Carl Müller (Politiker, um 1845)
Mitglied des Provinziallandtages Hessen-Nassau
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Leben
Bevor Carl Müller seine Tätigkeit als Rendant in der Oberförsterei Homburg aufgenommen hatte, war er für den Obertaunuskreis mit der Einziehung von Steuern beauftragt und bei der Landesbank in Bad Homburg vor der Höhe beschäftigt. Er ging in die Politik und wurde 1884 (1884 bis 1885 zunächst für Ludwig Stumpff) Mitglied des Nassauischen Kommunallandtages für den Regierungsbezirk Wiesbaden. Zugleich war er im Finanzausschuss des Provinziallandtages Hessen-Nassau. Seit 1885/86 war er Mitglied des Bezirksrats, des Kreistages und ab 1886/87 des Kreisausschusses des Obertaunuskreises. In diesen Funktionen war er als Anhänger des konservativen Lagers bis 1892 tätig. Er war auch Mitglied der Amt-Armenkommission (die trotz der Auflösung des Amtes Homburg diesen Namen behalten hatte). Im selben Jahr erhielt er die Ernennung zum Rendanten der Kreiskasse Frankfurt am Main, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1912, zuletzt als Rechnungsrat, tätig war.
Ehrungen
1885/86 Königlicher Rentmeister
Literatur
- Heinz Grosche: Geschichte der Stadt Bad Homburg vor der Höhe. Band 3, Frankfurt 1986, ISBN 3-7829-0334-X, S. 539, 544.
- Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 270.
- Nassauische Parlamentarier. Teil 2: Barbara Burkardt, Manfred Pult: Der Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden 1868–1933 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau. Bd. 71 = Vorgeschichte und Geschichte des Parlamentarismus in Hessen. Bd. 17). Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 2003, ISBN 3-930221-11-X, S. 240–241, Nr. 245.
Weblinks
- Müller, Carl. Hessische Biografie. (Stand: 13. April 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Carl Müller. Abgeordnete. In: Hessische Parlamentarismusgeschichte Online. HLGL & Uni Marburg, abgerufen am 20. Juli 2026 (Stand 2. April 2025).