Carsten Lichtlein

deutscher Handballtorwart From Wikipedia, the free encyclopedia

Carsten Lichtlein (* 4. November 1980 in Würzburg) ist ein deutscher Handballtorwart. Seit dem 19. Dezember 2019 ist er der Rekordspieler der Bundesliga.[2]

Schnelle Fakten Spielerinformationen, Vereinsinformationen ...
Carsten Lichtlein
Carsten Lichtlein
Carsten Lichtlein (2023)
Spielerinformationen
Spitzname „Lütti“
Geburtstag 4. November 1980 (45 Jahre)
Geburtsort Würzburg, Deutschland Bundesrepublik BR Deutschland
Staatsbürgerschaft DeutscherDeutschland deutsch
Körpergröße 2,02 m
Spielposition Torwart
Wurfhand rechts
Vereinsinformationen
Verein MT Melsungen
Trikotnummer 80
Vereinslaufbahn
von – bis Verein
00000000 DeutschlandDeutschland TG Heidingsfeld
0000–2000 DeutschlandDeutschland TV Kirchzell
2000–2005 DeutschlandDeutschland TV Großwallstadt
2005–2013 DeutschlandDeutschland TBV Lemgo
2013–2019 DeutschlandDeutschland VfL Gummersbach
2019–2020 DeutschlandDeutschland HC Erlangen
2020–2022 DeutschlandDeutschland GWD Minden
2025– DeutschlandDeutschland MT Melsungen
Nationalmannschaft
Debüt am 27. November 2001
gegen Osterreich Österreich in Aichwald
  Spiele (Tore)
Deutschland Deutschland 220 (1)[1]
Stand: 12. April 2025
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Spielerkarriere

Verein

Lichtlein ist 2,02 m groß und wiegt 100 kg. Er begann seine Handballkarriere bei der TG Heidingsfeld und wechselte dann über die Zwischenstation TV Kirchzell zum Bundesligisten TV Großwallstadt. Von 2005 bis 2013 spielte er als Nachfolger von Christian Ramota beim TBV Lemgo. Zur Saison 2013/14 wechselte Lichtlein zum VfL Gummersbach.[3] In der Saison 2019/20 lief er für den HC Erlangen auf.[4] Anschließend wechselte er zu GWD Minden.[5] Ab der Saison 2000/01 bis zu seinem vorerst letzten Spiel am 12. Juni 2022 bestritt Lichtlein 712 Bundesliga-Partien und parierte 547 Siebenmeter, jeweils Bundesliga-Rekord. Im Jahr 2025 stand Lichtlein aufgrund einer Verletzung von Adam Morawski beim Final Four des DHB-Pokals 2024/25 für die MT Melsungen im Kader.[6] Im weiteren Verlauf der Saison verletzte sich der Torhüter der MT Nebojša Simić schwer am Knie, sodass Lichtlein für den Rest der Saison im Aufgebot des Teams steht.

Nationalmannschaft

Er spielte für die deutsche Handballnationalmannschaft und hat 220 Länderspiele bestritten und dabei ein Tor erzielt. Sein Länderspieldebüt gab er am 27. November 2001 in Aichwald beim Spiel gegen Österreich. Für den Weltmeistertitel 2007 wurde er mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[7] Bei der Europameisterschaft 2016 in Polen wurde er mit der deutschen Mannschaft durch einen 24:17-Sieg über Spanien Europameister. Im Dezember 2017 wurde Lichtlein von Nationaltrainer Christian Prokop für den erweiterten Kader für die Europameisterschaft 2018 nominiert.[8]

Trainerkarriere

Seit dem Sommer 2022 ist Lichtlein bei der MT Melsungen als Torwarttrainer tätig. Weiterhin steht er für den Notfall als Torwart zur Verfügung.[9]

Mit der deutschen Juniorennationalmannschaft wurde er als Torwarttrainer bei der U-21-Weltmeisterschaft 2023 in Deutschland und Griechenland Weltmeister.[10]

Privates

Sein Vater Artur Lichtlein war Torhüter und Trainer bei der TG Heidingsfeld.[11] Zudem ist Carsten Lichtlein der Onkel des Handballspielers Nils Lichtlein. Lichtlein machte im Jahr 2000 sein Abitur am Röntgen-Gymnasium Würzburg. Er ist verheiratet, hat zwei Söhne und ist von Beruf Steuerfachangestellter.

Sportliche Erfolge

Commons: Carsten Lichtlein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Carsten Lichtlein im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  • Jürgen Frey: Der Rekordmann. In: Stuttgarter Nachrichten. Nr. 237, 12. Oktober 2019, S. 32 (Abstract [abgerufen am 13. Oktober 2019]).

Einzelnachweise

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