Carvacrol

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Das Carvacrol ist ein terpenoider Naturstoff, der unter verschiedenen Namen bekannt ist. Der systematische Name (IUPAC) des Carvacrol ist 2-Methyl-5-(1-methylethyl)-phenol. Die Verbindung stellt ein Strukturisomer (Konstitutionsisomer) zum Thymol dar.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Carvacrol
Allgemeines
Name Carvacrol
Andere Namen
  • 5-Isopropyl-2-methylphenol
  • Isothymol
  • Karvakrol
  • Isopropyl-o-kresol
  • Isopropyl-o-cresol
  • 2-p-Cymol
  • CARVACROL (INCI)[1]
Summenformel C10H14O
Kurzbeschreibung

nach Thymian riechende Flüssigkeit[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 499-75-2
EG-Nummer 207-889-6
ECHA-InfoCard 100.007.173
PubChem 10364
DrugBank DB16404
Wikidata Q225543
Eigenschaften
Molare Masse 150,22 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,9772 g·cm−3 (20 °C)[3]

Schmelzpunkt

~ 0 °C[4]

Siedepunkt

237–238 °C[4]

Löslichkeit
  • nahezu unlöslich in Wasser[2]
  • leicht löslich in Ethanol und Diethylether[2]
Brechungsindex

1,5230 (20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[5]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302314411
P: 273280303+361+353304+340+310305+351+338391[5]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Vorkommen

Echte Katzenminze (Nepeta cataria)

Carvacrol kommt unter anderen in Thymian (Thymus), Winter-Bohnenkraut (Satureja montana),[10] Sommer-Bohnenkraut (Satureja hortensis),[11] Oregano (Origanum),[12] Echter Katzenminze (Nepeta cataria), Echtem Süßholz[13] und Gänsefüßen (z. B. Chenopodium ambrosioides)[14] vor. Öle, die von diesen Pflanzenarten gewonnen werden, können bis zu 85 % Carvacrol enthalten. Zwei Pflanzen mit besonders hohem Carvacrol-Gehalt sind auch der Griechische Bergtee (Sideritis scardica) und Kretische Bergtee Malotira (Sideritis syriaca).

Eigenschaften und Reaktionen

Das Carvacrol ist ein höheres Homolog des o-Kresols.[15] Gesetzliche Regelungen bezüglich des Carvacrols gehen im Allgemeinen von der Unbedenklichkeit des Thymols aus.[16] Bei der Molisch-Probe, einem Schulversuch zum nasschemischen Nachweis von Kohlenhydraten, kann Carvacrol als Ersatzstoff für das giftige 1-Naphthol eingesetzt werden.[17] Mit Eisen(III)-chlorid ergibt Carvacrol eine olivgrüne Färbung.[18]

Biologische Bedeutung

Carvacrol findet vielseitige Verwendung, hauptsächlich als Biozid. So zeigt es Wirkung als Antimykotikum, Insektizid, Antibiotikum und als Anthelminthikum.[19][20] Zudem inhibiert Carvacrol das Entzündungsreaktionen vermittelnde Enzym Cyclooxygenase-2 und entspricht in seiner Wirkung daher den entzündungshemmenden Arzneistoffen Celecoxib und Etoricoxib, die u. a. gegen Rheuma und Gicht eingesetzt werden.[21]

Einzelnachweise

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