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Carmelia Maissen

Schweizer Politikerin (Die Mitte, vormals CVP) From Wikipedia, the free encyclopedia

Carmelia Maissen (* 8. März 1977 in Sevgein) ist eine Schweizer Politikerin (Die Mitte, vormals CVP). Sie ist seit 2023 Regierungsrätin des Kantons Graubünden.[1]

Politische Laufbahn

Ihre ersten politischen Erfahrungen sammelte Maissen mit 20 Jahren in der Planungskommission von Sevgein, welcher sie bis 2006 angehörte.[2] Zwischen 2008 und 2015 war sie Mitglied des Regionalparlamentes Surselva. 2013 wurde sie ins Gemeindeparlament der neu fusionierten Gemeinde Ilanz/Glion gewählt. 2018 wechselte sie in die Exekutive und wurde die erste Ilanzer Gemeindepräsidentin. Im gleichen Jahr wurde sie auch in den Bündner Grossen Rat gewählt. Ebenfalls seit 2018 ist sie Mitglied des Regionalausschusses der Region Surselva. Seit dem 1. Januar 2023 ist Maissen Regierungsrätin des Kantons Graubünden. Sie ist Vorsteherin des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität.[3][4][5] Bei den Gesamterneuerungswahlen 2026 wurde Maissen in ihrem Amt bestätigt.

Beruflicher Werdegang

Nach ihrem Architekturstudium an der ETH Zürich arbeitete Maissen von 2003 bis 2006 als Assistentin in Lehre und Forschung am Departement Architektur der ETH Zürich. Anschliessend war sie als freischaffende Architekturwissenschaftlerin tätig. Unter anderem hatte sie einen Lehrauftrag im Rahmen des Studiengangs «Bauen und Gestalten» an der Fachhochschule Graubünden (ehemals HTW Hochschule für Technik und Wirtschaft) in Chur. Maissen war von 2009 bis 2011 als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kommissionen für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) sowie für Wirtschaft und Abgaben (WAK) bei den Parlamentsdiensten in Bern tätig. Danach kehrte sie nach Graubünden zurück. Von 2011 bis 2015 leitete sie die Regionalentwicklung der RegioViamala in Thusis. Die Bündnerin leitete von 2016 bis 2017 Projekte bei der Sofies-Emac AG in Zürich.[4]

Weitere Tätigkeiten

  • Stiftungsrätin Wirtschaftsforum Graubünden, seit 2020
  • Mitglied Vorstand Grossratsfraktion CVP/Die Mitte Graubünden, seit 2020
  • Stiftungsrätin des Schweizerischen Forschungsinstituts für Hochgebirgsklima und Medizin Davos, Vertreterin des Kantons Graubünden, seit 2019
  • Mitglied Vorstand Schweizerischer Gemeindeverband, Bern, seit 2019
  • Mitglied Fachbeirat Bau, Fachhochschule Graubünden, seit 2019
  • Verwaltungsrätin Surselva Tourismus AG, seit 2018
  • Mitglied Vorstand Bündner Vereinigung für Raumentwicklung BVR, seit 2017
  • Mitglied Vorstand SanaSurselva, seit 2017
  • Mitglied Verwaltungsrat Raiffeisenbank Surselva, 2014–2017
  • Mitglied Vorstand Kreispartei CVP/Die Mitte Foppa, seit 2012
  • Stiftungsrätin des Museum Regiunal Surselva, 2008–2017
  • Surselva, Ilanz, Leitung des Programmausschusses, 2007–2017
  • Leitung Arbeitsgruppe Orts- und Raumplanung, CVP Kreis Ilanz, 2008
  • Mitglied der Arbeitsgruppe «Projekt-Vision Bogn Engiadina, Scuol», 2006[4]

Ausbildung

Nach der Wirtschaftsmatura an der Klosterschule Disentis/Mustér (1992–1997) absolvierte Maissen ein Architekturstudium an der ETH Zürich (1997–2003).[6] Anschliessend doktorierte sie von 2006 bis 2011 an der Universität Zürich. Das Thema lautete: Siedlungsentwicklung in Graubünden in der Nachkriegszeit. Ein Jahr später promovierte sie an der Universität Zürich.[4]

Familie

Maissen ist in einer politischen Familie aufgewachsen. Ihr Vater, Theo Maissen, war ebenfalls politisch tätig. Er war Gemeindepräsident von Sevgein, Mitglied im Grossen Rat des Kantons Graubünden und Ständerat (1995 bis 2011). Zudem war er während zehn Jahren Präsident der CVP Graubünden. Maissens Mutter engagierte sich ebenfalls während vieler Jahre im Gemeindevorstand.[5] Maissen hat zwei Geschwister. Sie ist verheiratet und lebt in Castrisch.

Literatur

Einzelnachweise

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