Carney-Trias
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Die Carney-Trias (englisch Carney's syndrome) ist eine sehr seltene Assoziation von Gastrointestinalem Stromatumor (GIST), Paragangliomen und Chondromen der Lunge und wird den Multiplen endokrinen Neoplasien zugerechnet.[1][2]
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| D44.8 | Beteiligung mehrerer endokriner Drüsen |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Die Bezeichnung bezieht sich auf den Erstautor der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1977 durch den US-amerikanischen Pathologen J. Aiden Carney.[3][4]
Die Erkrankung ist nicht zu verwechseln mit
- dem Carney-Stratakis-Syndrom, einer angeborenen Erkrankung mit Gastrointestinalem Stromatumor (GIST) und Paragangliomen.[5]
- dem Carney-Komplex (oder Carney-Syndrom), einem Komplex von Myxomen, Hautflecken und hormoneller Überfunktion.[6]
Verbreitung
Klinische Erscheinungen
Zusätzlich zu den Erkrankungen der Triade treten Phäochromocytome, Leiomyome der Speiseröhre und Adenome der Nebennierenrinde gehäuft auf.[9]
Diagnose
Die Diagnose ergibt sich aus den Befunden der klinischen Untersuchung und der medizinischen Bildgebung.[10]
Differentialdiagnose
Die wichtigste Differentialdiagnose ist das Carney-Stratakis-Syndrom.
Therapie
Die Behandlung richtet sich gegen die jeweiligen Tumoren, wie in deren Artikeln beschrieben.