Caroline Bredlinger
österreichische Leichtathletin
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Caroline Bredlinger (* 4. April 2001 in Wiener Neustadt) ist eine österreichische Leichtathletin, die im Sprint und im Mittelstreckenlauf an den Start geht.
| Caroline Bredlinger | |
| Nation | |
| Geburtstag | 4. April 2001 (24 Jahre) |
| Geburtsort | Wiener Neustadt, Österreich |
| Karriere | |
|---|---|
| Disziplin | Sprint |
| Verein | Laufteam Burgenland Eisenstadt |
| Nationalkader | seit BMJ (Bundesministerium für Justiz) |
| Status | aktiv |
| letzte Änderung: 6. November 2025 | |
Biographie
Bredlinger stammt aus Trausdorf an der Wulka[1] und ist Tochter der Langstreckenläuferin Ursula Bredlinger.
An Halloween 2014 wurde die damals 13-Jährige angeschossen, als sie mit Freunden auf dem Weg von Müllendorf nach Großhöflein war.[2] Ein 32 Jahre alter Mann hatte mit einem Einzelladergewehr, laut Geständnis mit den Worten „Jetzt brenn i an ane auf“ (österreichisch für „Jetzt brenne ich ihnen eine auf“), auf die Gruppe geschossen, das Projektil war am Beckenknochen Bredlingers zersplittert.[3][4] Der Mann wurde dafür wegen schwerer Körperverletzung zu 21 Monaten Haft, davon 7 Monaten unbedingt verurteilt und aus seiner Partei ausgeschlossen.[5][6] Aufgrund der Verletzung und der 24 im Körper verbliebenen Metallsplitter ist Bredlingers linkes Bein nach wie vor schwächer als ihr rechtes.[7][8]
Sportliche Karriere
Erste Erfahrungen bei internationalen Meisterschaften sammelte Caroline Bredlinger im Jahr 2022, als sie bei den Balkan-Hallenmeisterschaften in Istanbul in 2:07,76 min die Bronzemedaille im 800-Meter-Lauf hinter der Türkin Tuğba Toptaş und Cristina Bălan aus Rumänien gewann. Im Juni belegte sie bei den Balkan-Meisterschaften in Craiova in 2:06,49 min den siebten Platz. 2023 gelang Bredlinger in Linz mit einer Zeit von 2:05,55 min ein neuer Österreichischer U23-Hallenrekord über die 800 Meter.[9] Im Juni wurde sie bei der 3. Liga der Team-Europameisterschaft im Rahmen der Europaspiele in Chorzów in 2:04,78 min Dritte und anschließend schied sie bei den U23-Europameisterschaften in Espoo mit 2:07,14 min in der ersten Runde aus. Im Jahr darauf gewann sie bei den Balkan-Hallenmeisterschaften in Istanbul in 2:01,76 min die Silbermedaille hinter der Kroatin Nina Vuković. Ende Mai belegte sie bei den Freiluft-Balkan-Meisterschaften in Izmir in 2:02,79 min den sechsten Platz. 2025 siegte sie in 2:02,18 min bei den Balkan-Hallenmeisterschaften in Belgrad über 800 Meter, ehe sie bei den Halleneuropameisterschaften in Apeldoorn mit 2:08,90 min im Vorlauf ausschied. Kurz darauf kam sie bei den Hallenweltmeisterschaften in Nanjing mit 2:03,78 min nicht über die Vorrunde hinaus. In der Freiluftsaison knackte Bredlinger mehrmals die 2-Minuten-Marke über die 800 Meter. Bei der 2. Liga der Team-EM in Maribor knackte sie Ende Juni als Siegerin mit einer Zeit von 1:58,95 min das Limit für die Freiluft-Weltmeisterschaften in Tokio. Zudem reihte sie sich mit dieser Leistung hinter Stephanie Graf auf Platz zwei in der ewigen österreichischen Bestenliste ein.[10] Im Juli gewann sie beim ISTAF Berlin über 800 Meter in 1:58,99 min und qualifizierte sich damit für die Europameisterschaften im Jahr darauf in Birmingham.[11] Im September schied sie bei den Weltmeisterschaften mit 2:00,25 min in der ersten Runde aus.
In den Jahren von 2021 bis 2025 wurde Bredlinger österreichische Staatsmeisterin im 800-Meter-Lauf im Freien sowie von 2022 bis 2025 in der Halle.
Persönliche Bestleistungen
- 400 Meter: 54,62 s, 24. Mai 2025 in St. Pölten
- 400 Meter (Halle): 54,71 s, 23. Februar 2025 in Linz
- 800 Meter: 1:58,95 min, 28. Juni 2025 in Maribor
- 800 Meter (Halle): 2:01,76 min, 10. Februar 2024 in Istanbul
Weblinks
- Caroline Bredlinger in der Datenbank von World Athletics (englisch)