Carl Stapelfeldt

deutscher Reeder und Manager From Wikipedia, the free encyclopedia

Carl Ludwig Heinrich Stapelfeldt (* 20. Mai 1869; † 9. Januar 1933)[1] war ein deutscher Reeder und Manager.

Leben

Carl Stapelfeldt lernte bei der Hamburger Schiffsmakler- und Reedereifirma Knöhr & Burchard. Nach einjähriger Handelsgehilfentätigkeit dort ging er zu Japp & Kirby; später Japp, Hatch & Co. nach Liverpool. Später wechselte er zur Schiffsmakler- und Reedereifirma Howard Houlder & Co. nach London. Von 1892 bis 1904 war er wieder zurück in Deutschland und bei seiner Lehrfirma angestellt. Über dieses Engagement bekam er Kontakt zur Deutsch-Australischen Dampfschiff-Gesellschaft und zur bremischen Reedereien. Er schlug diesen die Schaffung einer regelmäßigen Dampferlinie an die Westküste Südamerikas vor. Der Direktor der Norddeutschen Lloyd, Heinrich Wiegand, veranlasste den Wechsel Stapelfeldts zur Norddeutschen Lloyd. Hier übernahm er die Leitung der Südamerikafahrt. Als Vorstandsmitglied trat er in die neu gegründete Roland-Linie ein und wurde auch Vertreter der Lloyd in Aufsichtsräten anderer Reedereien.[1] Im Herbst 1911 wurde er zum Direktor ernannt.[2]

Während des Ersten Weltkriegs war er Geschäftsführer der neu gegründeten Deutschen Ozean-Reederei. Unter seiner Leitung führte das U-Boot Deutschland 1916 zwei erfolgreiche Fahrten in die damals noch neutrale USA durch. Zu Kriegsende war er Mitglied der Deutschen Schifffahrtskommission und nahm an den Friedensverhandlungen teil. So war er u. a. in den Verhandlungen mit England wegen der Rückgabe eines Teils des Schiffseigentums der Lloyd eingebunden.[1]

1920 erreichte er gemeinsam mit dem Generaldirektor der Norddeutschen Lloyd, Philipp Heineken, ein Abkommen mit der neu gegründeten United States Lines für die Wiederaufnahme des Passagier- und Frachtverkehrs zwischen New York und Bremen.[1] Ab 27. Juni 1924 war er wieder Vorstand der Norddeutschen Lloyd.[3] Ende 1925 schied er aus dem Vorstand der Norddeutschen Lloyd aus und wurde im darauffolgenden Jahr Vorstand der Frachtkontor GmbH und der Seereederei Frigga AG.[1]

Insgesamt war er 22 Jahre Vorstandsmitglied und Leiter der Frachtabteilung bei der Norddeutschen Lloyd.[1] Er war seit 1898 mit Helene von Struve (1874–1960) verheiratet.[4]

Einzelnachweise

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