Carl Schick
deutscher Kaufmann und Kakteenspezialist
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Karl (Carl) Heinrich Leonhard Schick (* 17. Januar 1881 in Homburg vor der Höhe; † 10. Oktober 1953 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Kaufmann, Immobilienmakler und Kakteenspezialist und -sammler.[1] Sein botanisches Autorenkürzel lautet „Schick“.[2]
Leben
Schick war der Sohn des Kaufmannes Heinrich Schick. Nach dem Besuch der Realschule und Handelsschule in Freiburg im Breisgau sowie einer dreijährigen kaufmännischen Lehre arbeitete er als Kaufmann im väterlichen Geschäft sowie in Heilbronn, Kaiserslautern und Köln. Von 1904 bis 1906 war er als Angestellter der Bremer Firma Friedrich M. Vietor Söhne in deren Faktoreien in Kwitta (Goldküste) sowie Lomé und Palimé (heute Kpalimé, Togo) an der westafrikanischen Küste tätig und sammelte dort ethnographische Objekte, welche sich heute in der Ethnologischen Sammlung der Städtischen Museen Freiburg befinden.[3] 1908 heiratete er in Freiburg. Während des Ersten Weltkriegs leistete Schick von 1915 bis Ende 1918 Militärdienst. Nach dem Tod seines Vaters 1929 übernahm er die Immobilienfirma H. Schick in Freiburg im Breisgau.[1]
Wirken
Während seiner Aufenthalte in Westafrika wurde Schick auf Kakteen und Sukkulenten aufmerksam. Er hielt zahlreiche Vorträge über Pflege und Anzucht von Kakteen im Gartenbauverein Freiburg und gründete dort eine Abteilung für Kakteenliebhaber. Auf seine Initiative hin veranstaltete die Deutsche Kakteen-Gesellschaft vom 20. bis 22. Juni 1914 eine ihrer Jahreshauptversammlungen in Freiburg.[1]
Pflanzenimporte und Neubeschreibungen
Ab 1922 importierte Schick Kakteen und Sukkulenten aus Argentinien sowie aus Namaqualand (Südafrika). Er beschrieb gemeinsam mit Artur Tischer mehrere neue Arten, darunter:
- Echinocactus sigelianus, Echinocactus sutterianus, Echinocactus capillensis (Gymnocalycium capillense)[4]
- Gymnocalycium Quehlianum var. Zantnerianum,[5] Gymnocalycium Quehlianum var. Rolfianum[6]
- Mehrere Conophytum-Arten
Nach ihm benannt wurden:
- Conophytum schickianum
- Mitrophyllum schickianum
- Cheiridopsis schickiana
Seine Sammlung umfasste rund 250 Pflanzen, darunter Echinocacteen, Mammillarien, Conophyten, Lithops, Kugeleuphorbien und Trichocaulon.[1]
Weblinks
- Autoreneintrag beim IPNI
- Karl Heinrich Leonhard Schick in der Onlinesammlung der Städtischen Museen Freiburg