Carl Moritz Mirus
sächsischer Jurist und Politiker
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Carl Moritz Mirus (* 2. Oktober 1800 in Leisnig; † 19. April 1873 ebenda) war ein sächsischer Jurist und Politiker.
Er war der erste (und einzige überlebende) Sohn des Advokaten und Gerichtsbeamten Benjamin Ehrenfried Mirus[1] (1764–1840) und seiner Ehefrau Henriette Charlotte geb. Pietzsch († 1845) in Leisnig.[2] Nach erhaltenem Privatunterricht und dem Besuch der Landesschule Pforta studierte Mirus ab 1819 an der Universität Leipzig die Rechtswissenschaften. Mit der Schrift De reservato rustico erlangte er 1828 dort den Doktorgrad Dr. jur.[3] Er ließ sich 1826 als Advokat in seiner Geburtsstadt Leisnig nieder.[4] Später wurde er dort zum Direktor von Patrimonialgerichten berufen und war auch als Notar tätig. Von 1833 bis 1848 hatte er das Amt des Bürgermeisters der Stadt inne.[5] Als solcher war Mirus von 1845 bis 1848 vom König zum Mitglied der Ersten Kammer der Ständeversammlung bestimmt.[6] Er wurde 1872 Ritter des Albrechts-Ordens.[7]
Mirus war mit Albertine geb. Wapler (1805–1870) verheiratet. Der sächsische Hofrat, Rechtsanwalt und Notar Karl Adolf Mirus (1829–1907) und der Architekt und Dresdner Ratsmaurermeister Karl Adalbert Mirus (1837–1911) waren Söhne des Ehepaars.
Literatur
- Leon Mirus: Geschichte des Geschlechtes Mirus Altenburger Abstammung für den „Mirusbund“ verfaßt. (Reihe Beiträge zur Deutschen Familiengeschichte, 4.) Leipzig 1925.