Carl Ludwig August von Benning
deutscher Offizier
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Carl Ludwig August von Benning (* 17. Januar 1776 in Kassel; † 28. April 1829 ebenda) war ein Kurhessischer Oberst.[1][2]
Leben
Carl Ludwig August von Benning war ein Sohn des Generalleutnants Ferdinand Ludwig von Benning (1737–1800).[3][4] Sein Bruder Friedrich († 1809) war westphälischer Kapitän.
Im April 1784 kam er als Page an den Hof des Landgrafen Friedrich II. 1792 erfolgte seine Beförderung zum Fähnrich im Regiment „Leibgarde“. Er machte den Feldzug gegen Frankreich mit und war an der Rückeroberung von Frankfurt am Main am 2. Dezember 1792 beteiligt, anlässlich deren das Hessendenkmal errichtet wurde.
1806 war er Stabskapitän im Regiment „Garde“ und trat nach der Auflösung des Kurfürstentums durch Napoleon im März 1808 als Grenadierkapitän beim 3. Westphälischen Linienregiment ein. Im gleichen Jahr wurde er im Oktober zu den Jägern der Garde versetzt und nahm 1809 während des Fünften Koalitionskrieges am Feldzug gegen Österreich teil. 1810 wurde er Bataillonskommandeur im 8. Linienregiment und 1811 erfolgte seine Beförderung zum Major. Im August 1812 erhielt er das Kommando einer Mobilen Kolonne und im Dezember 1812 wurde er zu den Füsilieren der Garde versetzt. Am 1. Januar 1813 wurde er mit dem Orden der Westphälischen Krone ausgezeichnet. Im Mai 1813 erfolgte die Beförderung zum Oberst. Als solcher führte er die Füsiliergarde[5] in den Feldzug und war während der Schlacht bei Bautzen an den Kämpfen von Hochkirch beteiligt.
Im Oktober 1813 wurde er in das Königreich Westphalen zurückgerufen, nachdem das Korps aufgelöst und teilweise in die französische Garde eingegliedert worden war. Nach der Auflösung des Königreiches Westphalen im Winter 1813 bot er seine Dienste seinem Fürsten Wilhelm I. erneut an und wurde im Dienstgrad Oberstleutnant als Kommandeur des I. Infanterie-Regimentes „Kurfürst“ wieder eingestellt. Er führte das von ihm gebildete Regiment mit dem Armeekorps unter dem Befehl des späteren Kurfürsten Wilhelm II. nach Frankreich und nahm im März 1814 an der Blockade von Thionville und Metz. Im September 1814 wurde Benning der Orden vom Eisernen Helm verliehen.[6] Im Sommer 1815 nahm er an den Belagerungen von Sedan, Mezieres und Givet teil. Dafür wurde er auf Vorschlag des Korpschefs der 2. Kurhessischen Brigade im Oktober 1815 durch den preußischen König mit dem Orden Pour le Mérite ausgezeichnet.[7]
1816 erfolgte seine Ernennung zum Oberst. Als solcher wurde Benning im November 1817 Ritter des Ordens Pour la vertu militaire und erhielt am 28. Juli 1824 das Kommandeurkreuz II. Klasse des Hausordens vom Goldenen Löwen.