Casa Santa Museum
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Das Casa Santa Museum ist ein thematisch auf Weihnachten ausgerichtetes privates Museum in der Provinz Rizal auf den Philippinen. Es befindet sich im „Jardin de Miramar“ im Barangay San Isidro der Stadt Antipolo, östlich der angrenzenden Metro Manila.

Geschichte
Im Jahr 1992 beauftragte Edna Del Rosario, die Eigentümerin der öffentlich zugänglichen Gartenanlage „Jardin De Miramar“, die Architektin Rosario Encarnacion-Tan mit der Renovierung und Umgestaltung ihres in den 1950er Jahren erbauten einstöckigen ehemaligen Ferienhauses auf dem Gelände.[1] Erhalten geblieben sind Rundbogenfenster und die Flügeltüren an Vorder- und Seitenfront, die das Haus umgebenden Mangobäume und eine große umlaufende Veranda. Im Inneren wurden Zwischenwände entfernt. Abschließend wurde die Fassade von heimischen Wandmalern gestaltet, so dass das Haus einem „weihnachtlichen Postkartenmotiv“ ähnelt.[2][3] Der Maler Alfred Galvez schuf 2008 im Inneren ein Weihnachtsmann-Wandbild, das in einer Art Triptychon an der Decke gemalt wurde. Es zeigt den Weihnachtsmann in einem von sieben Rentieren gezogenen Schlitten inmitten der Wolken.[3]
Grundstock des Museums bildet die Privatsammlung von Edna Del Rosario.[1] 1995 wurde das Museum eröffnet. Im Laufe der Jahre wurde es um verschiedene Themenbereiche und Attraktionen erweitert und ist ganzjährig geöffnet. Zu den Besuchern zählen Bewohner der überwiegend katholischen Philippinen, für die Weihnachten zu einem der wichtigsten Feste gehört.[2]
Museum und Sammlung
Das Museum ist einem weihnachtlich dekorierten Wohnhaus nachempfunden, mit Wohnbereich, Schlafzimmer, Werkstatt, gemauertem Kamin und festlicher Innenbeleuchtung, das mehrere Themenbereiche aus der Weihnachtsfolklore beherbergt. Im Erdgeschoss befinden sich ein Wohn- und ein Esszimmer mit Geschirr mit Weihnachtsdekor, Kerzen, Plüschtieren, Puppen und Figuren, außerdem das Schlafzimmer des Weihnachtsmanns und ein Spielzimmer für Kinder.[1][4]
Im Obergeschoß ist die 2020 eingerichtete Nachbildung des Schlafzimmers des Grinch zu sehen. Es ist angelehnt an den Weihnachtsklassiker „Der Grinch“ , der wiederum auf dem Kinderbuchklassiker „Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat“ von Dr. Seuss basiert. Von dort gelangt man in die im selben Jahr angelegte Spielzeugfabrik des Weihnachtsmanns, in der Besucher die handgeschnitzten Weihnachtselfen bei der Herstellung von Spielzeug für die Kinder betrachten können.[1][4]
Ausgestellt werden über 3.700 Weihnachts- und Weihnachtsmann-Souvenirs aus aller Welt. Dazu gehören über 2.000 Weihnachtsmannfiguren, sei es als Baumschmuck bis hin zu lebensgroßen oder tanzenden und schnarchenden Figuren,[2] außerdem Weihnachtsartikel, wie traditionelle Weihnachtsdecken und modernes Spielzeug, darunter Actionfiguren aus „Nightmare Before Christmas“ und LEGO-Weihnachtssets.[1][4] Die meisten der ausgestellten Stücke stammen von den Philippinen, gefolgt von den USA und Deutschland, insbesondere aus Rothenburg ob der Tauber.[5]
Einen weiteren Schwerpunkt bilden Dioramen und Stellflächen mit verschiedenen Weihnachtskrippenszenen,[4] darunter Stücke aus Harz, Perlen, Ton oder Glas. Ausgestellt werden außerdem seit 2015 Miniaturdörfer mit weihnachtlichen Szenen aus Australien, Europa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika und ein beleuchtetes Mini-Weihnachtsdorf mit Häusern und fahrenden Zügen in verschneiter Kulisse.[1][6]