Castrum Verlag

Verlag mit Sitz in Wien From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Castrum Verlag ist ein seit 2020 bestehender deutschsprachiger Verlag mit Sitz in Wien.

VerlegerLedio Albani
GattungBelletristik, Lyrik, Philosophie
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Castrum Verlag
Sitz   Wien
Verleger   Ledio Albani
Gattung   Belletristik, Lyrik, Philosophie
Website   www.castrum.at
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Geschichte

Der Castrum Verlag entstand aus der bereits 2012 erstmalig publizierten Zeitschrift für Gedichte Das Neue Leben.[1] Der Herausgeber der Zeitschrift Ledio Albani gründete den Verlag mit dem Ziel, Gedanken in der Tradition klassischer, deutscher Literatur und Philosophie ein Veröffentlichungsorgan darzubieten.[2]

Namensgebung und Verlagslogo verweisen auf den George-Kreis, eine Gruppe um den Dichter Stefan George und um seine Zeitschrift Blätter für die Kunst, die ab den 1890er Jahren in München entstand. Nach 1945 hatte Gisèle van Waterschoot van der Gracht in der Fortführung der Tradition des George-Kreises eine Stiftung (später ein Magazin) ins Leben gerufen, mit dem Namen Castrum Peregrini. Dieses wurde im Jahr 2019 in Stichting Herengracht 401 umbenannt.[3]

Programm

Das Verlagsprogramm ist gekennzeichnet von einem Schwerpunkt auf neue und junge Autoren, lyrische und philosophische Werke und Neuauflagen älterer Schriften. Als erstes Werk im Verlag erschien der Aphorismenband Haltungen von Verleger Ledio Albani. Thorwald C. Franke betont insbesondere den rechtsgerichteten Gestus des Werks und bezeichnet ihn mit dem Schlagwort „Wokismus von Rechtsaußen“.[4] Darüber hinaus publizierte der Verlag etwa zuvor noch unveröffentlichte Gedichte des Germanisten Ernst Bertram mit einem Vor- und Nachwort von Konrad Adam. 2026 erschien bei Castrum der Roman Reise nach Europa von AfD-Politiker Maximilian Krah.

Politische Einordnung

Bezogen auf die politische Einordnung des Verlags gab es vielfache Kontroversen. Die Zeitschrift Falter notierte im Zusammenhang der geplanten, jedoch nicht zustande gekommenen Übernahme der neurechten Zeitschrift Tumult durch den Verlag, es sei „unklar, ob es sich bei den Tumultisten um unpolitische Traditionalisten oder um Rechte mit Avantgarde-Gestus“ handele.[5] Der Publizist Wolfgang Koch sieht den Verlag in der taz als „kryptokonservativ“ und deutet insbesondere auf seinen rebellischen Charakter hin, sowie auf seinen Zusammenhang mit christlich-religiösen Motiven.[6] Zwar wurde das Verlagsprogramm besonders in Medien der Neuen Rechten rezipiert,[7][8] der Verlag selbst will sich aber nicht als rechts verstanden wissen.[9] Zu Castrum gehört neben dem Verlag Edition Acéphale auch das neurechte Magazin Fiume.[10][11] Mit der Veröffentlichung des Debutromans von Maximilian Krah Anfang 2026 wurde erstmals eine namenhafte Figur der gegenwärtigen politischen Rechten ins Programm des Verlags aufgenommen.

Einzelnachweise

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