L. Foss (* 31. Januar 1886 in Eau Claire, Wisconsin; † 28. März 1976 in Tacoma, Washington) war ein US-amerikanischer lutherischer Geistlicher und letzter Präsident des Spokane College.

Carl Foss als junger Pfarrer im Jahre 1926.

Biographie

Foss wurde in eine einflussreiche Pfarrersfamilie norwegischer Herkunft geboren. Sein Vater Ludvig Foss war Kirchenpräsident des Pazifik-Distrikts der Norwegischen Synode und später des entsprechenden Distrikts in der Norwegian Lutheran Church of America (NLCA). Sein jüngerer Bruder Halfdan Foss war ebenfalls Pfarrer und folgte dem Vater im Amt nach.[1]

Foss besuchte von 1904 bis 1907 die Pacific Lutheran Academy und studierte danach am Luther College in Decorah, wo er 1912 einen Bachelorabschluss erwarb. Anschließend nahm er von ein Theologiestudium am Luther Seminary in Saint Paul auf, das er 1915 erfolgreich abschloss. Er wurde im selben Jahr in der Norwegischen Synode ordiniert und trat eine Pfarrstelle an der Grace Lutheran Church in San Francisco an. Im Ersten Weltkrieg meldete er sich als Militärgeistlicher zur United States Army, durchlief die Chaplain School in Camp Zachary Taylor und wurde als First Lieutenant im französischen Allery eingesetzt.[2] Nach seiner Demobilisierung wurde er 1920 Pfarrer der Our Saviour‘s Lutheran Church in Bremerton, wechselte aber schon 1921 an die Dreifaltigkeitskirche in Parkland, wo er auch Lehrbeauftragter für Bibelwissenschaften und Französisch am Pacific Lutheran College war. Zeitgleich nahm er erneut Studien an der Universität von Washington auf. 1924 übernahm er die große Gemeinde der Phinney Ridge Lutheran Church in Seattle.[3]

1927 wurde Foss zum Präsidenten des Spokane College, einer kleinen lutherischen Hochschule in Trägerschaft der NLCA ernannt. Er war der letzte Hochschulpräsident, bevor das College 1929 dem Pacific Lutheran College angegliedert wurde. Foss gehörte in der Folge bis 1931 wieder zum Lehrkörper des PLC. 1932 übernahm er die Pfarrstelle an der Trinity Lutheran Church in Silverton, Oregon. 1935 meldete er sich erneut als Kaplan zum Militär und wurde zum Civilian Conservation Corps abgeordnet, wo er in Missoula und in Idaho tätig war und auch zum Captain befördert wurde. 1941 wurde er zurück zur Armee beordert, nahm erneut an der Chaplain School – dieses Mal jedoch an der Harvard University – teil und wurde als Kaplan in Armeekrankenhäusern in Abilene und El Paso eingesetzt. Dort wurde er auch zum Major und später zum Lieutenant Colonel befördert.[1][2] Nach Kriegsende führte er seine Tätigkeit als Krankenhausseelsorger in Hospitälern des Kriegsveterananministeriums zuerst in Fort Harrison in Montana und ab 1952 in Seattle fort. 1956 ging er in den Ruhestand.[3]

Foss heiratete 1917 Ella C. Tvete, mit der er eine Tochter hatte. Er verstarb am 28. März 1976 in Tacoma, wo er 1962 hingezogen war.[4] Sein Nachlass, zu dem eine Vielzahl von Schriftstücken und Bildern zählt, wird gemeinsam mit dem seines Vaters und seines Bruders vom Archiv der Pacific Lutheran University aufbewahrt.[1]

Einzelnachweise

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