Carl Friedrich Kohlbach
deutscher Kaufmann und Gutsbesitzer
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Carl Friedrich Kohlbach (* 26. Dezember 1793 in Glaucha; † 13. August 1878 in Neumühle bei Neuruppin) war ein deutscher Kaufmann und Gutsbesitzer.
Leben
Kohlbach wurde als Sohn des Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel und Maria Rosina Kripp (* 24. September 1764; † 27. September 1817) geboren.[1]
Am 7. März 1823 heiratete er die 19-jährige Charlotte Augusta Ballerstedt (* 10. November 1804; † 24. April 1855). Mit ihr hatte er mehrere gemeinsame Kinder, unter anderem Karl Friedrich Wilhelm Kohlbach (* 28. Juni 1824 in Altenplathow; † 27. November 1889 in Neuruppin), Friedrich Kohlbach (1825–1889), Auguste Wilhelmine Elisabeth Kohlbach (* 11. Mai 1830 in Altenplathow; † 21. Juni 1909 in Altenplathow), Marie Johanne Charlotte Kohlbach (* 11. Mai 1830, † 1904), Wilhelm Kohlbach (1833–1871) und Hedwig Kohlbach.
Gemeinsam mit seinem Schwager Carl Friedrich von Pieschel gründete er 1808 die Zichorienfabrik "Pieschel & Co." und legte so den Grundstein für die Industrialisierung im Raum Genthin.[2]
Kohlbach war neben seiner Tätigkeit als Fabrikant sehr interessiert an der Kunst der Gartengestaltung und ein enger Freund des bekannten Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné. Gemeinsam planten und entwarfen die beiden die zu den pieschelschen Besitzungen gehörenden Parkanlagen, wie den Gutspark Theeßen (heute: Dorfpark Theeßen) und den Gutspark Altenplathow (heute: Volkspark Genthin) im Stiele englischer Landschaftsgärten.

Ab 1845 errichtet Kohlbach das Gutshaus Neumühle am Rhin / Molchowsee bei Neuruppin mit angeschlossener Parkanlage.[3]
1849 kaufte er die Walkmühle bei Zippelsförde und ließ sie zu einer Pulvermühle umbauen. Die in dieser Mühle lagernden 16 Zentner Sprengstoff explodierten am 13. Februar 1851 gegen 13:30 Uhr. Die Mühle und einige Nebengebäude wurde durch die Explosion zerstört. Das Unglück forderte 9 Menschenleben und einen Schwerverletzten. Das benachbarte Lager mit weiteren 300 Zentner Pulver blieb allerdings verschont. Später wurden die Reste der Mühle abgetragen.[4]
Im Jahr 1878 verstarb er im Alter von 84 Jahren in seinem Herrenhaus. Das Mühlengut Neumühle erbten seine Tochter Marie Johanne Charlotte und deren Ehemann Rudolph Schwechten.[5]