Carl Woitschach
deutscher Komponist und Dirigent
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Carl Georg Theodor Woitschach (* 29. Februar 1864 in Posen; † 24. Mai 1939 in Berlin[1]) war Dirigent und Komponist.
Woitschach war Dirigent mehrerer Orchester wie dem „Berliner Tonkünstler-Orchester“, dem „Großes Blasorchester“, dem „Salon-Orchester“ und dem „Odeon-Orchester“ und gründete das „Berliner Blasorchester“. Woitschach sprach fließend Französisch und war Musikdirektor bei Telefunken.
Aus seiner 1890 in Levallois bei Paris geschlossenen Ehe mit der Französin Marthe Marin (* 1872 in Paris; † 1945 in Berlin) entstammt der Sohn Paul Woitschach (* 1908 in Berlin; † 1981 ebendort), der ebenfalls Dirigent wurde und 1955 den Paul-Woitschach-Musikverlag gründete, in dem er u. a. eigene und Kompositionen seines Vaters verlegte.[2]
In den zwanziger und dreißiger Jahren spielte Woitschach auch Märsche der deutschen kolonialen Schutztruppen ein. Bei der Pflege deutschen und österreichischen Marschgutes nahm Carl Woitschach und sein Blasorchester eine hervorragende Sonderstellung ein, indem über lange Jahre exzellente Musiker für seine Einspielungen und sogar Mitglieder der Berliner Philharmoniker bei ihm spielten.
Woitschach nahm den „Sozialistenmarsch“ und die „Marseillaise“ wie auch Stücke von John Philip Sousa auf. Später dirigierte er das „Große Blasorchester“ in Gesangsbegleitung des SA-Sturm 33 Hans Maikowski (Telefunken A 1393, 1933).
Woitschach wohnte zuletzt in Berlin-Lankwitz. Er starb in einen Berliner Krankenhaus im Alter von 75 Jahren an Altersschwäche und wurde auf dem Lankwitzer Kreuz-Friedhof begraben; das Grab existiert nicht mehr.[3]
Medien
- Alk (Media – Arte) Historische Marschmusik Vol. 2. 2002.
Literatur
- Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 8420–8423. online