Cassian von Tanger

Christlicher Märtyrer in Tanger From Wikipedia, the free encyclopedia

Cassian von Tanger († 3. Dezember 298 in Tanger), auch Cassian von Tingis oder Cassius genannt, war ein christlicher Märtyrer. Die römisch-katholische Kirche verehrt ihn als Heiligen, auch der evangelischen Kirche in Deutschland gilt er als denkwürdiger Glaubenszeuge.

Marcellus und Cassian, Ikone in der russisch-orthodoxen Kirche zu Rabat

Allgemeines

Der Tradition zufolge wurde er am 3. Dezember 298, also während der Herrschaft des Diokletian, enthauptet. Das Martyrium Cassians wird traditionell als Folge des Martyriums des Marcellus von Tanger angesehen. So soll er Gerichtsschreiber bei dem Verfahren gegen Marcellus gewesen sein. Aurelius Agricola, stellvertretender Präfekt der römischen Provinz in Nordafrika, soll das Verfahren geleitet haben. Als die Todesstrafe über Marcellus verhängt wurde, soll Cassian seinen Stift niedergeworfen und sich zum Christentum bekannt haben. Er soll sofort verhaftet und zu Tode gebracht worden sein. Cassian gilt als Patron der modernen Stenographen. Der Zusammenhang mit dem Martyrium des Marcellus wird heute allerdings von einigen Experten als nicht nachweisbar angesehen.[1] Cassian von Tanger wird von Prudentius (* 348) in seinem Hymnus Liber Peristephanon (De Coronis Martyrum) (Carmen IV, 45–48[2]) erwähnt:

„Ingeret Tingis sua Cassianum,
festa Massylum monumenta regum,
qui cinis gentes domitas coegit
ad iuga Christi.“

Mögliche Übersetzung:[3]

„Tingis führt, was sein ist: den Cassianus,
welchen einst massylische Herrscher festlich ehrten;
dessen Asche die Heidenvölker
Christo gewonnen.“

Gedenktage

Siehe auch

Einzelnachweise

Quelle

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