Caroline Bezengi
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Caroline Bezengi ist ein Suezmax-Öltanker unter der Flagge von Kamerun, der zur russischen Schattenflotte gezählt wird. Das Schiff bekam im Juli 2026 vor der Küste von Jemen ein Leck und liegt vor der Küste von Oman auf Grund. Das Schiff ist mit knapp einer Million Barrel russischem Öl für den asiatischen Markt beladen, das nun stetig austritt und eine Ölpest verursacht. Der offizielle Eigner war zum Zeitpunkt den Unglücks Rentoor Ship Management aus Shanghai.
| ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||
Geschichte
Das Schiff wurde 2001 unter der Baunummer 1333 auf der südkoreanischen Werft Hyundai Heavy Industries als erstes von mehreren baugleichen Tankern, darunter sechs für die russische Reederei Sowkomflot, gebaut. Es wurde im Dezember 2001 abgeliefert und als SCF Altai unter der Flagge Liberias in Dienst gestellt. 2020 wurde das Schiff verkauft, neuer Name wurde Aurora Borealis. Von 2021 bis 2023 wurde der Tanker als Amoroza betrieben, seit 2023 heißt er Caroline Bezengi.[1]
Unglück 2026
Anfang Juni war die Caroline Bezengi nach einer mutmaßlichen Explosion am 8. Juni 2026 an Bord vor der Küste des Jemen in Seenot geraten. Am 12. Juni, vier Tage nach der Explosion, wurde die Besatzung unverletzt vom Schiff gebracht.[2] Das Schiff lief dann nahe der Insel Al Qibliyah im Archipel der Al-Hallaniyat-Inseln im Gouvernement Dhofar in der Nähe eines Meeresschutzgebiets auf Grund und schlug leck. Ab da läuft stetig Rohöl aus. Das Schiff ist mit knapp einer Million Barrel russischem Öl für den asiatischen Markt beladen.[3] Omans Transportministerium soll den Eigner aufgefordert haben, Schiff und Ladung vor ihrer Küste zu entfernen.
Laut Trekking-Agenturen kommt das Schiff aus dem russischen Ölhafen Noworossijsk im Schwarzen Meer und war auf dem Weg nach Indien.[4] Der offizielle Eigner war zum Zeitpunkt den Unglücks Rentoor Ship Management mit Sitz in Huangpu Qu, einem zentralen Stadtteil von Shanghai, gilt aber als eine Briefkastenfirma.[5] Satellitenbilder zeigten am 11. August 2026 einen fast 800 Quadratkilometer großen Ölteppich in den Gewässern vor den Hallaniyat-Inseln, der stetig wachse.[2] Laut Greenpeace betrifft das inzwischen auch die Küsten am Festland.[6] Hier haben Freiwillige und Anwohner begonnen den Strand zu reinigen.[7]
Gefährdet sind Greenpeace zufolge in dem staatlich geschützten Meeresschutzgebiet unter anderem Korallenriffe, Meeresschildkröten, Zugvögel und Meeressäuger. Auch eine seltene Walart, der Arabische Buckelwal, lebt in dem Meeresgebiet.[8]
Bergung
Die britische Sicherheitsfirma Ambrey[9] teilte am 13. August mit, dass sie mit der Bergung des Schiffs und der Ladung beauftragt sei und sich demnächst vor Ort befinde. Dazu nutzen sie Transportleistungen der Omanischen Armee, die Fachleute auf dem Schiff absetzen. Die Bergung erweist sich durch den vor Ort herrschenden Monsum-Wind als schwierig. Die Windgeschwindigkeiten erreichen zeitweise rund 40 Knoten, während die Wellenhöhen auf etwa vier Meter ansteigen.[10] Ausgelaufen sind laut Greenpeace inzwischen fast die dreifache Menge des Öls, das bei der Havarie der Exxon Valdez vor Alaska 1989 ins Meer gelangte und als gößter Ölunfall der internationalen Schifffahrt zählt.[11]
Weblinks
- „Caroline Bezengi“ unter war-sanctions.gur.gov.ua