Catalposid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Catalposid ist ein Glucosid, also ein Glycosid mit Glucose als Zuckereinheit, und kommt in Trompetenbäumen vor. Als zusätzliches Strukturelement weist es einen para-Hydroxybenzoesäureester auf.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Catalposid
Allgemeines
Name Catalposid
Andere Namen

(1aS,1bS,5aR,6S,6aS)-2-(β-D-Glucopyranosyloxy)-1a-(hydroxymethyl)-1a,1b,2,5a,6,6a-hexahydrooxireno[4,5]cyclopenta[1,2-c]pyran-6-yl-4-hydroxybenzoat (IUPAC)

Summenformel C22H26O12
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 6736-85-2
EG-Nummer 229-789-1
ECHA-InfoCard 100.027.082
PubChem 93039
ChemSpider 30791175
Wikidata Q27106093
Eigenschaften
Molare Masse 482,43 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

215–217 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Gewöhnlicher Trompetenbaum mit Blüten und herunterhängenden Früchten

Catalposid wurde erstmals 1888 aus den Früchten des Gewöhnlichen Trompetenbaums (Catalpa bignonioides) isoliert und damals noch als Catalpin bezeichnet.[2] Die Verbindung kommt daneben auch in Catalpa ovata vor.[3]

Eigenschaften und Reaktionen

Unter Palladiumkatalyse kann die nichtaromatische Doppelbindung hydriert werden, mit Platin(IV)-oxid können alle fünf Doppelbindungen hydriert werden. Die phenolische OH-Gruppe weist einen pKS-Wert von 9,97 auf.[2] In Zellkulturen zeigte die Verbindung entzündungshemmende Eigenschaften.[3][4] Unter anderem hemmt sie die Expression der induzierbaren Stickstoffmonoxid-Synthase (iNOS) in Makrophagen.[3]

Einzelnachweise

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